HEALTHY FRIDAY // FOOD: 3 Ayurveda-Regeln & Risotto mit Kürbis und Salbei

Text, Rezept & Foto: Daniela Dörflinger Bruggemann von Ayurfood
Einführungstext: Petra Müller

Ohne die Unterstützung von etlichen Ernährungsberaterinnen, Coaches, Gesundheitsberaterinnen und versierten KöchInnen wäre es uns nicht möglich, euch jeden Freitag ein neues Rezept bzw. spannenden Beitrag zu Bewegung und Entspannung zu zeigen.

An dieser Stelle möchten wir uns ganz herzlich bei allen aus der HEALTHY FRIDAY-Community bedanken!

Heute dürfen wir euch jemand neues aus der Welt des Ayurveda vorstellen: Daniela hat einen sehr spannenden Lebenslauf. Sie stammt aus einer österreichischen Gastronomiefamilie und hat ihre Koch-Grundkenntnisse vor vielen Jahren in einer Hotelfachschule gelernt. Sie war in den Bereichen Event-Marketing und PR u.a. bei Cirque du Soleil in Amsterdam beschäftigt. Daniela hat schon an vielen Orten gelebt: in Vorarlberg, Innsbruck, Wien, Amsterdam, Frankfurt, London und Zürich. Seit mehr als 10 Jahren lebt sie mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern im Grossraum Zürich.

Durch ihre langjährige Yoga-Praxis ist Daniela mit Ayurveda in Kontakt gekommen. 2012 folgte die Ausbildung als Ganzheitliche Ayurveda Ernährungs- und Gesundheitsberaterin bei der Europäischen Akademie für Ayurveda, anschliessend Weiterbildungen im In- und Ausland sowie eine Studienreise zum Tilak Ayurved College in Pune/Indien. 2016 hat Daniela zudem die Kundalini-Yoga-Lehrer Ausbildung nach KRI abgeschlossen.

Es freut uns sehr, dass Daniela uns heute drei wichtige Prinzipien aus dem Ayurveda sowie ein leckeres Rezept für einen Risotto mit Kürbis und Salbei vorstellt.

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Das sogenannte „comfort-food“ passt sehr gut in die kalte Jahreszeit, kraftvolle Suppen, herzhafte Eintöpfe, ein liebevoll-süsser Milchreis, oder eben solch ein sämiger Risotto.

In der kalten Jahreszeit brennt unser inneres Verdauungsfeuer/Agni etwas stärker und die meisten von uns vertragen dann auch eine etwas deftigere und schwerere Kost sehr gut. Diese bodenständige Nahrung ist eine Art Schutz vor der äussere Kälte und Trockenheit die uns im Winter umgibt, sie verleiht Stabilität und auch Standhaftigkeit.

Im Gegensatz zur klassischen Risotto-Variante wird in diesem Ayurveda-Rezept der Parmesan durch geröstete Pinienkerne ersetzt. Geht gar nicht, denken sich nun die Italiener, aber Käse wird in der Ayurvedaküche einfach nicht gerne gesehen. Er ist sehr schwer verdaubar und verunreinigt bzw. verschleimt die Transportkanäle im Körper. Vor allem lange gereifter, fetter Hart- aber auch Schimmelkäse ist davon betroffen.

Der klassische Schuss Wein im Risotto behalten wir jedoch bei, denn es steht schon in den alten Ayurveda-Schriften, dass der Winter die beste Jahreszeit ist, um gelegentlich ein Glas Rotwein zu geniessen. Salbei verleiht dem Risotto eine herbe Note, zudem fördert er die Verdauung und ist gut für die Atemwege.

Wie bringe ich Ayurveda in meinen Alltag?
Bereits kleine Veränderungen können Grosses bewirken.

Die folgenden drei Tipps sind allgemeingültige Prinzipien aus dem Ayurveda, die sich auch ohne vorherige Konstitutions-Analyse in den Alltag einbauen lassen. Du kannst dadurch dein Wohlbefinden steigern und alle drei Tipps wirken ausgleichend auf die Verdauung und den Energiehaushalt. Probier’s doch einfach selbst mal aus!

Prinzip 1 – Iss möglichst oft warm!
Denn der Körper kann eine warme und gekochte Mahlzeit leichter aufnehmen und verstoffwechseln. Wärme heizt das Verdauungsfeuer an und der Körper braucht weniger Energie, um die Nahrung zu verdauen – es ist eine Art von Energiesparmodell. Rohkost oder kalte Speisen sollten wir besser nur in kleinen Mengen und zur Mittagszeit essen, dann brennt unser Verdauungsfeuer/Agni am stärksten. Auch der weise Einsatz von Kräutern und Gewürzen kann deine Verdauung stärken und dein Wohlbefinden steigern.

Prinzip 2 – Verwende frische, saisonale & regionale Zutaten
Die wunderbaren Kräfte der Natur versorgen uns zu jeder Jahreszeit mit genau den Wirkstoffen, die wir genau zu diesem Zeitpunkt am meisten benötigen. So können wir z. B. im windigen und trockenen Herbst befeuchtende Trauben oder erdende Zutaten wie z. B. Kürbis oder Kastanien ernten. Ebenso passen kühlende Melonen perfekt in die warme Sommerzeit und bittere und grüne Gemüsesorten (Spargel, Rhabarber, Brennnessel, Löwenzahn…) zur entgiftenden und reinigenden Frühlingsenergie.

Prinzip 3 – Sorge für Pausen zwischen den Mahlzeiten
Du sollst nur dann essen, wenn du auch wirklich ein Hungergefühl verspürst, diese Weisheit kennt jeder. Doch warum sind diese Pausen so wichtig? Nachdem du den letzten Bissen einer Mahlzeit eingenommen hast, ist vielleicht dein Teller leer und dein Magen gefüllt, aber wir vergessen, dass nun unser Verdauungssystem auf Hochtouren läuft. Wenn wir im Ayurveda vom Verdauungssystem sprechen, dann geht es weniger um die einzelnen Organe und deren Funktionen, vielmehr ist die Verdauung ein komplexes System von Transformationsprozessen, die auf unterschiedlichen Ebenen laufen. Durch die Feuerenergie von Agni werden Nährstoffe verarbeitet, in Körperzellen transportiert und Abfallprodukte werden ausgeschieden. Dieses ausgetüftelte und perfekte System von Gewebsumwandlung und -aufbau will nicht gestört werden. Wenn aber die Verdauung bereits geschwächt ist oder wenn wir ständig snacken und immer wieder neue Nahrung hinzufügen, dann können Nährstoffe nicht optimal verarbeitet und Abfallstoffe nicht vollständig entsorgt werden. Zurück im Körper bleibt sozusagen Halbverdautes oder Unreifes. Im Ayurveda nennen wir diese klebrigen Rückstoffe Ama. Auf längere Dauer kann Ama das körperliche Gleichgewicht beeinträchtigen und zu diversen Krankheiten oder Schwachstellen führen. Rheumatische Erkrankungen sind z. B. ein typisches Zeichen einer Ama-Belastung. Und jede Ayurveda-Therapie wird sich zuerst auf die Ausleitung von Ama konzentrieren.

Weitere ayurvedisch-inspirierte Rezepte und Gesundheitstipps findest du in meinem Blog: www.ayurfood.ch.

Risotto mit Kürbis und Salbei
Zutaten für ca. 2 Portionen:

Für den Kürbis
250 – 300 g Kürbis
3 – 4 EL Olivenöl
3 Gewürznelken
½ Anisstern
½ Zimtstange
1 EL Soja-Sauce
½ Zitrone, Saft
2 EL Ahornsirup
½ TL Ingwerpulver
Cayennepfeffer
2 – 3 Salbeiblätter (Alternative: Rosmarin)

Für den Risotto
200 g Risotto-Reis
1 EL Ghee
1 Zwiebel, fein hacken
1 Zehe Knoblauch, fein gehackt
100 – 200 ml trockener Weisswein
ca. 500 ml warme Gemüsebouillon
1 Prise Safran
1 EL Crème fraîche
1 Handvoll Pinienkerne, geröstet
2 – 3 Salbeiblätter

Zubereitung:

Den Ofen auf 170 Grad vorheizen.

Kürbis (wenn nötig schälen) in ca. 2 cm grosse Würfel schneiden, in eine Ofenschale geben. Aus den restlichen Zutaten eine Marinade anrühren und mit den Kürbisstücken vermengen. Für ca. 20 Minuten im Ofen garen, bis der Kürbis weich ist, gelegentlich umrühren.

Für den Risotto verwendet man am besten einen schweren Topf. Darin die Zwiebel und den Knoblauch auf mittlerer Hitze in Ghee andünsten, bis sie glasig sind. Den Reis hinzufügen und unter Rühren ebenfalls kurz andünsten.

Nun mit dem Weisswein aufgiessen und die Flüssigkeit unter regelmässigem Rühren einköcheln lassen. Die Hitze so drosseln, dass der Reis ständig leicht kocht. Portionsweise mit der Gemüsebouillon aufgiessen und regelmässig umrühren, damit der Reis nicht austrocknet und schön sämig wird. Während der Kochzeit mit Safran würzen.

Nach ca. 18 – 20 Minuten den Topf von der Herdplatte nehmen und einen Esslöffel Creme fraîche unterrühren. Die gegarten Kürbisstücke mitsamt der Marinade unter den Risotto heben und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Mit gerösteten Pinienkernen und gehackten Salbeiblättern anrichten.

 

Selbstgespräch: Eine Krise

Text & Foto: Petra Müller, Initiantin von FOOD MOVEMENT

(auf dem Foto: Mein geliebtes Totenköpfli, das mich täglich an die Endlichkeit meines Daseins auf diesem Planeten erinnert, und das Herz, das für die Liebe steht und immer hilft)

Letzte Woche habe ich endlich das neue Buch der amerikanischen Ärztin Dr. Susan Blum in der Post gehabt. Der Titel: Healing Arthritis. HEALING! Nicht: lindern. Man muss wissen, dass rheumatoide Arthritis in der Schulmedizin als unheilbar gilt. Solche Titel lösen natürlich hoffnungsvolle Gefühle in mir aus, insbesondere, wenn es sich bei der Autorin um eine erfahrene Ärztin handelt, die selbst an Arthritis erkrankt und inzwischen geheilt ist.

Allerdings ist solche Hoffnung immer auch gepaart mit unangenehmeren Gefühlen: Jetzt mache ich seit 5 Jahren so vieles für meine Gesundung, und ich habe immer noch Beschwerden, nachweisliche Entzündungen an einzelnen Gelenken. Immer noch habe ich ab und zu Schmerzen, wenn ich etwas «Falsches» gegessen habe, mich ärgere oder freue (ja, ganz fies, dem Körper ist es egal, wenn der «Stress» positiver Natur ist).

Als ich letzte Woche also mit der Lektüre dieses Buches angefangen habe, stürzte mich das erstmal fadengerade in eine Krise. Ich kenne diese Krisen inzwischen gut. Sie kommen, wenn mir glasklar bewusst wird, dass ich nicht darum herum komme, meine eigenen Entscheidungen treffen zu müssen. Denn: Der Rheumatologe ist einer Meinung, der ganzheitlich praktizierende Arzt und die Ernährungsberaterin einer anderen Meinung – und alle diese Meinungen haben ihre Berechtigung. Aber wer steht dazwischen? Ich. Wer muss entscheiden? Ich.

Auch wenn der Rheumatologe glücklicherweise sagt, dass er zurzeit keinen dringenden Handlungsbedarf sieht, Rheuma-Medikamente einzusetzen. Aber eine freundliche Empfehlung habe ich dennoch, sofern die Entzüngswerte sich bis Mitte 2018 nicht wesentlich bessern.

Heute habe ich einen Termin bei meinem ganzheitlich praktizierenden Arzt. Ich werde ihn fragen, was er vom Einsatz der vom Rheumatologen spezifisch vorgesehenen Medikamenten hält. Und was er sonst noch für Möglichkeiten für mich sieht. Und was er von den Methoden von Dr. Susan Blum hält (ich werde ihm kurz und knapp ihre Empfehlungen erklären).

Was ich jedoch Inzwischen gelernt habe: Jeder Verlauf einer rheumatoiden Arthritis ist anders. Jede Patientin hat ihre eigene Geschichte, sie verhält sich anders, wird anders beraten, trifft andere Entscheidungen, lebt ihr Leben anders. Und was erwarte ich? Eine massgeschneiderte Behandlung.

Was parallel zu meiner Krise geführt hat ist die erneute Erkenntnis, dass ich täglich versuche, stark zu sein. Nicht jedes Mal zu jammern, wenn ein Gelenk schmerzt, wenn ich eine Bewegung nicht machen kann. Nicht zu klagen, dass es mir seit 8 Jahren nicht mehr gut geht. Dass ich seit über vier Jahren zwei Tage die Woche an meinem Arbeitsplatz im Museum erscheine, ohne die anderen merken zu lassen, wenn ich mal keinen guten Tag habe, ich schon mit schmerzenden Gelenken aufgestanden bin, oder – noch schlimmer – nachts Schmerzen hatte und kaum schlafen konnte. Stark zu bleiben, wenn ein Team-Essen ansteht, und ich einmal mehr mit der Köchin abklären muss, ob sie bereit ist, etwas Spezielles für mich zu kochen, dass ich überhaupt an diesem sozialen Anlass teilnehmen kann.

Dass ich vor drei Jahren beschlossen habe, mich mit meinem Blog Freakfood so stark zu exponieren, macht es auch nicht einfacher. Ich möchte mit meinen Erfahrungen und Erkenntnissen vor allem andere kranke Menschen inspirieren, ihnen Mut machen, ein Vorbild sein. Und dies gelingt nun mal besser, wenn ich optimistisch formuliere, buntes, leckeres und gesundes Essen vorstelle, Vorschläge für positive Veränderungen machen kann.

Am Ende jedoch bin auch ich nur ein Mensch. Und erst noch ein chronisch kranker. Ich bin mehr als dankbar, dass ich durch diesen Krankheits- bzw. Gesundungsprozess neue Seiten an mir kennenlerne, mein Leben neu betrachten kann, mehr «zu mir finde», lerne, grosszügig mit mir zu sein und anzunehmen, was ist. Bedingungslos. Unschönes und Wunderbares.

Und solange ich auch nur eine positive Rückmeldung von jemandem von euch bekomme und nur eine Person inspirieren kann, sich selbst zu helfen, dann werde ich diesen Weg gestärkt und motiviert weitergehen. Eure Worte helfen mir, mit solchen Krisen umzugehen. Und sie helfen mir, Freakfood weitherhin zu betreiben und zwei Tage die Woche für FOOD MOVEMENT zu arbeiten, zum grössten Teil immer noch ehrenamtlich.

Es gibt noch so lange zu tun, bis wir Patientinnen unseren Ärzten vertrauen wir sicher sein können, dass neue Erkenntnisse wie eine kluge Ernährung und Lebensführung in den Gesundungsweg miteinbezogen werden. Das ist für mich sinnvolle Arbeit. Und die hilft in der Krise.

HEALTHY FRIDAY // FOOD: Linsen-Gemüse Eintopf mit Salbei

Rezept & Foto: Petra Müller, Geschäftsleitung FOOD MOVEMENT & Betreiberin des Blogs Freakfood

Dieses Rezept wurde exklusiv kreiert für FOOBY

Wenn die Tage kürzer werden, brauche ich Comfort Food und sonnige Farben auf dem Tisch. Dieser cremige Eintopf erfüllt dies im leckersten Sinne. Knollensellerie ist ein wenig das Aschenputtel unter den Wurzelgemüsen mit ihrem deftigen Aroma. Der Rahm aus Macadamianüssen (der auch durch Mandel- oder Kokosmilch ersetzt werden kann) und die geraspelte Zitronen- und Orangenschale geben diesem Gericht eine liebliche und fruchtige Note. Von den Salbei-Chips sollte man genügend machen, denn sie ergänzen diesen cremigen Eintopf mit ihrem befriedigenden Crunch.

Zutaten für 4 Personen
400 g Knollensellerie
400 g Süsskartoffeln
200 g gelbe oder rote Linsen
1 grosse oder 2 kleine Zwiebeln
2 – 3 Knoblauchzehen
100 g Macadamianüsse
1 Bio-Zitrone
1 Bio-Orange
2 handvoll frische Salbeiblätter
Olivenöl
Salz,
Fleur de sel (optional für die Salbei-Chips)
Pfeffer

Zubereitung
Vorabend
Linsen in genügend kaltem Wasser einweichen

– Knollensellerie schälen, Süsskartoffeln gut waschen
– Zitrone und Orange unter lauwarmen Wasser gut abbürsten + trocknen
– 6 dl Wasser im Wasserkocher aufkochen (optional, geht jedoch schneller)
– Zwiebel und Knoblauch schälen und kleinschneiden
– Sellerie und Süsskartoffeln in Würfel schneiden
– Linsen in einem Sieb gründlich spülen
– In einem grossen Topf 2 EL Olivenöl erwärmen und Zwiebeln und Knoblauch kurz glasig dünsten
– Das Gemüse und die Linsen hinzufügen und 6 dl Wasser hinzufügen
– Nach Belieben salzen und pfeffern, aufkochen lassen und ca. 15 Min. bei mittlerer Hitze köcheln (die Gemüsewürfel sollen weich sein, aber nicht auseinanderfallen)

– 2 EL Olivenöl in eine beschichtete Pfanne geben und die Salbeiblätter unter Wenden knusprig braten
– Macadamianüsse mit 2 dl Wasser im Standmixer zu einem «Rahm» pürieren
– Macadamia-Rahm zum Gemüse geben
– Je etwas Zitronen- und Orangenschale zum Gemüse raffeln
– Saft einer halben Zitrone zum Gemüse giessen
– Pfanne vom Herd nehmen und ca. 1/3 der Gemüse-Linsen-Mischung mit dem Stabmixer pürieren
– alles gut umrühren, ev. nochmals salzen und pfeffern
– Salbei-Chips mit etwas Salz bestreuen (Fleur de sel wäre die Luxusvariante)
– Eintopf im Suppenteller und mit Salbei-Chips bestreut servieren

Tipp
Wer keinen Standmixer hat, um die Macadamianüsse zu pürieren, kann stattdessen 2 dl Mandel- oder Kokosmilch verwenden

Varianten
Statt Knollensellerie und Süsskartoffeln können auch Karotten oder Pastinaken verwendet werden. Je nachdem verändert sich die Kochzeit um wenige Minuten.

 

ALLES GUTE & GESUNDHEIT FÜR 2018!

Text, Foto & Video: Petra Müller, Initiantin FOOD MOVEMENT

Wir möchten uns ganz herzlich für eure Unterstützung, euer Vertrauen, euer Mittun und eure Besuche hier auf FOOD MOVEMENT bei euch bedanken.

Mögen möglichst viele eurer Wünsche in Erfüllung gehen!

May you all be well,
may you be happy,
may you live with ease.

Herzlich,
Petra

HEALTHY HOLIDAYS // Interview mit Andrina von Wholelicious

Interview: Petra Müller, Initiantin von FOOD MOVEMENT

Liebe Andrina, seit wann und weshalb achtest du auf deine Ernährung?
Yoga half mir, mich mehr mit meinem Körper zu verbinden und die Effekte meines Lebensstils und meiner Essgewohnheiten mehr zu spüren. 2004 haben Hautausschläge, Nahrungsmittelallergien und ein empfindliches Verdauungssystem mich gezwungen, die Verbindung von Nahrung zu meinem körperlichen, geistigen und emotionalen Wohlbefinden intensiv zu erforschen.
Verschiedene Ärzte, westliche und auch aus der alternativen Medizin, gaben mir verschiedene Tipps und konnten mir bis zu einem gewissen Punkt weiterhelfen, aber wirklich helfen konnte mir keiner. Ich musst sehr viel selber erforschen, ausprobieren und kam so in die Heilung.

Wie hast du dich davor ernährt?
Sehr viel Brot, Pasta, Milch und Sojaprodukte. Auch Fertig- und Diätprodukte waren oft auf meinem Teller. Plus habe ich geraucht.

Welche körperlichen und/oder geistigen Veränderungen stellst du fest, seit du dich anders ernährst?
Ich fühle mich allgemein gesünder, jünger und mehr bei mir. Meine Verdauung ist gut und meine Hautausschläge sind ein Thema der Vergangenheit.

Kannst du die Philosophie deiner heutigen Ernährung beschreiben?
Balance und eine 80/20 Regel. Das heisst, ich mache mir keine Verbotslisten. Ich schaue immer wieder, wie mein Körper reagiert und bin offen, dass sich Bedürfnisse und Umstände ändern können. Was vor ein paar Wochen, Monaten oder Jahren gut für mich war, ist heute vielleicht anders und umgekehrt. Nicht dogmatisch einen gewissen Essens- und Lebensstil oder Gesundheitstrend befolgen, sondern ehrlich sein und fragen: ist das wirklich gut für mich und meinen Körper?

Wir sind alle anders und jede Person, jeder Körper braucht etwas anderes. Nach dem Motto: One person’s food may be another person’s poison.

Simpel und frisch. Und das Essen geniessen.

Gibt es Lebensmittel, die du ganz meidest?
Zucker, Weissmehlprodukte, raffinierte und verarbeitete Produkte. Lebensmittel, die Geschmacksverstärker, Zusatz- und Konservierungsstoffe drin haben.

Frisch ist für mich der Schlüssel.

Kannst du uns deine Ernährung für einen normalen Tag in etwa beschreiben?
Es ist ziemlich unterschiedlich, je nachdem, wie mein Tag aussieht und wie es mir physisch und emotional geht. Auch das Wetter beeinflusst mich. Ich bin auch ich immer wieder am neue Sachen ausprobieren. Ich sehe mich selber als ein Versuchskaninchen. Zum Beispiel bin ich im Moment mit Intermitted Fasting am spielen. Das heisst am Morgen esse ich nichts.

Ich esse viel Gemüse, roh oder gekocht, und kombiniere diese dann mit guten Fetten und Proteinen.

Zurzeit esse ich viel Suppe. Ich mache meine eigene Brühe und aus der mach ich dann zum Beispiel eine Spinat-Avocado Suppe (im Mixer). Manchmal noch mit einem Ei darunter gemixt.

Was ich auch gerne habe für Zwischendurch ist ein Shake mit Mandelmilch, Avocado, Kakaopulver und MCT Öl.

Was kochst du dir, wenn du fast keine Zeit hast?
Ich habe immer Chicorée im Kühlschrank, ich liebe ihn! Zusammen mit etwas Tahini und einem gekochten Ei ist das eine schnelle und einfache Variante für mich.

Was sind deine bevorzugten Getränke?
Wasser, selbstgemachter Kombucha, Tee, Kaffee. Und ein gutes Glas Wein habe ich auch gern.

Gibt es Lebensmittel, die du so gerne hast, dass du sie ausnahmsweise doch isst?
Da kommt meine Balance und die 80/20 Regel. Wenn ich mir sage, ich darf etwas nie essen, dann habe ich umso mehr Lust darauf. Lebensmittel, von denen ich aber weiss, dass sie mir nicht gut tun, auf die habe ich gar nicht keine Lust mehr.

Wie gehst du mit privaten Einladungen zum Essen um?
Einladungen sind etwas sehr Schönes und Soziales. Viele Leute fragen mich im Voraus, was ich nicht esse, die kennen mich langsam ;-), aber auch da mache ich dann meine Ausnahmen und esse mal etwas, das ich im Alltag nicht essen würde. Wenn es in Restaurants ist, dann finde ich meistens etwas und habe da dann auch meine Spezialwünsche ;-).

Wie organisierst du dich in Sachen Ernährung in den Ferien?
Auf Reisen nehme ich gerne etwas von zuhause mit. Wenn ich fliege, bestelle mir auch oft ein Spezial Menü. Ich finde es etwas vom Schönsten, in einer anderen Stadt und in einem anderen Land das Essen auszuprobieren. So viel von einer Kultur wird im Essen widergespiegelt. In London, Berlin oder ich war auch gerade in Kopenhagen, gibt es auch extrem feine, gesunde Restaurants, die ich dann sehr gerne ausprobiere. Ich schaue oft schon im Voraus, welche Restaurants ich gerne besuchen möchte.

Welche KöchInnen, Kochbücher, Blogs oder Magazine inspirieren dich?
Mark Hyman
Flow Magazin
The Healthy Chef
Healthful Pursuit
I Quit Sugar

Es gibt sicher noch mehr….

Was tust du in Sachen Bewegung und Entspannung?
Yoga, Meditation und mit meinem Hund laufen gehen. Im Sommer schwimmen und Rad fahren, im Winter auch mal auf die Piste mit dem Snowboard. Und dann gönne ich mir regelmässig Akupunktur und Massagen.

Ganz lieben Dank für dieses Interview, Andrina ♥.

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Zu Andrinas Website Wholelicious geht es hier.

Und hier findet ihr einen Beitrag von Andrina über Tapping sowie ihr Rezept für ein Kokos-Karotten Dal

HEALTHY FRIDAY // FOOD: Spitzbubenkugeln

Rezept, Text & Foto: Petra Müller, Freakfood
Dieses Rezept wurde exklusiv kreiert für FOOBY


Wenn es auf Weihnachten zugeht, merke ich deutlicher als sonst im Jahr, dass ich das meiste der dann offerierten Speisen nicht essen kann. Diese traditionellen Backwaren stecken fast ausschliesslich voller glutenhaltigem Mehl, Zucker und öfters auch Eiern.

Das heisst aber noch lange nicht, dass ich auf weihnachtliche Dinge verzichten muss. Gerade Guetzli kann man auch in gesunder Form einfach nachmachen. Diese Spitzbubenkugeln habe ich mit geschälten Mandeln ausprobiert, um sie schön hell zu machen – mit ungeschälten Mandeln sind sie jedoch viel aromatischer.

Tipp
Von der Himbeerfüllung mache ich jeweils eine grössere Menge, sie schmeckt wunderbar auf Crackern oder im Müesli.

Zutaten für 12 – 14 Stück
100 g Mandeln
100 g Macadamias
30 g Kokosraspel
2 gehäufte TL Birkenzucker
1 TL Kokosöl, geschmolzen (ich benutze dafür eine Metalltasse)
¼ TL Vanillepulver
2 Prisen Salz
2 EL Wasser

50 g gefrorene Himbeeren, aufgetaut
2 TL Chisasamen
1/2TL Birkenzucker

Variante:
Wer keinen Food Processor hat, kann 200 g gemahlene Mandeln verwenden.

Zubereitung
Mandeln und Macadamias im Food Processor* fein mahlen.
Kokosraspel, Birkenzucker, Kokosöl, Vanillepulver und Salz hinzufügen und gut mixen.
Wasser dazugeben und zu einem feuchten Teig mixen.

Himbeeren mit dem Stabmixer pürieren, Chiasamen hinzufügen, gut umrühren und ca. 15 Minuten quellen lassen. Birkenzucker dazugeben und gut mischen.

Himbeermasse in die Ecke eines kleinen Plastikbeutels löffeln. Ca. 3mm der Spitze mit einer Schere abschneiden, sodass eine kleine Öffnung für einen Dressiersack entsteht.

Spitzbubenteig zu Kugeln formen. Mit dem sauberen Ende eines Kochlöffels vorsichtig je eine runde Mulde in die Kugeln drücken. Allfällige Risse sorgfältig zusammendrücken. Die Mulden mit Himbeermasse füllen.

Spitzbubenkugeln in ein verschliessbares Gefäss legen und im Kühlschrank aufbewahren.
Die Kugeln bleiben 3 bis 4 Tage im Kühlschrank haltbar.

*Ein Food Processor ist eine Küchenmaschine mit einer S-förmigen Klinge, mit der man u.a. trockene und feuchte Teige herstellen kann.

Nährstoffwissen
Birkenzucker schmeckt zwar süss, hat aber einen sehr niedrigen Glykämischen Index (GI). Dieser Wert sagt etwas über die Wirkung eines Lebensmittels auf den Blutzuckerspiegel aus. Ein niedriger GI von Lebensmitteln ist insofern gut, als dass der Blutzuckerspiegel nicht so stark ansteigt und wir weniger in ein «Zuckerloch» fallen, das zu den bekannten Heisshungerattacken führt. Wie bei normalem Zucker sollte auch Birkenzucker nicht in grossen Mengen verzehrt werden. Vorsicht ist bei Haustieren geboten, denn für Tiere ist Birkenzucker schädlich – esst diese Kugeln selbst und verfüttert sie auf keinen Fall an euren Hund!

 

HEALTHY FRIDAY // FOOD: Rumkugeln

Rezept: Stefanie Reeb, Wellcuisine
Foto: Thomas Leininger, Wellcuisine

Rumkugeln

Zutaten für ca. 32 Stück
200 g Medjool-Datteln
75 g gemahlene Mandeln
40 g rohes, ungesüßtes Kakaopulver plus 1 EL zum Bestäuben
1/4 TL Salz
3 EL brauner Rum (alternativ: Orangensaft)
30 g natives Kokosöl, geschmolzen

Zubereitung
Die Medjool-Datteln entkernen und grob hacken. Zusammen mit den anderen Zutaten in der Küchenmaschine cremig pürieren. Zwischendurch die Masse mit einem Löffel von den Wänden der Küchenmaschine schaben, bis alles zu einer feinen Creme verarbeitet ist. Teelöffelgroße Portionen der Trüffelmasse entnehmen und zu Kugeln formen, in ein flaches Gefäß geben (nicht übereinanderschichten, da die Masse jetzt noch weich ist  und nicht eingedrückt werden soll) und mindestens 4 Stunden kühl stellen.

Den restlichen Esslöffel Kakaopulver zum Bestäuben auf einen Teller geben und die Kugeln darin wälzen.

Die Rumkugeln in einem luftdicht verschlossenen Gefäß im Kühlschrank aufbewahren.

Zeitaufwand:
30 Minuten (plus 4 Stunden Kühlzeit)

Weitere weihnachtliche Rezepte von Stefanie findet ihr hier:

Infos zum Buch:
Die Weihnachtszeit gesund genießen ohne jeglichen Verzicht? Ja, das geht. Von klassischen Lebkuchen über exotische Ananaskugeln bis hin zu gefüllten Datteln aus fernen Ländern findest du in Stefanies Buch „Süß&Gesund Weihnachten“ 35 neue Lieblingsrezepte, die Dir das Weihnachtsfest versüßen – ganz ohne weißen Zucker, Weizenmehl, Kuhmilch und Eier.

Stefanie Reeb
Süß&Gesund Weihnachten
96 Seiten mit Fotografien von Thomas Leininger
Hardcover
Knaur Balance
ISBN: 978-3-426-67532-8
€ 9,99

HEALTHY CHRISTMAS: Tipps für die Weihnachtszeit

Für alle, die sich selbst vor bevorstehenden Team-Apéros, Weihnachts-Gelage und verführerischen Guetzli-Teller schützen möchten, haben unsere lieben Freunde am Kochen (neu operierend unter dem Namen My Coach) ein paar hilfreiche Tipps für die Weihnachtszeit zusammengestellt.

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Weihnachtszeit ist die Zeit der vielen Festessen und Apéros. Geschäftsessen, Familienfeier, Team-Apéro, Chlausen-Apéro, Sylvesterparty. Nicht zuletzt trudeln im Geschäft noch die ganzen Weihnachtsgeschenke ein, so stehen bei der Kaffeemaschine stets Kuchen, Kekse und Schokolade bereit. Und wo man hinkommt dieser Tage, Süssigkeiten und Snacks sind omnipräsent. Kommt dir das bekannt vor? Nicht ganz einfach, in dieser Zeit seinen Vorsätzen treu zu bleiben.

Gesund und fit durch die Weihnachtszeit, das ist das Thema unseres Monatsspecials im Dezember.

1. Setze deinen Fokus für die Weihnachtszeit neu: nicht das Essen, sondern die gemeinsame Zeit mit Freunden und Familie ist das, was zählt und glücklich macht! Freue dich auf die feierliche Stimmung, die schön geschmückten Tische, den Weihnachtsbaum, und vor allem: auf die besinnliche, lustige, bereichernde Zeit mit Familie und Freunden! Mache dir Gedanken, was du während den Feiertagen gemeinsam mit deinen Liebsten unternehmen möchtest. Plane auch Aktivitäten draussen wie spazieren gehen, schlittschuhlaufen oder schlitteln ein.

2. Halte dich an deinen Menüplan. Das Frühstück auszulassen um Abends mehr essen zu können, ist keine gute Idee. Mit Heisshunger stürzen wir uns auf alles und essen dann insgesamt weit mehr, als wenn wir uns an die regelmässigen Essenszeiten halten.

3. Im Office stehen täglich Süssigkeiten herum? Setze dir ein klares Limit: 3 kleine Süssigkeiten pro Woche oder 1 Nachtisch sind erlaubt. Sonst kann es helfen, ein paar gesunde Snacks dabei zu haben: rohes Gemüse, eine Frucht, ein paar Nüsse.

4. Plane als Ausgleich mehr Bewegungseinheiten ein, idealerweise an der frischen Luft.

5. Ein klares Limit auch für Getränke und Alkohol: halte dich an Wasser oder Sprudelwasser mit Zitrone, Orange, Kräutern. Beim Wein max. 1 Glas pro Festessen / Apero. Mach dir doch deinen eigenen gesunden, alkoholfreien Punsch (süssen mit Stevia), Gewürztees haben keine Kalorien, oder heisser, frischer Ingwertee mit etwas Zitrone schmeckt auch sehr gut und wärmt.

Vorbereitung & klare Limits, die du vorgängig mit dir selber ausmachst, sind alles!
Gehe nie hungrig an die Party: esse vorher einen gesunden Snack, z.B.

– kleines Vollkorn- oder Knäckebrot-Brötchen mit Kresse und Frischkäse
– eine Portion Gemüsesticks mit 2 EL Magerquark-Curry-Dip
– ein gekochtes Ei mit Bündnerfleisch und Cocktailtomätchen, oder
– 1/2 Avocado mit Tomaten und Curry-Salz

Deinen gesunden Snack kannst du auch ins Office mitnehmen und ca. 45 Min. vor dem Apéro essen.

Am Event: Was trinken?
Trinke 2 Gläser ungesüssten Tee oder Wasser bevor du hingehst

Mache mit dir ganz klar aus: 1 Glas Wein /Prosecco ist erlaubt, sonst einfach Wasser / Sprudelwasser mit Zitrone.

Am Event: Was essen?
Beim Apéro kannst du dich zurück halten, du bist ja nicht hungrig, da du vorher schon deinen gesunden Snack gegessen hast. Suppen, Gemüsesticks oder Trockenfleisch sind die beste Wahl.

Beim Hauptgang konzentrierst du dich auf Gemüse, Salate und gesunde Proteine (Fisch, helles Fleisch, Ei). Halte dich bei Brot, Saucen und Sättigungsbeilagen zurück. Dazwischen immer viel Wasser trinken.

Beim Dessert gilt das Limit von 1 Dessert pro Woche oder 2 – 3 kleine Süssigkeiten pro Woche, diese Joker kannst du einsetzen wie du magst.

Konzentriere dich auf die Gespräche und sehe den Hauptzweck nicht im Essen und Trinken – mache das zum Mantra für den Abend!

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Hier geht es zur Adventschallenge von My Coach.

HEALTHY FRIDAY // FOOD: Süsskartoffel Toast

Einführungstext: Petra Müller, Gründerin von FOOD MOVEMENT
Rezept: Barbara Jacops von
les petites pestes


Barbara habe ich auf Instagram entdeckt. Ich mag ihren erfrischenden und verspielten Stil sehr. Auf ihrer Website les petites pestes findet man nebst leckeren, einfachen Rezepten auch Tipps für Städtereisen sowie ausgewählte Shopping-, Lifestyle- und Architektur-Trouvaillen.

Mir gefällt, dass Barbara macht, wie sie es gut findet. Sie fotografiert zum Beispiel alles mit ihrem Smartphone statt mit einer Profi-Kamera, versorgt ihre Beiträge in sympathischen Kategorien wie to make, to bake, to breakfast, to drink, to shake, to shop, to travel.

Obwohl Barbara zu meinem grossen Erstaunen auf Instagram (bisher) noch nicht Tausende von Followern hat, ist sie doch einer meiner absoluten Favoriten und die erste Adresse für, wenn ich einen Städtetrip planen sollte. Denn ihre Cityguides stecken voller Geheimtipps.

Barbara ist Architektin und lebt und arbeitet in Antwerpen, Belgien.

Es freut mich sehr, dass wir euch heute die Süsskartoffel Toasts von Barbara zeigen dürfen – und zwar erst im Original auf englisch, aber auch ins Deutsche übersetzt. Here she comes:

Sweet Potato Toast and Toppings

What you need:
Sweet potatoes – depending on your hunger, you can always freeze some toasts and all sorts of toppings.

What to do:
This could not be any easier!
Peel and slice your sweet potato lengthwise.
You could use a mandoline but the slices will be too thin and crunchy. When you give your sweet potato a bit of thickness, you get this marshmallow-y flavor.
Place the slices in the toaster. Depending on your toaster, you might want to retoast them a few times…let’s say 3 x until golden and soft. Or pop them under the grill.
The topping is all up to you…

But here are some ideas:
– Grilled broccolini, almond butter drizzle, toasted almond flakes
– Smashed avocado with chilli spiked olive oil, pickled radishes, cucumber & lime juice
– Labneh, blueberrie jam, seasalt and olive oil
– Fuji apple tossed in lemon, honey, alfalfa sprouts, sesame seeds, pepita-sunflower seed butter
– Any nut or seed butter with bananas with some lavender sprinkles
– Strawberries slices on top of smashed avocado and a dollop of almond butter
– Toasted nuts and seeds (maybe in mirin and tamari) on a creamy base like avocado, hummus or babaganoush
– A chickpea, lemon & chilli hummus, radishes & sesame seeds, olive oil drizzle
– Babaganoush, cilantro, toasted sesame seeds
– Sliced avocado, sea salt, chilli flakes and drizzled in salted almond butter
– Aioli topped with cherry tomatoes, hemp seeds
– Cashew butter, figs and maple syrup
– Avocado, lemon juice, watermelon radish, scallion, parsley, pickled mustard seeds, chilli, sea salt, olive oil
– Avocado and crumbled feta or halloumi
– A creamy cashew cheese with nuts

I could go on and on…
But just to show you how versatile you can make your toast

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Was du brauchst:
Süsskartoffeln – abhängig von deinem Hunger. Du kannst übrig gebliebene Toast und auch die Toppings einfach einfrieren.

Was machen:
Es könnte nicht einfacher sein_
Schäle die Süsskartoffel(n) und schneide sie der Länge nach.
Du könntest eine Mandoline benutzen, aber dann werden sie zu dünn und knusprig. Wenn du die Süsskartoffeln in einer gewissen Dicke schneidest, führt das zu diesem Marshmallow-ähnlichen Geschmack.
Toaste die Süsskartoffelscheiben im Toaster. Je nach Gerät musst du sie mehrmals drehen und toasten…sagen wir 3 x, bis sie goldig und weich sind. Oder aber du legst sie unter den Grill.
Der Belag ist deine Sache…

Aber hier sind ein paar Ideen:
– Gegrillte Broccolini, Mandelbutter Drizzle, geröstete Mandelscheibchen
– Zerdrückte Avocado mit Chili-Olivenöl, sauer eingelegten Radieschen, Gurke, Limettensaft
– Labneh, Heidelbeer-Konfitüre, Meersalz und Olivenöl
– Fuji Apfel mit Zitronensaft, Honig, Alfaalfa Sprossen, Sesamsamen, Kürbis-Sonnenblumen-Mus
– Irgend ein Nuss- oder Samen-Mus mit Bananen und Lavendelblüten
– Gescheibelte Erdbeeren auf zerdrückter Avocado und etwas Mandelmus
– Geröstete Nüsse und Samen (z.B. in Mirin und Tamari) auf einer cremigen Masse von Avocado, Hummus oder Babaganoush
– Kichererbsen-Zitronen-Chili-Hummus, Radieschen & Sesamsamen, Olivenöl
– Babaganoush, frischer Koriander, geröstete Sesamsamen
– Avocadoscheiben, Meersalz, Chiliflocken & gesalzenes Mandelmus
– Aioli mit Cherrytomaten und Hanfsamen
– Cashewmus, Feigen und Ahornsirup
– Avocado, Zitronensaft, Wassermelonenrettich, Frühlingszwiebeln, eingelegte Senfsamen, Chili, Meersalz und Olivenöl
– Avocado und zerkrümelter Feta oder Halloumi
– Cremiger Cashew Käse mit Nüssen

Ich könnte noch lange so weitermachen…
Aber ich möchte dir so bloss aufzeigen, wie abwechslungsreich so ein Toast belegt werden kann.

Wer mehr über Barbara erfahren möchte:
Auf HBFIT findet ihr einen Beitrag über sie.

Selbstgespräch: Kochimprovisation

Text & Foto: Petra Müller, Gründerin FOOD MOVEMENT

In einer neuen, losen Serie zeige ich euch exklusiven Eintritt in meine Gedanken. Natürlich geht es meistens ums Essen, ums Kochen oder um Ernährungsfragen. Aber auch um meinen Umgang mit meiner unheilbaren Krankheit und meine Gedanken zu neuen Trends.

Heute erzähle ich euch, was in meinem Kopf vorging, als ich heute mein Mittagessen kochte. Aber die Geschichte beginnt schon am Vorabend.

Ich bin auf dem Heimweg von Bern nach Thun und befinde mich bereits am Bahnhof.

Mir fällt ein, dass ja gar kein Gemüse mehr zuhause hat für mein Mittagessen morgen. Dann besorge ich besser heute noch etwas, sonst muss ich schon am Morgen raus in die Kälte. Es reicht wohl gerade noch, der Zug fährt erst in 10 Minuten. Ich also rein in den Laden. Ich scanne das Regal mit den Bio-Gemüsen. Ausser Rüebli und Pastinaken finde ich kein Schweizer Produkt. Also rüber zum konventionell angebauten Gemüse. Rosenkohl! Aus der Region. Perfekt. Mir geht noch durch den Kopf, dass ich die Kombination Rosenkohl und Marroni sehr mag. Ich weiss: Es hat noch Marroni im Kühlfach.

Zuhause angekommen, habe ich die Mittagessen-Pläne schon wieder vergessen und weiche kurz vor dem Ins-Bett-gehen schwarze Bohnen in einer Schale mit Wasser ein.

Nächster Tag. Nach dem Frühstück denke ich tatsächlich daran, dass ich ein paar Marroni auftauen möchte. Ich bin ganz stolz, dass ich es nicht vergessen habe. Gegen 11.45 Uhr braut sich ein Hüngerchen zusammen. Während dem Arbeiten am Compi schweife ich immer wieder kurz ab und denke darüber nach, was ich kochen könnte. Rosenkohl und Marroni sind gesetzt. Aber: Schwarze Bohnen dazu? Das kann ich mir gar nicht vorstellen. Quinoa? Den mag ich lieber, wenn er eingeweicht ist. Also Hirse.

Ich setze eine Handvoll Hirse auf und lasse sie köcheln. Schnell eine kleine Zwiebel gehackt, den Rosenkohl geputzt und halbiert, dann Zwiebeln in etwas Kokosöl anbraten, Rosenkohl dazu. Nach ein paar Minuten gebe ich die aufgetauten Marroni zum Rosenkohl, etwas heisses Wasser dazu, salzen und pfeffern. Im Kühlschrank liegen noch 3 Blätter Palmkohl und schauen mich traurig an. Die kommen auch mit rein, aber erst am Schluss. Dann lasse die Chose zugedeckt köcheln.

In meinem inneren Auge stelle ich mir den fertigen Teller vor: Helle Hirse mit grünem Rosenkohl und braunen Marroni. Das könnte ich farblich wie geschmacklich aufpeppen. Der Vitamix steht noch da von der Macadamiamilch, die ich mir heute morgen gemacht habe. Eine Crème! Also die Hirse pürieren? Das dünkt mich etwas langweilig. Ich finde noch Resten von gelben Linsen und gekochte Randen im Kühlschrank. Zusammen mit der Hirse gibt das eine wunderschöne, rote Crème. Aber die braucht noch Pfiff. Was würde Moreno, der Koch vom Restaurant las alps machen? (ich arbeite 2 Tage die Woche im Alpinen Museum in Bern, dem das las alps angehört). Morenos Essen kann ich aus gesundheitlichen Gründen meistens nicht essen, ich bewundere aber seine ungewöhnlichen Kombinationen. Gestern hat er ein Zimtrisotto gekocht. Vielleicht Zimt in die Crème? Das passt noch nicht ganz, aber ein anderes, wärmendes Gewürz wäre fein: Kardamom.

So kommt es also, dass ich am Ende eine mit Kardamom gewürzte Hirse-Linsen-Randen-Crème mit Rosenkohl & Marroni esse, dekoriert mit ein paar Granatapfelkernen. Das könnte aussehen wie ein von langer Hand geplantes Rezept. Ist es aber nicht. Das ist typische Improvisationsküche à la Petra. Nicht immer kommt es gut. Aber heute war es wiederholungswürdig lecker.

PS: Die schwarzen Bohnen gibt es zum Znacht mit Flower Sprouts und Süsskartoffeln.