Kategorie: Essen

Auf unserem Radar #7: Vortrag von Prof. Dr. Frank Madeo

Text: Petra Müller, Initiantin FOOD MOVEMENT

Kürzlich wurde ich dank Bas Kast auf einen Herrn Madeo aufmerksam, der mit dem schlichten Namen Madeo/ Ernährung und Gesundheit auf Facebook präsent ist. Da mir Herrn Madeos Beiträge auf Facebook gefallen, habe ich ihn gegoogelt und festgestellt, dass es sich um einen Prof. Dr. Frank Madeo vom Institut für Molekulare Biowissenschaften an der Universität Graz handelt.

Bei der Suche bin ich auf ein Youtube-Video gestossen, das qualitativ zwar etwas zu wünschen übrig lässt, inhaltlich ist dieser Vortrag jedoch höchst interessant.

Dr. Madeo spricht in seinem Vortrag darüber, wie man gesund alt werden kann, aber auch über Diät-Mythen, seine Meinung zum Milchkonsum sowie über Pausen zwischen den Mahlzeiten. „Nichts ist mithin falscher, als die in Zeitschriften postulierte Ernährungsform, jedes Hüngerchen mit 20 kleinen Portiönchen pro Tag zu bekämpfen. Im Gegenteil. Begrüssen Sie Ihren Hunger wie einen Freund.“ Zudem können sich Menschen freuen, die meinen, die hätten einen dicken Po – Herr Madeo kann auch zu den Stellen, WO man Fett ansetzt, einiges berichten.

Höchst informationsreiche und spannende 52 Minuten, die sich lohnen.

Wir wünschen viele möglichst neue Erkenntnisse!

Ein Geschenk für uns und euch: Randen Carpaccio-Video!

Text: Petra Müller, Geschäftsleitung FOOD MOVEMENT

Am 2. Februar 2018 erhielt ich eine Message von Cathrin Michael: „Hoi Liebi, wie geht’s dir? Bist du nächste Woche mal in Züri oder können wir uns sonst treffen? Hab ein Geschenk für dich :).“
Oh! Was für eine Überraschung! Ich war gespannt wie ein Flitzbogen.

Cathrin kenne ich schon ein paar Jahre via Facebook und Instagram. Letztes Jahr im Herbst waren wir uns einig: Wir möchten uns endlich in echt kennenlernen. Im Oktober 2017 war es soweit. Cathrin kam an den Vortrag über entzündungshemmende Ernährung, den ich zusammen mit Laura Koch vom Institut für integrative Naturheilkunde NHK in Zürich hielt. Wir vereinbarten, uns vor dem Vortrag zum Tee zu treffen. Es fühlte sich an, als hätten wir uns schon lange gekannt.

Seither sind Cathrin und ich in regem Kontakt. Wir beide lieben Kochen und Essen, und wir beide schreiben auch regelmässig darüber. Cathrin ist ausserdem sehr interessiert an gesunder Ernährung. Ich freue mich immer, wenn sie mir Löcher in den Bauch fragt oder mir tolle, neue Rezepte schickt – was gibt es Schöneres als ein offener und neugieriger Mensch? In wenigen Monaten ist eine feine, vertrauenswürdige Freundschaft entstanden, die auch über das Kochen hinausreicht.

Ich wusste, dass Cathrin schon länger Koch-Videos für verschiedene Kunden produziert. Dass sie mich aber aus blauem Himmel mit einem Video eines HEALTHY FRIDAY-Rezeptes überraschen wird, hätte ich mir nie träumen lassen!

Zusammen mit Nina Fäh von FAEH + FAEH film und Nadine Danuser von PURA PALEO hat Cathrin einen wunderschönen Film über die Zubereitung des Randen Carpaccio mit Ziegenkäse produziert. Cathrin selbst hat übrigens soeben ihren eigenen Blog lanciert: Schaut rein bei gnuesse.ch.

Wir möchten uns ganz herzlich für dieses wunderbare Geschenk bei Cathrin, Nina und Nadine bedanken ♥ ♥ ♥. Was für eine Bereicherung für FOOD MOVEMENT!

Nun seid ihr alle eingeladen, dieses Prachtstück zu geniessen.
Und dieses feine Randen-Carpaccio von Béatrice Chiari schon bald selbst nachzukochen.

HEALTHY CHRISTMAS: Tipps für die Weihnachtszeit

Für alle, die sich selbst vor bevorstehenden Team-Apéros, Weihnachts-Gelage und verführerischen Guetzli-Teller schützen möchten, haben unsere lieben Freunde am Kochen (neu operierend unter dem Namen My Coach) ein paar hilfreiche Tipps für die Weihnachtszeit zusammengestellt.

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Weihnachtszeit ist die Zeit der vielen Festessen und Apéros. Geschäftsessen, Familienfeier, Team-Apéro, Chlausen-Apéro, Sylvesterparty. Nicht zuletzt trudeln im Geschäft noch die ganzen Weihnachtsgeschenke ein, so stehen bei der Kaffeemaschine stets Kuchen, Kekse und Schokolade bereit. Und wo man hinkommt dieser Tage, Süssigkeiten und Snacks sind omnipräsent. Kommt dir das bekannt vor? Nicht ganz einfach, in dieser Zeit seinen Vorsätzen treu zu bleiben.

Gesund und fit durch die Weihnachtszeit, das ist das Thema unseres Monatsspecials im Dezember.

1. Setze deinen Fokus für die Weihnachtszeit neu: nicht das Essen, sondern die gemeinsame Zeit mit Freunden und Familie ist das, was zählt und glücklich macht! Freue dich auf die feierliche Stimmung, die schön geschmückten Tische, den Weihnachtsbaum, und vor allem: auf die besinnliche, lustige, bereichernde Zeit mit Familie und Freunden! Mache dir Gedanken, was du während den Feiertagen gemeinsam mit deinen Liebsten unternehmen möchtest. Plane auch Aktivitäten draussen wie spazieren gehen, schlittschuhlaufen oder schlitteln ein.

2. Halte dich an deinen Menüplan. Das Frühstück auszulassen um Abends mehr essen zu können, ist keine gute Idee. Mit Heisshunger stürzen wir uns auf alles und essen dann insgesamt weit mehr, als wenn wir uns an die regelmässigen Essenszeiten halten.

3. Im Office stehen täglich Süssigkeiten herum? Setze dir ein klares Limit: 3 kleine Süssigkeiten pro Woche oder 1 Nachtisch sind erlaubt. Sonst kann es helfen, ein paar gesunde Snacks dabei zu haben: rohes Gemüse, eine Frucht, ein paar Nüsse.

4. Plane als Ausgleich mehr Bewegungseinheiten ein, idealerweise an der frischen Luft.

5. Ein klares Limit auch für Getränke und Alkohol: halte dich an Wasser oder Sprudelwasser mit Zitrone, Orange, Kräutern. Beim Wein max. 1 Glas pro Festessen / Apero. Mach dir doch deinen eigenen gesunden, alkoholfreien Punsch (süssen mit Stevia), Gewürztees haben keine Kalorien, oder heisser, frischer Ingwertee mit etwas Zitrone schmeckt auch sehr gut und wärmt.

Vorbereitung & klare Limits, die du vorgängig mit dir selber ausmachst, sind alles!
Gehe nie hungrig an die Party: esse vorher einen gesunden Snack, z.B.

– kleines Vollkorn- oder Knäckebrot-Brötchen mit Kresse und Frischkäse
– eine Portion Gemüsesticks mit 2 EL Magerquark-Curry-Dip
– ein gekochtes Ei mit Bündnerfleisch und Cocktailtomätchen, oder
– 1/2 Avocado mit Tomaten und Curry-Salz

Deinen gesunden Snack kannst du auch ins Office mitnehmen und ca. 45 Min. vor dem Apéro essen.

Am Event: Was trinken?
Trinke 2 Gläser ungesüssten Tee oder Wasser bevor du hingehst

Mache mit dir ganz klar aus: 1 Glas Wein /Prosecco ist erlaubt, sonst einfach Wasser / Sprudelwasser mit Zitrone.

Am Event: Was essen?
Beim Apéro kannst du dich zurück halten, du bist ja nicht hungrig, da du vorher schon deinen gesunden Snack gegessen hast. Suppen, Gemüsesticks oder Trockenfleisch sind die beste Wahl.

Beim Hauptgang konzentrierst du dich auf Gemüse, Salate und gesunde Proteine (Fisch, helles Fleisch, Ei). Halte dich bei Brot, Saucen und Sättigungsbeilagen zurück. Dazwischen immer viel Wasser trinken.

Beim Dessert gilt das Limit von 1 Dessert pro Woche oder 2 – 3 kleine Süssigkeiten pro Woche, diese Joker kannst du einsetzen wie du magst.

Konzentriere dich auf die Gespräche und sehe den Hauptzweck nicht im Essen und Trinken – mache das zum Mantra für den Abend!

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Hier geht es zur Adventschallenge von My Coach.

Selbstgespräch: Kochimprovisation

Text & Foto: Petra Müller, Gründerin FOOD MOVEMENT

In einer neuen, losen Serie zeige ich euch exklusiven Eintritt in meine Gedanken. Natürlich geht es meistens ums Essen, ums Kochen oder um Ernährungsfragen. Aber auch um meinen Umgang mit meiner unheilbaren Krankheit und meine Gedanken zu neuen Trends.

Heute erzähle ich euch, was in meinem Kopf vorging, als ich heute mein Mittagessen kochte. Aber die Geschichte beginnt schon am Vorabend.

Ich bin auf dem Heimweg von Bern nach Thun und befinde mich bereits am Bahnhof.

Mir fällt ein, dass ja gar kein Gemüse mehr zuhause hat für mein Mittagessen morgen. Dann besorge ich besser heute noch etwas, sonst muss ich schon am Morgen raus in die Kälte. Es reicht wohl gerade noch, der Zug fährt erst in 10 Minuten. Ich also rein in den Laden. Ich scanne das Regal mit den Bio-Gemüsen. Ausser Rüebli und Pastinaken finde ich kein Schweizer Produkt. Also rüber zum konventionell angebauten Gemüse. Rosenkohl! Aus der Region. Perfekt. Mir geht noch durch den Kopf, dass ich die Kombination Rosenkohl und Marroni sehr mag. Ich weiss: Es hat noch Marroni im Kühlfach.

Zuhause angekommen, habe ich die Mittagessen-Pläne schon wieder vergessen und weiche kurz vor dem Ins-Bett-gehen schwarze Bohnen in einer Schale mit Wasser ein.

Nächster Tag. Nach dem Frühstück denke ich tatsächlich daran, dass ich ein paar Marroni auftauen möchte. Ich bin ganz stolz, dass ich es nicht vergessen habe. Gegen 11.45 Uhr braut sich ein Hüngerchen zusammen. Während dem Arbeiten am Compi schweife ich immer wieder kurz ab und denke darüber nach, was ich kochen könnte. Rosenkohl und Marroni sind gesetzt. Aber: Schwarze Bohnen dazu? Das kann ich mir gar nicht vorstellen. Quinoa? Den mag ich lieber, wenn er eingeweicht ist. Also Hirse.

Ich setze eine Handvoll Hirse auf und lasse sie köcheln. Schnell eine kleine Zwiebel gehackt, den Rosenkohl geputzt und halbiert, dann Zwiebeln in etwas Kokosöl anbraten, Rosenkohl dazu. Nach ein paar Minuten gebe ich die aufgetauten Marroni zum Rosenkohl, etwas heisses Wasser dazu, salzen und pfeffern. Im Kühlschrank liegen noch 3 Blätter Palmkohl und schauen mich traurig an. Die kommen auch mit rein, aber erst am Schluss. Dann lasse die Chose zugedeckt köcheln.

In meinem inneren Auge stelle ich mir den fertigen Teller vor: Helle Hirse mit grünem Rosenkohl und braunen Marroni. Das könnte ich farblich wie geschmacklich aufpeppen. Der Vitamix steht noch da von der Macadamiamilch, die ich mir heute morgen gemacht habe. Eine Crème! Also die Hirse pürieren? Das dünkt mich etwas langweilig. Ich finde noch Resten von gelben Linsen und gekochte Randen im Kühlschrank. Zusammen mit der Hirse gibt das eine wunderschöne, rote Crème. Aber die braucht noch Pfiff. Was würde Moreno, der Koch vom Restaurant las alps machen? (ich arbeite 2 Tage die Woche im Alpinen Museum in Bern, dem das las alps angehört). Morenos Essen kann ich aus gesundheitlichen Gründen meistens nicht essen, ich bewundere aber seine ungewöhnlichen Kombinationen. Gestern hat er ein Zimtrisotto gekocht. Vielleicht Zimt in die Crème? Das passt noch nicht ganz, aber ein anderes, wärmendes Gewürz wäre fein: Kardamom.

So kommt es also, dass ich am Ende eine mit Kardamom gewürzte Hirse-Linsen-Randen-Crème mit Rosenkohl & Marroni esse, dekoriert mit ein paar Granatapfelkernen. Das könnte aussehen wie ein von langer Hand geplantes Rezept. Ist es aber nicht. Das ist typische Improvisationsküche à la Petra. Nicht immer kommt es gut. Aber heute war es wiederholungswürdig lecker.

PS: Die schwarzen Bohnen gibt es zum Znacht mit Flower Sprouts und Süsskartoffeln.

Blattgespräche

Text & Foto: Petra Müller, Gründerin FOOD MOVEMENT

Heute möchte ich euch einen Vorschlag machen, der sich für mich schon drei Jahre bewährt:
Geht und fragt jemanden, die/der einen Gemüsegarten besitzt, ob ihr ab und zu Blätter von Broccoli, Kohlrabi oder Zucchetti haben könnt.

Die Blätter unserer Gemüse sind meist nährstoffreicher als die „Gemüse“ selbst! Als ich vor ein paar Jahren für ein Rezept grüner Smoothies recherchierte, habe ich das erst entdeckt. Es ist mir nachhaltig im Kopf stecken geblieben, dass es himmeltraurig ist, wenn all die wertvollen Blätter auf dem Kompost landen – wenn schon, dann immerhin bei den Meerschweinchen…

Hier exemplarisch die Nährstoffe von Randen (Rote Beete) der Knolle (1. Zahl) und der Blätter (2. Zahl):

Kalzium:             16 mg         117 mg
Eisen:                 0,8 mg       2,57 mg
Magnesium:       23 mg            70 mg
Kalium.             325 mg         762 mg
Natrium.              78 mg        226 mg
Vitamin C:          4,9 mg          30 mg
Vitamin A:           33 IE        6’326 IE
Vitamin E:        0,04 μg           1,5 μg
Vitamin K:          0,2 μg          400 μg
Thiamin:          0,03 mg          0,1 mg
Riboflavin:       0,04 mg        0,22 mg

(Quelle: Grüne Smoothies, Dr. med. Christian Guth/Burkhard Hikisch, GU Ratgeber Gesundheit)

Beeindruckend, oder?

Wenn ihr selbst einen Garten habt, umso besser. Ansonsten geht und fragt jemanden, meistens sind die Leute sehr interessiert, und es ergeben sich schöne Gespräche.

Interview mit Laura Koch von GORILLA

Interview: Petra Müller, Geschäftsleitung FOOD MOVEMENT

Seit Herbst 2016 gehört GORILLA zu den ideellen Unterstützern von FOOD MOVEMENT. Die Idee dahinter ist, dass die Jugendlichen, die aus dem GORILLA-Alter herauswachsen, mit FOOD MOVEMENT einen Ort finden, wo sie weiterhin Inspiration zu Ernährung, Bewegung und Entspannung finden können.

Der Zufall will es, dass die Ernährungsberaterin Laura Koch nicht nur beim Institut für integrative Naturheilkunde NHK (ebenfalls idelle Unterstützerin), sondern auch für GORILLA tätig ist. Laura mag deshalb der einen oder dem anderen dank ihrem Patientenbericht über Osteoporose bekannt vorkommen. Weiterlesen

Fiorina Springhetti: Snackt dein Kind gesund?

Text: Fiorina Springhetti
Foto: Lukas Schnurrenberger, AVP Media Design

Snackt dein Kind gesund?

Reiswaffeln im Visier

Knabber knabber hier, knusper knusper dort – Reiswaffeln sind aus Mamas und Papas Taschen und Küchenschränken kaum mehr wegzudenken. Früher gab es sie nur untertellergross. Die geliebte Lebensmittelindustrie schuf Abhilfe und stellt seit längerem auch „kindermünder gerechte“ Reiswäffelchen her (ich erwähne nicht im Speziellen, dass der CHF/100g-Preis deutlich höher ist als jener der stinknormalen 08/15 Reiswaffeln). Die Reiswaffeln sind, ohne dass ich das jetzt in einer Fallstudie genauer unter die Lupe genommen habe, wohl die nach Darvida und Blévita zweithäufigste Snack-Variante für 0 bis 5-Jährige. Was daran jetzt so spannend sein soll? Warum ich darüber schreibe? Weil ich die Reiswaffeln ins Visier genommen habe. Ich prangere sie an und erzähl euch gleich mal warum. Weiterlesen

Fiorina Springhetti: Projekt Familientisch

Text: Fiorina Springhetti
Fotos: Lukas Schnurrenberger, AVP Media Design
Einführungstext: Petra Müller

Fiorina Springhetti ist Food Movement-Mitglied der ersten Stunde. Das ist auch nicht sehr verwunderlich, denn sie steckt mitten in der Ausbildung als Ernährungsberaterin und schreibt auf ihrem Blog mamalltag über das Mutter sein, über möglichst ausgewogene (aber gerne immer einfache!) Ernährung mit Kindern und allerlei Themen, die sie grad so beschäftigen.
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Gesunde Ernährung: Wie starten?

Text & Fotos: Petra Müller

Seit drei Jahren befasse ich mich intensiv mit gesunder Ernährung, und eines kann man sagen: Es zirkulieren Myriaden von Philosophien. Wie soll man da entscheiden können, was das Beste für einem ist? Da gibt es die basische Küche, Paleo, Vegetarisch, Vegan, Mediterran, die LOGI-Methode, Rohkost, Clean Eating, anti-entzündliche und ketogene Ernährung. Und einige mehr.
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