Einladung zum HEALTHY FRIDAY-Picknick: 11. August 2017

Damit der HEALTHY FRIDAY auch gemeinsam im echten Leben stattfindet, organisieren wir zum zweiten Mal ein HEALTHY FRIDAY-Picknick zum Gedankenaustausch und Essen.

Freitag, den 11. August 2017
von 11.30 – 15 Uhr
am Platzspitz in Zürich (beim Pavillon)

Wer etwas zu essen mitbringen mag: Sehr gerne!
So können wir untereinander probieren, was ihr in euren Tupperwares und Schüsseln alles mitbringt.

Es besteht KEIN Essen-Mitbring-Zwang. Ihr dürft gerne auch mit einem Falafel oder eurem persönlichen Zmittag für nur euch selbst auftauchen.

Getränke möge jede und jeder selbst mitbringen.

Der Platzspitz befindet sich hinter dem Landesmuseum in unmittelbarer Nähe des Hautpbahnhofes Zürich. (Plan: Das grüne Dreieck zwischen Limmat und Sihl)

Wir freuen uns über alle, die kommen möchten & sind gespannt, wer alles auftauchen wird.
Ich bin von 11.30 – 15 Uhr anwesend.

Bringt gerne jemanden mit – alle sind willkommen!

Herzlich,
Petra

HEALTHY FRIDAY // FOOD: Latte Macchiato Porridge

Text & Rezept: Stefanie Reeb, wellcuisine
Foto: Thomas Leininger @ wellcuisine

Ich wurde quasi mit Porridge aufgezogen und habe es meine ganze Kindheit und Jugend hindurch gegessen. Meine Mutter isst es heute, mit fast 70, noch jeden Morgen und ist dabei sehr fit, immer noch berufstätig als Physioterapeutin und damit für mich der lebende Beweis, dass Porridge einfach gut für uns ist.

Es ist ja auch kein Zufall, dass so viele Völker über viele Jahrhunderte hinweg täglich Porridge gegessen haben. Porridge macht nämlich schön, gesund und gelassen. Das liegt an seinen besonderen Vitalstoffen. Biotin und Zink sorgen für volles, schönes Haar, gesunde Haut und feste Nägel. Sein Silicium-Gehalt strafft das Bindegewebe und schützt vor Cellulitis. Seine B-Vitamine stärken die Nerven und verbessern die Laune. Und seine Ballaststoffe sorgen für eine gute Verdauung und ein gesundes Magen-Darm-System – und das wiederum beruhigt die Nerven und stärkt das Immunsystem.

Ich weiß, dass man viele Menschen mit Porridge jagen kann (zu schleimig, zu breiig …), aber ich bin guter Dinge, dass mein Latte Macchiato-Porridge einige von ihnen bekehren kann. Wenn Du Porridge magst und Kaffeefan bist, ist das wohl ein Frühstück, auf das du dich morgens im Bett schon freuen wirst. Ich glaube ja fest daran, dass der Morgen den Ton für den Rest des Tages setzt. Deshalb ist jeder angenehme Gedanke, jedes genüssliche Ritual und jedes besonders leckere Frühstück einfach so – RICHTIG. Darauf eine Schüssel Porridge!

Zutaten für 2 Personen
80 g Haferflocken, Feinblatt
400 ml ungesüßte Hafermilch (alternativ: Mandelmilch)
1 TL Zimt
1/4 TL Salz
1 frisch gebrühter Espresso
2 TL Kokosblütenzucker

Zum Bestreuen: Granola, geröstete und gehackte Haselnüsse oder Bananenstücke

Zubereitung
Die Haferflocken und 300 ml der Hafermilch in einen Topf geben und zum Kochen bringen. Zimt und Salz hinzufügen, die Hitze reduzieren und unter Rühren ca. 2 Minuten andicken lassen.

Die restlichen 100 ml Hafermilch in einem separaten Topf erhitzen und mit einem Milchschäumer aufschäumen. Den Espresso brühen.

Das Porridge auf zwei Schüsseln aufteilen, mit Espresso übergießen und leicht unterrühren. Mit geschäumter Milch, je einem Teelöffel Kokosblütenzucker und Granola (oder einer der anderen Alternativen) anrichten und heiß servieren.

Zeitaufwand:
ca. 15 Minuten

Danke für das schöne Rezept, liebe Stefanie ♥

 

Theresa: Reizdarm-Syndrom

Text & Foto: Theresa Stemick, FabeNu

Mit der FODMAP-Diät endlich wieder zurück zu Wohlbefinden bei Nahrungsmittelunverträglichkeiten

Hallo, ich bin Theresa und habe nach vielen Jahren den richtigen Weg für mich gefunden, um mit Nahrungsmittelunverträglichkeiten wieder relativ beschwerdefrei zu leben. Wie du dir vielleicht vorstellen kannst, war das mit vielen Aufs und Abs verbunden, die sowohl meinen Körper gesundheitlich als auch seelisch belastet haben. Von meiner Geschichte und was ich dadurch alles gelernt habe, möchte ich dir gerne mehr erzählen.

Vor mehr als 9 Jahren hatte ich auf einmal immer wiederkehrende Bauchschmerzen und Unwohlsein. Diese liessen sich an nichts Bestimmtem festmachen. Nach verschiedensten Arztbesuchen und etlichen Untersuchungen wurde eine Fructose-Intoleranz (Fruchtzucker-Unverträglichkeit) diagnostiziert. Mit dieser Diagnose war ich zunächst etwas verunsichert. Was sollte ich denn nun tun? Ich hatte ein paar Tage später ein Gespräch mit einer Ernährungsberaterin. Sie gab mir Lebensmittellisten mit Fructose-Gehalt an die Hand, damit ich einen Anhaltspunkt hatte. Allerdings betonte sie dennoch: „Die Toleranzmenge ist bei jedem anders, probieren Sie es für sich aus.“

Damals war das Thema komplett neu für mich. Ich habe mir dann erstmal ein paar Bücher mit Rezepten, die fructosearm sind, gekauft. So fand ich die ersten Anhaltspunkte, was ich kochen könnte. Dementsprechend stellte ich meine Essgewohnheiten um, so dass ich zunächst nur noch wenig Fructose zu mir nahm. Bald ging es mir erstmal wieder etwas besser.

Das Thema Gesundheit und im Besonderen Ernährung hat mich über die Zeit richtig in seinen Bann gezogen. Vor ca. 3 Jahren entschiede ich mich darum für eine Weiterbildung in diesem Bereich. Mein Wunsch war es, mir fundiertes Wissen anzueignen, um dieses irgendwann an andere Betroffene weiterzugeben. Dabei hat mich die ganzheitliche Sichtweise und das Naturheilverfahren am meisten angezogen. So absolvierte ich die Fernausbildung als Fachberaterin für holistische Gesundheit.

Mit all dem neuen Wissen und den Informationen ging es bei mir noch intensiver in eine Ernährungsumstellung, die so natürlich und gesund wie möglich sein sollte. Dadurch dass ich mich mehr mit gesunder Nahrung beschäftigte, stellte ich zudem fest, dass in industriell verarbeiteten Produkten leider oft Unverträgliches versteckt ist.

Letzten Winter hatte ich auf einmal wieder verstärkt Bauchbeschwerden und keine plausible Erklärung dafür. Ein erneuter Suchprozess nach dem Übeltäter ging los. Meine Befürchtung ging in Richtung Darmfehlbesiedlung oder einer weiteren Intoleranz wie eine Glutenunverträglichkeit oder Laktose-Intoleranz. So liess ich beides untersuchen, aber es konnte nichts konkret nachgewiesen werden. Am Ende stand von zahlreichen Untersuchungen die Diagnose: Reizdarm-Syndrom.

Meine Ärztin hatte von der FODMAP-Diät gehört und dass diese ReizdarmBetroffenen oft helfen würde. Sie gab mir dazu ein paar generelle ausgedruckte Kurzinformationen mit. Das brachte mich dann dazu, mir entsprechende Infos im Internet anzulesen. Ich besorgte mir zudem mehrere Bücher mit Hintergrundinfos und Rezept-Vorschlägen. Ebenfalls empfahl sie mir, weniger Stress zuzulassen. Das ist ja leichter gesagt als getan. Dennoch setzte ich mich dadurch mehr mit Yoga und Meditation auseinander. Diese beiden Möglichkeiten interessierten mich sowieso schon seit Längerem. Dabei stellte ich fest, dass dies tatsächlich Auswirkungen auf mein allgemeines Wohlbefinden hat.

Ich beschäftigte mich mit der FODMAP-Diät, die eine Ernährungsweise für Menschen mit Reizdarmbeschwerden ist. Sie wurde insbesondere zur Behandlung und Reduzierung der Verdauungsbeschwerden entwickelt. Sie basiert auf der Grundlage, dass bestimmte Kohlenhydrate in der Nahrung bei Menschen mit sensiblem Darm Symptome verursachen können. Wenn diese dann über einen bestimmten Zeitraum vermieden werden, führt dies zu einer Verringerung der Verdauungsbeschwerden. Das klang beinahe zu schön, um wahr zu sein.

Ich setzte mich intensiv mit der FODMAP-Diät auseinander, um herauszufinden, wie ich diese für mich umsetzen kann. Bei dem Ernährungskonzept werden die Lebensmittel in gut verdaulich, sprich FODMAP-arm und schlecht verdaulich, genannt FODMAP-reich unterteilt. Dafür steht das Wort: FODMAP als Acronym. Es setzt sich zusammen aus den Anfangsbuchstaben: fermentierbare Oligosaccharide, Disaccharide, Monosaccharide and Polyole. Diese sind z.B. reichlich in Weizen, Hülsenfrüchten, einigen Gemüse wie Zwiebeln und Pilzen, Milchprodukten mit viel Laktose und fructosereichem Obst wie Äpfeln enthalten.

FODMAP-arme Lebensmittel dagegen sind viele Gemüse: Karotten, Spinat, Fenchel, Salat, Gurken und fructosearmes Obst wie Erdbeere, Papaya sowie Mandarine. Zudem sind glutenfreies Getreide/Pseudogetreide geeignet: Hirse, Quinoa, Reis und Buchweizen. Ebenso können laktosearme Milchprodukte wie Hartkäse oder laktosefreie Milchprodukte gegessen werden. Proteinreiche Lebensmittel sind Eier, Fleisch und Fisch in unverarbeiteter Form. Also auch jede Menge Lebensmittel, die zunächst bei einer FODMAP-reduzierten Ernährung verzehrt werden können.

Dazu gibt es Listen im Internet und eine ganz hilfreiche App von der Monash-University, die auch Entwickler der FODMAP-Diät sind. Da ich mich ja bereits viel mit Ernährung an sich auseinander setze, wollte ich die Ernährungsumstellung für mich alleine vornehmen. Obwohl sonst viel dazu geraten wird, dies mit einem entsprechenden Ernährungsberater zusammen zu tun.

Mit all diesen Infos ausgestattet analysierte ich meine Ernährung anhand meines Ernährungstagebuchs und schaute, wo ich entsprechende Anpassungen vornehmen konnte. So suchte ich die Gemüsesorten heraus, die als gut verträglich gelten und entsprechende Rezepte oder Ideen, wie ich diese zubereiten kann. Zudem soll Gluten anfangs vermieden werden, was für mich in Bezug auf Brot eine Umstellung war. Denn ich habe zwar schon vorher auf Weizenmehl-Produkte verzichtet und diese durch Dinkelmehl ersetzt. Und ohne Gluten, dass heisst dann wirklich selber backen. Aber auch da habe ich mittlerweile wunderbare Rezepte und auch Backmischungen entdeckt, die glutenfrei sind. Generell esse ich zudem insgesamt weniger Getreide, was sich bei mir sehr positiv auswirkt.

Die 1. Phase der FODMAP-Diät ist eine relativ strikte Diät, in der alle FODMAP-reichen Lebensmittel vermieden werden. Es wird geraten, diese für 6 – 8 Wochen einzuhalten, damit sich der Darm erholen kann und die Beschwerden zurückgehen können. Anfangs waren die App und meine selbst erstellte Liste mein ständiger Begleiter, um zwischendurch immer mal nachzuschauen. Nachdem ich dann einiges an Rezepten für mich gefunden habe, ist es mir immer leichter gefallen. Und der Verzicht auf meine heissgeliebten Avocados wurde erträglicher. Als es mir zudem auch immer besser ging und ich endlich keine Bauchbeschwerden oder nur noch selten welche hatte, war ich echt begeistert. Und sagte mir: Lieber mal eine gewisse Zeit verzichten, wenn es mir dann endlich wieder besser geht.

Anschliessend folgt die zweite Phase, in der es darum geht, die eigene Toleranzschwelle zu ermitteln. Anfangs habe ich zunächst die Nahrungsmittel ausprobiert, die mir am meisten gefehlt haben, z.B. Dinkelbrot oder Avocado. Diese habe ich dann ganz langsam wieder eingeführt, um bestmöglich herauszufinden, was mir in welcher Menge gut bekommt. Dazu führte ich mein Ernährungstagebuch weiter, um Auffälliges entsprechend festzustellen.

Mit der Zeit bin ich aber wieder deutlich experimentierfreudiger geworden und habe mich mehr und mehr an neue Gerichte und auch an die Wiedereinführung von FODMAP-reichen Lebensmitteln gewagt. Dies war mir sehr wichtig, denn insbesondere wenn ich unterwegs bin, ist es viel einfacher, wenn ich eine grössere Auswahl an Verträglichem habe. Und zudem soll die Ernährung auf Dauer nicht zu einseitig sein. Ich weiss nun einige Sachen, die mir nach wie vor gar nicht bekommen, wie z.B. Zwiebeln, und ich vermeide diese komplett.

Da ich im Alltag wenig Zeit und Lust habe, aufwendige Gerichte zu kochen, schaue ich, dass ich mir mit wenigen Zutaten Einfaches und Gesundes zubereite. Es besteht oft aus viel gedünstetem Gemüse mit Hirse oder Quinoa und Kräutern für mittags und abends manchmal mit Fisch, Ei oder ab und zu Fleisch. Wenn ich dann am Wochenende mal mehr Zeit habe, lasse ich mich von tollen Rezepten von Foodblogs, z.B. kochtrotz.de inspirieren und verbringe auch mal mehr Zeit damit, etwas Neues auszuprobieren.

Wenn Du auch von Nahrungsmittelunverträglichkeiten betroffen bist, empfehle ich dir, dich mit dem Thema weiter auseinander zu setzen. Dazu gibt es heutzutage viele Möglichkeiten und mittlerweile auch Infos, dass du ein besseres Verständnis für dich erhältst und herausfinden kannst, was dir am besten helfen kann. Für weitere Tipps zu Nahrungsmittelunverträglichkeiten und der FODMAP-Ernährung kannst Du gerne auf meiner Webseite Fabenu vorbeischauen.

 

HEALTHY FRIDAY // FOOD: Lamm-Souvlaki-Spiess mit Tzaziki

Rezept & Foto: Freunde am Kochen

Zutaten für 2 Personen
1 EL Olivenöl
1⁄2 Zitrone, Saft, zweite Hälfte in Schnitzen
1 Knoblauchzehe,gepresst
Frischer Thymian, fein gehackt
Oregano, getrocknet
Paprikapulver
Salz & Pfeffer
200 g Lammnierstück oder Lammfilet, in Würfel geschnitten
1⁄4 Gurke, geraspelt
180 g griechischer Joghurt
1 kl. Knoblauchzehe, gepresst
1 EL Zitronensaft
1 rote Peperoni
1 rote Zwiebel
Holzspiesse

Zubereitung
Olivenöl, Zitronensaft, Knoblauch, Gewürze, Salz & Pfeffer in einer Schüssel gut verrühren.
Die Lammwürfel in die Marinade geben und ziehen lassen. Mind. 15 Min., idealerweise einige Stunden oder über Nacht.

Für das Tzaziki die geraspelte Gurke etwas salzen, ca. 10 Min. in einem Sieb abtropfen lassen. Gurke mit sauberen Händen noch etwas auspressen. Dann in einem Schüsselchen mit Joghurt, Knoblauch, Zitronensaft, Salz und Pfeffer mischen.

Peperoni und Zwiebel in mundgerechte Stücke schneiden. Lammwürfel, Peperoni und Zwiebel abwechslungsweise auf einen Holzspiess aufziehen.

Auf dem Grill oder in der Bratpfanne/Grillpfanne von allen Seiten braten, bis der gewünschte Gargrad erreicht ist.

HEALTHY FRIDAY // FOOD (for thought): Karma à la carte

Text: Mike Mandl, Wien
Einführungstext: Petra Müller

Im Mai war ich vier Tage in Wien. Es war wunderbar, ich liebe diese Stadt. Noch in der vorfreudigen Reiseplanphase habe ich mit Mike Mandl Kontakt aufgenommen. Wir „kennen“ uns zwar schon seit ein paar Jahren, aber wir sind uns noch nie persönlich begegnet. Am ersten Tag meines Aufenthaltes habe ich mich mit Mike in der lebendigen Mariahilfer Strasse in einem Café getroffen. Diesen Ort hatte Mike vorgeschlagen, denn er arbeitet um die Ecke an der International Academy for hara shiatsu.

Es folgte ein zweistündiges Gespräch über Gesundheit, Krankheit, Ernährung, Kochen, Zutaten, Bewegung und Shiatsu, aber auch über unsere gemeinsame (bei mir ehemalige) Leidenschaft fürs Klettern, Bergsteigen, das von ihm begründete, supertolle Klettermagazin Climax (wo er seit kurzem nicht mehr dabei ist) mein Bergbüro und natürlich Wien.

Es war mir ein grosses Vergnügen, so viele meiner persönlichen Interessen mit diesem spannenden und neugierigen Menschen auszutauschen. Der österreichische Charme drückte sichtbar durch. Irgendwie fühle ich mich als (wenn auch seconda) Schweizerin mit anderen Bewohnern eines Alpenlandes mit speziellem Dialekt verbunden.

Umso mehr freut es mich, dass wir euch heute wieder einen von Mikes zum Denken anregenden Texte zeigen dürfen. So bequem sie sich lesen lassen, so unbequem können sie (je nachdem) nachwirken. Food for thought eben.

Lieber Mike, es ist uns ein Fest, dich im Boot zu haben!

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Karma à la carte

Hand auf’s Herz: Wie schmeckt dir dein Leben? Ist es ein exquisites Menü mit mannigfaltigen Gaumenfreuden? Eine abenteuerliche Reise durch aufregende Geschmackswelten? Oder ein wenig abwechslungsreicher Einheitsbrei, der zwar nährt, aber nicht wirklich satt macht? Stellst du dich bei der immer währenden Drängelei am großen Buffet des Alltags lieber hinten an? Wartest du müde auf das, was serviert wird? Oder nimmst du sicherheitshalber gleich die doppelte Portion, egal von was, weil sie die latente Angst plagt, nie genug zu bekommen? Herzlich willkommen. Das Restaurant des Daseins hat geöffnet. 24 Stunden am Tag, ein Leben lang. Was und wie du isst, liegt allein in deiner Hand. Was und wie du lebst, liegt allein in deiner Hand.

Gesundheit, Vitalität, glückliche Beziehungen und eine hervorragende Lebensqualität sind kein Zufall.

Gesundheit, Vitalität, glückliche Beziehungen und eine hervorragende Lebensqualität sind kein Zufall. Vielmehr sind sie das Resultat unseres eigenen Tuns, unserer Entscheidungen, unserer Ausrichtung. Im asiatischen Raum wird diesbezüglich gerne der Begriff Karma ins Spiel gebracht. Jede Ursache hat eine Wirkung. Jede Wirkung hat eine Ursache.  Jede Handlung – materiell wie geistig – hat eine dementsprechende Folge auf unser Leben. In der Karma-Philosophie wird davon ausgegangen, dass die von uns in Bezug auf überraschende Ereignisse verwendeten Begriffe wie „Glück“ und „Zufall“ nur Bezeichnungen für Zusammenhänge sind, deren Gesetzmäßigkeit wir noch nicht durchschaut haben. Das mag stimmen. Oder auch nicht. Fest steht jedoch: Unsere Ernährung hat eine große Wirkung auf unseren Organismus, viel größer, als gemeinhin angenommen.

In Bezug auf unser Essverhalten stehen meist jedoch nur zwei Aspekte im Vordergrund: Der Aspekt der körperlichen Gesundheit. Und der Aspekt des Genusses. Zu beiden Richtungen gibt es Tonnen von Büchern, Millionen von Meinungen und Unsummen von Rezepten. Viel weniger Aufmerksamkeit bekommt der Einfluss der Nahrung auf unseren Gemütszustand und das, obwohl die Weltgesundheitsorganisation bereits 1948 in den Raum stellte, dass Gesundheit weit mehr ist als die bloße Abwesenheit von Krankheit, nämlich ein Zustand des „vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlergehens“. Trotzdem gehen wir immer noch davon aus, dass Gesundheit hauptsächlich dann gegeben ist, wenn alle Organe, Funktionskreise, Hormone und Konsorten möglichst reibungsfrei ihre Funktionen erfüllen. Dementsprechend funktionell ist die Annäherung an die Ernährung. Es geht um Kohlenhydrate, Nährwerte, Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und andere Bausteine, die wir in der richtigen Zusammensetzung zu uns nehmen sollen, um eine optimale Versorgung des Körpers zu gewährleisten. Es geht um Listen, Tabellen, Standarddiäten und die neuesten Forschungsergebnisse, die solange zur Religion erhoben werden, bis sie von den neuesten Forschungsergebnissen abgelöst werden.

Dieser Ansatz hat unbestritten seine Berechtigung. Nur: Er betrachtet das Thema Ernährung aus einer doch etwas eingeschränkten Perspektive. Warum kämpfen wir im Zeitalter 2.0 mit einer Überversorgung des Körpers und mit einer Unterversorgung der Seele? Die Seele? Ob du nun daran glaubst oder nicht, ob du lieber vom Wesen, vom Geist oder vom Intellekt sprichst, folgende Tatsachen lassen sich schwer ignorieren: Psychische Anforderungen nehmen rasant zu, geistige und emotionale Überlastung greifen wie die Spanische Grippe anno 1920 um sich, richtige Zufriedenheit wird ein immer selteneres Gut. Die Viren des 21. Jahrhunderts sind Ruhelosigkeit, Angespanntheit, Konzentrationsprobleme, Reizbarkeit, Unsicherheit, abnehmende Lebensfreude, Interesselosigkeit, fehlende Beteiligung, Masslosigkeit, Distanzlosigkeit, Apathie, Unruhe und Stress. Und das trotz einer Myriade an Nahrungsergänzungsmitteln, Vitaminbombern, Stoffwechselankurblern, Detoxdiäten, Supersmoothies und anderen innovativen Produktentwicklungen, die in Bezug auf die Gesundheit vor allem eines erkannt haben: Einen gigantischen Markt.

Mit Hilfe unserer Ernährung können wir an einem solchen Weg basteln, der uns weit über das physische Wohlbefinden hinausführt.

Natürlich: Wer möchte nicht energiegeladen, positiv und glücklich durch das Leben gehen? Dazu braucht es jedoch einen Weg, der das Ganze sieht und nicht nur die Summe der einzelnen Teile. Mit Hilfe unserer Ernährung können wir an einem solchen Weg basteln, der uns weit über das physische Wohlbefinden hinausführt. Der uns nicht nur körperliche Gesundheit und Vitalität schenkt, sondern auch zu mehr Zufriedenheit, Ruhe, Konzentration, Selbstbestimmung und Selbstverantwortung führt. Der uns hilft, in Bezug auf unsere Bedürfnisse und Wünsche immer mehr à la carte zu wählen, anstatt resigniert auf das Angebot des Tages zurückgreifen zu müssen. Ernährung ist selbstverständlich nicht der einzig mögliche Weg. Aber einer der einfachsten und effektivsten. Weil wir mehrmals täglich essen. Und so mehrmals täglich die Möglichkeit haben, an der Strasse zu arbeiten, auf der unser Leben in die Zukunft rollt.

Energie ist immer ein umstrittener Begriff. Von der Energie von Nahrungsmitteln zu sprechen ist wahrscheinlich noch umstrittener. Dennoch: Alles hat seine spezifische Energie, alles hat seine spezifische Qualität, die wir nicht nur messen und analysieren, sondern auch fühlen können. Ein dickes rohes Steak hat eine andere Energie als ein grüner Blattsalat. Ein Mensch, der sich hauptsächlich von Fleisch ernährt hat eine andere Energie als ein reiner Pflanzenesser.  Das Essen von Mama nährt uns anders als der Burger im Fastfood-Restaurant. Es gibt sie, diese energetische Qualität, auch wenn in der Wissenschaft nur das als wahr angenommen werden kann, was der Kopf versteht. Wir verstehen aber auch mit dem Bauch. Wir verstehen sogar mehr mit dem Bauch. Und wenn es ums Essen geht, wem würdest du mehr vertrauen? Dem Kopf? Oder dem Bauch?

Wenn wir uns der umfassenden Wirkung der zu uns genommenen Lebensmittel bewusstwerden, diese Wirkung gezielt für uns einsetzen, dann werden wir ernten, was wir gesät haben. Und zwar nicht nur auf der körperlichen, sondern auf allen Ebenen des Lebens. Dann bestimmen wir, in welche Richtung wir die Pflastersteine unserer Entwicklung legen. Dann werden wir immer freier zu wählen, dann haben wir unser Karma in Griff, dann sprechen wir von Karma à la carte. In diesem Sinn…

… viel Spaß beim Kochen, viel Spaß beim Leben.

HEALTHY FRIDAY // FOOD: Tamari-Nüsse mit Nori

Rezept, Text & Fotos: Madlen Witzig, cook & more

Zutaten
200 g Mandeln und/oder Cashews
2 EL Tamari (natürlich fermentierte Sojasauce)
1 EL Noriflocken

Zubereitung
Die Nüsse in einer Bratpfanne ohne Fett ca. 10 Min auf kleiner Stufe rösten, bis sie heiss sind. Die Tamari und die Noriflocken darüber geben und die Pfanne mehrmals gut schütteln, damit die Nüsse gleichmässig mit Tamari und Noriflocken bedeckt sind. Herd ausschalten und Nüsse in der Pfanne auf der warmen Herdplatte komplett auskühlen lassen. Zwischendurch die Pfanne wieder schütteln. Weiterlesen

HEALTHY FRIDAY // FOOD: Switchel

Text, Rezept & Fotos: Petra Müller, Freakfood

Ich kann mir gut vorstellen, dass einige gleich die Nase rümpfen, wenn sie lesen, was die Zutaten dieses Superdurstlöschers sind: Apfelessig, Ingwer und Wasser. Apfelessig? Wirklich?

Wie so oft kommt es auch hier auf die Menge an. Ein Schuss Apfelessig, viel Ingwer und kaltes Wasser ergeben das erfrischendste Getränk, das mir je begegnet ist. Der säuerliche Apfelgeschmack erinnert an sehr verdünnten Apfelwein, und die zitronig-scharfe Note des Ingwers rundet den Geschmack mit einem schönen Kick ab. Weiterlesen

Wir verlosen 3 Food Movement-Beutel!

Text & Fotos: Petra Müller

Weil heute Montag ist und weil die Sonne so schön scheint, verlosen wir 3 Food Movement-Beutel!

Dieser tolle Beutel besteht aus recycelter Biobaumwolle und recycelten Plastikflaschen. Er ist natürlich stylish, aber auch von einer festen Qualität für all eure Einkäufe und Streifzüge. Das Logo wurde mit Siebdruck gedruckt in einer sozialen Insitution, die Menschen mit einer Beeinträchtigung beschäftigt. Weiterlesen

HEALTHY FRIDAY // FOOD: Gluten- und getreidefreie Pizza

Text, Rezept & Fotos: Aleksandra, SCD-Blog

Pizza ist vermutlich ein Gericht, das in erster Linie nicht mit „gesundem Essen“ in Verbindung gebracht wird. Die konventionelle Pizza, die du beim Italiener um die Ecke oder am Strassenverkauf bekommst, besteht aus Weizenmehl und das darin enthaltene Gluten wird im Zusammenhang mit Autoimmunkrankheiten kritisch betrachtet.

Auf Gluten verzichtet man auch bei der Speziellen Kohlenhydrat-Diät (kurz SCD), die ich zur Heilung meines Morbus Crohn anwende. Zudem ist bei der SCD jegliches Getreide, so auch Buchweizen, Teff, Hirse, Quinoa oder Amaranth verboten, aus dem manchmal alternative oder glutenfreie Pizzateige hergestellt werden. Davon profitiert der gestörte oder entzündete Darm bei Morbus Crohn, Colitis ulcerosa oder auch bei einer Glutenunverträglichkeit oder dem Reizdarm. Weiterlesen