Kategorie: Interviews

HEALTHY FRIDAY // Interview mit Madlen von cook&more

Interview & Foto: Petra Müller, Geschäftsleitung FOOD MOVEMENT

Madlen Witzig hat schon einige HEALTHY FRIDAY-Rezepte mit uns geteilt, zum Beispiel das  Indische Kitchari (inkl. Ernährungstipps nach 5-Elemente-Ernährung) oder knusprige Tamari-Nüsse mit Nori. Madlen hat eine ganze Palette von Ausbildungen gemacht, die ihre Beratungen und Workshops wertvoll und ausgewogen machen. Sie ist nicht nur Marketingplanerin und Feng Shui Beraterin, sondern auch zertifizierte Ernährungsberaterin in 5-Elemente-Ernährung (TCM) sowie integrative TCM-Ernährung. Madlen macht aber auch Akupressurmassage nach TCM und sie hat  einen 200-Stunden-Ausbildung in Vinyasa Krama Therapeutic Yoga bei Rae Indigo absolviert.

Wir sind nun gespannt auf Madlens Antworten.

Seit wann und weshalb achtest du auf deine Ernährung?
Die Ernährung interessiert mich schon sehr lange und ich habe auf Reisen und Auslandaufenthalten immer gerne Neues ausprobiert und nachgekocht. Kochen ist und war für mich nie ein Muss sondern Entspannung nach einem Arbeitstag.

Seit ich mir jedoch vor ca. 8 Jahren ein Buch zur 5-Elemente-Ernährung gekauft und und mit dem Kochen im Elementezyklus experimentiert habe, liess mich das Thema nicht mehr los und ich habe mich in der 5-Elemente-Ernährung und integrativen TCM-Ernährung ausbilden lassen.

Die TCM-Ernährung finde ich deshalb sehr ansprechend, weil sie sich gut in unseren Tagesablauf integrieren lässt, nichts ausschliesst oder verbietet und bunt, abwechslungsreich und geschmackvoll zusammengestellt ist. Eigentlich entspricht die 5-Elemente-Ernährung einer ganz normalen ausgewogenen Ernährung, von der wir uns leider in den letzten Jahrzehnten ziemlich entfernt haben.

Wie hast du dich davor ernährt?
Viele Leute fragen mich immer wieder „isst Du jetzt immer so?“ Was bedeutet dieses „so“? Ich denke nicht, dass ich mich anders ernähre, als vor meiner Ausbildung. Was ich sicher geändert habe, ist das warme Frühstück, das mir sehr viel besser tut als ein kaltes Joghurt mit Cornflakes und Milch sowie grundsätzlich viele gekochte, warme Mahlzeiten, statt Salat und Birchermüesli. Ich achte auch darauf, nicht zuviele Milchprodukte zu essen, aber ich liebe Käse! Weizen reduziere ich sehr stark, dafür integriere ich viele andere Getreidearten in meine Gerichte.

Welche körperlichen und/oder geistigen Veränderungen stellst du fest, seit du dich anders ernährst?
Wenn ich mich an die Grundsätze der 5-Elemente-Ernährung anlehne und bewusst nach den TCM-Prinzipien koche, fühle ich mich fit und voller Energie, ich habe ein starkes Immunsystem, keine Verdauungsprobleme und ich merke, wie mir die Mahlzeiten neue Energie liefern, statt in ein Müdigkeits-Tief zu fallen.

Kannst du die Philosophie deiner heutigen Ernährung beschreiben?
Die Philosophie der TCM ist grundsätzlich die Wirkung und Temperatur der verschiedenen Nahrungsmittel bezogen auf jeden einzelnen Menschen. Was brauche ich aktuell, was tut mir gut und was sollte ich eventuell für eine Weile oder grundsätzlich eher meiden. Gekochte Mahlzeiten der Rohkost vorziehen, Milchprodukte reduzieren und – aber das hat nichts mit der TCM-Philosophie zu tun! – Süssigkeiten, Junk- und Convenience-Food auf ein Minimales reduzieren!

Gibt es Lebensmittel, die du ganz meidest?
Da ich gerne verschiedene Geschmäcker, Gewürze, Nahrungsmittel etc. ausprobiere, bin ich immer offen für Neues. Es gibt ein paar Dinge, die ich einfach nicht gerne mag und die überlasse ich lieber den Anderen – das sind Innereien, damit kann ich mich einfach nicht anfreunden, obwohl ich die Nose-to-Tail-Bewegung unterstütze, damit Lebensmittel verwertet werden und nicht auf dem Abfall landen. Puddings und Crème-Torten mag ich auch nicht, aber das ist ja nicht weiter schlimm, es gibt genügend andere Desserts, die ich liebe!

Mittlerweile gibt es viele Nahrungsmittel, die ich früher nicht gemocht habe und die ich jetzt sehr gerne esse wie gekochter Fenchel und Lauch, Rosenkohl (nicht mein favorite, aber ich esse ihn!!), Krautstiel und Vermicelles!

Kannst du uns deine Ernährung für einen normalen Tag in etwa beschreiben?
Zum Frühstück esse ich meist einen Porridge von Hafer-/Hirseflocken und Buchweizen. Drin sind Nüsse, Datteln, Leinsamen, Beeren und Saison-Früchte, Kürbis- und Sonnenblumenkerne, etwas Kurkuma, Zimt, Kardamom und Nährhefe, Mandel- oder Sesammus und darüber einen Klecks Naturejoghurt und als Deko einige Cacaosplitter, geschälte Hanfsamen, Kokosflakes und zwischendurch ein paar Granatapfelkerne oder frische Beeren. Mein Porridge hört sich vielleicht nach viel Aufwand an, aber ist ganz einfach und schnell zubereitet – Flocken und Leinsamen über Nacht eingeweicht, dann geht das am Morgen ganz schnell und gibt ein warmes Bauchgefühl!

Was kochst du dir, wenn du fast keine Zeit hast?
Eventuell habe ich noch eine Gemüsesuppe im Gefrierschrank, ein Stück getoastetes Brot dazu, ein Stück Avocado, Rucola, und etwas Hummus. Sonst schnipple ich gerne ein bisschen Gemüse und dünste es in wenig Olivenöl, dazu ein paar Nüsse, ein Ei, Poulet, Tofu oder was der Kühlschrank sonst gerade hergibt. Und ein Getreide dazu wie Reis, Hirse, Quinoa, Polenta oder Couscous.

Was sind deine bevorzugten Getränke?
Ich liebe Kräutertees, am Morgen zuerst eine Tasse heisses Wasser und einen Spritzer Zitrone, einen guten Kaffee und Hahnenwasser.

Zwischendurch kommt meine Liebe zu England zum Vorschein, dann geniesse ich eine Tasse Earl Grey mit Milch, ich mag aber auch sehr gerne ein Glas Rotwein, im Sommer ein kühles Bier, Gin&Tonic oder einen guten Cocktail, ….

Gibt es Lebensmittel, die du so gerne hast, dass du sie ausnahmsweise doch isst?
Ich mag eigentlich fast alles und da ich zum Glück keine Unverträglichkeiten oder Allergien habe, muss ich auch nicht auf verschiedene Nahrungsmittel verzichten.

Wie gehst du mit privaten Einladungen zum Essen um?
Ich bin nicht heikel und freue mich, wenn frisch gekocht wird und das Essen schmeckt.

Wie organisierst du dich in Sachen Ernährung in den Ferien?
Ich versuche, auch in den Ferien ausgewogen zu essen und auf den Ausgleich von viel Gemüse mit Eiweiss, guten Fetten, vielen frischen Nahrungsmitteln und lokalen Produkten zu achten.

Welche KöchInnen, Kochbücher, Blogs oder Magazine inspirieren dich?
Ich mag die Kochbücher von Yotam Ottolenghi, Tibits und Hiltl, Jamie Oliver, Rachel Khoo, etc. etc. Meine Lieblingsblogs sind Green Kitchen Stories, Neuens aus der Küche, Freakfood natürlich (!!), wellcuisine, cookrepublic und gaaanz viele mehr ….

Was tust du in Sachen Bewegung und Entspannung?
Ich radle täglich zur Arbeit, liebe Yoga und gebe selber Yoga-Unterricht, ich jogge und im Sommer schwimme ich im Bad und natürlich in der Aare. Ich gehe gerne Wandern und in den Ferien liebe ich das Tauchen in warmen Gewässern mit vielen Fischen im bunten Korallenriff.

Ganz lieben Dank für dieses Interview, liebe Madlen!

HEALTHY HOLIDAYS // Interview mit Andrina von Wholelicious

Interview: Petra Müller, Initiantin von FOOD MOVEMENT

Liebe Andrina, seit wann und weshalb achtest du auf deine Ernährung?
Yoga half mir, mich mehr mit meinem Körper zu verbinden und die Effekte meines Lebensstils und meiner Essgewohnheiten mehr zu spüren. 2004 haben Hautausschläge, Nahrungsmittelallergien und ein empfindliches Verdauungssystem mich gezwungen, die Verbindung von Nahrung zu meinem körperlichen, geistigen und emotionalen Wohlbefinden intensiv zu erforschen.
Verschiedene Ärzte, westliche und auch aus der alternativen Medizin, gaben mir verschiedene Tipps und konnten mir bis zu einem gewissen Punkt weiterhelfen, aber wirklich helfen konnte mir keiner. Ich musst sehr viel selber erforschen, ausprobieren und kam so in die Heilung.

Wie hast du dich davor ernährt?
Sehr viel Brot, Pasta, Milch und Sojaprodukte. Auch Fertig- und Diätprodukte waren oft auf meinem Teller. Plus habe ich geraucht.

Welche körperlichen und/oder geistigen Veränderungen stellst du fest, seit du dich anders ernährst?
Ich fühle mich allgemein gesünder, jünger und mehr bei mir. Meine Verdauung ist gut und meine Hautausschläge sind ein Thema der Vergangenheit.

Kannst du die Philosophie deiner heutigen Ernährung beschreiben?
Balance und eine 80/20 Regel. Das heisst, ich mache mir keine Verbotslisten. Ich schaue immer wieder, wie mein Körper reagiert und bin offen, dass sich Bedürfnisse und Umstände ändern können. Was vor ein paar Wochen, Monaten oder Jahren gut für mich war, ist heute vielleicht anders und umgekehrt. Nicht dogmatisch einen gewissen Essens- und Lebensstil oder Gesundheitstrend befolgen, sondern ehrlich sein und fragen: ist das wirklich gut für mich und meinen Körper?

Wir sind alle anders und jede Person, jeder Körper braucht etwas anderes. Nach dem Motto: One person’s food may be another person’s poison.

Simpel und frisch. Und das Essen geniessen.

Gibt es Lebensmittel, die du ganz meidest?
Zucker, Weissmehlprodukte, raffinierte und verarbeitete Produkte. Lebensmittel, die Geschmacksverstärker, Zusatz- und Konservierungsstoffe drin haben.

Frisch ist für mich der Schlüssel.

Kannst du uns deine Ernährung für einen normalen Tag in etwa beschreiben?
Es ist ziemlich unterschiedlich, je nachdem, wie mein Tag aussieht und wie es mir physisch und emotional geht. Auch das Wetter beeinflusst mich. Ich bin auch ich immer wieder am neue Sachen ausprobieren. Ich sehe mich selber als ein Versuchskaninchen. Zum Beispiel bin ich im Moment mit Intermitted Fasting am spielen. Das heisst am Morgen esse ich nichts.

Ich esse viel Gemüse, roh oder gekocht, und kombiniere diese dann mit guten Fetten und Proteinen.

Zurzeit esse ich viel Suppe. Ich mache meine eigene Brühe und aus der mach ich dann zum Beispiel eine Spinat-Avocado Suppe (im Mixer). Manchmal noch mit einem Ei darunter gemixt.

Was ich auch gerne habe für Zwischendurch ist ein Shake mit Mandelmilch, Avocado, Kakaopulver und MCT Öl.

Was kochst du dir, wenn du fast keine Zeit hast?
Ich habe immer Chicorée im Kühlschrank, ich liebe ihn! Zusammen mit etwas Tahini und einem gekochten Ei ist das eine schnelle und einfache Variante für mich.

Was sind deine bevorzugten Getränke?
Wasser, selbstgemachter Kombucha, Tee, Kaffee. Und ein gutes Glas Wein habe ich auch gern.

Gibt es Lebensmittel, die du so gerne hast, dass du sie ausnahmsweise doch isst?
Da kommt meine Balance und die 80/20 Regel. Wenn ich mir sage, ich darf etwas nie essen, dann habe ich umso mehr Lust darauf. Lebensmittel, von denen ich aber weiss, dass sie mir nicht gut tun, auf die habe ich gar nicht keine Lust mehr.

Wie gehst du mit privaten Einladungen zum Essen um?
Einladungen sind etwas sehr Schönes und Soziales. Viele Leute fragen mich im Voraus, was ich nicht esse, die kennen mich langsam ;-), aber auch da mache ich dann meine Ausnahmen und esse mal etwas, das ich im Alltag nicht essen würde. Wenn es in Restaurants ist, dann finde ich meistens etwas und habe da dann auch meine Spezialwünsche ;-).

Wie organisierst du dich in Sachen Ernährung in den Ferien?
Auf Reisen nehme ich gerne etwas von zuhause mit. Wenn ich fliege, bestelle mir auch oft ein Spezial Menü. Ich finde es etwas vom Schönsten, in einer anderen Stadt und in einem anderen Land das Essen auszuprobieren. So viel von einer Kultur wird im Essen widergespiegelt. In London, Berlin oder ich war auch gerade in Kopenhagen, gibt es auch extrem feine, gesunde Restaurants, die ich dann sehr gerne ausprobiere. Ich schaue oft schon im Voraus, welche Restaurants ich gerne besuchen möchte.

Welche KöchInnen, Kochbücher, Blogs oder Magazine inspirieren dich?
Mark Hyman
Flow Magazin
The Healthy Chef
Healthful Pursuit
I Quit Sugar

Es gibt sicher noch mehr….

Was tust du in Sachen Bewegung und Entspannung?
Yoga, Meditation und mit meinem Hund laufen gehen. Im Sommer schwimmen und Rad fahren, im Winter auch mal auf die Piste mit dem Snowboard. Und dann gönne ich mir regelmässig Akupunktur und Massagen.

Ganz lieben Dank für dieses Interview, Andrina ♥.

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Zu Andrinas Website Wholelicious geht es hier.

Und hier findet ihr einen Beitrag von Andrina über Tapping sowie ihr Rezept für ein Kokos-Karotten Dal

M.: Schilddrüsen-Überfunktion (Morbus Basedow)

Einführungstext & Interview: Petra Müller, Geschäftsleitung FOOD MOVEMENT

Dieser Erfahrungsbericht ist insofern speziell, als es sich um einen Mann handelt, der hier erzählt. Diesem Beitrag ist ein längeres Telefongespräch zwischen M. und mir vorausgegangen. M. möchte anonym bleiben, da er es zurzeit vorzieht, dass sein Arbeitgeber seine detaillierte Krankheitsgeschichte nicht kennt.

Ich war und bin sehr beeindruckt von dieser Geschichte und vom reflektierten und disziplinierten Umgang von M. mit seiner Krankheit. Vielleicht täusche ich mich, aber ich kenne deutlich mehr Frauen, die einerseits einen „alternativen“ Weg einschlagen und andererseits darüber sprechen.

Es wäre wunderbar, wenn auch M.’s Erfahrungen und Erkenntnisse möglichst viele Menschen inspirieren würden, skeptisch und kritisch zu werden und/oder zu bleiben und ihren persönlichen Weg zu gehen.

Ganz lieben Dank an dich, M., dass du uns so offen von deinem Umgang mit deiner Schilddrüsen-Überfunktion erzählst!

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Lieber M., Du hast – wie viele Mitleidensgenossinnen und -genossen – eine lange Odyssee hinter dir, bis du 2016 endlich die Diagnose Schilddrüsen-Überfunktion bekommen hast. Wie du mir erzählt hast, hattest du aber bereits vor 7 – 8 Jahren erste Beschwerden mit Blähungen und Durchfall. Damals hat dein Hausarzt einen Reizdarm diagnostiziert. Wie wurde dieser Reizdarm behandelt?
Wenn ich ehrlich bin, begleiteten mich diese Symptome damals schon viel länger. Aber ich redete mir einfach ein, mit einer schwachen Verdauung versehen zu ein.

Der Arzt hat mir damals für einige Wochen Duspatalin Retard verschrieben, ein Arzneimittel, das die Krampfzustände des Magen-Darmtraktes beseitigt. Er meinte auch, er selber leide schon länger unter dem Reizdarm Syndrom, vor allem wenn er Stress habe, und er nehme dann immer wieder Duspatalin. Ich solle doch auch darauf achten, weniger in Stresssituationen zu kommen. Ich war fürs erste beruhigt, da die Symptome nun einerseits etwas allgemein Bekanntes und in der Darstellung des Arztes nichts Schlimmes darstellten.

Damals hatte ich keine Ahnung, wie man mit Stress richtig umgeht und so war meine Antwort auf Stress Party mit Alkoholkonsum am Wochenende. Und nach einer anstrengenden Aufgabe im Büro belohnte ich mich sehr gerne mit einem Cappuccino oder einem Kaffee Crème (4 – 6 mal am Tag). Ich muss wohl nicht erwähnen, dass ich damals keine Verbindung zwischen durchzechten Nächten, Alkoholkonsum, Kaffee und Stress machte und so kamen die Schübe von Blähungen und Durchfall mal schwächer mal stärker immer wieder und ich reagierte, wie vom Arzt verordnet, mit der mehrwöchigen Einnahme von Duspatalin Retard.

Dennoch warst und bist du fit und hast sehr intensives Intervalltraining (Crossfit) betrieben. Wann und weshalb hast du damit aufgehört? Wie sieht dein Sportprogramm heute aus?
Ich war schon immer eher sportlich. Grundsätzlich bin ich mehr oder weniger regelmässig ins Gym gegangen. Wenn ich nicht gerade Lust hatte, in ein Gym zu gehen, habe ich mehrere Intervalle mit Liegestützen, Sit-ups und kurzen Hantelübungen zu Hause gemacht.

Anfang 2015 wollte ich jedoch wissen, wie man die Ausdauer und Kraft steigern kann und ich besuchte während 5 Monaten 2 – 3 Mal pro Woche geführte Crossfit-Workouts. Bereits nach 2 Monaten war ein beachtlicher Fortschritt spür- und sichtbar und nach den 5 Monaten sah ich mit meinen damals 39 Jahren so fit aus wie nie zuvor in meinem Leben. Ende Sommer begann jedoch eine anstrengende Phase in meinem Job – mein Job ist ohnehin mental fordernd. Plötzlich fingen meine Muskeln an, dahin zu schmelzen und ich nahm stark ab, obwohl ich gleichviel zu essen pflegte. Ich fühlte mich ständig müde und ausgelaugt.

Da es ja beim ersten Mal mit der Fitness und dem Muskelaufbau so gut geklappt hat, startete ich im Januar 2016 erneut einen Versuch mit Crossfit. Doch ich kam dieses Mal überhaupt nicht vom Fleck. Weder die Muskeln noch die Ausdauer wollten zunehmen, sodass ich nach 6 Wochen die Übung abbrach.

Retrospektiv erachte ich ein solch hartes Intervalltraining als ungesund. Bereits nach zwei Wochen Pause (z.B. Ferien) muss man wieder weit hinten anfangen und sich mühsam vorarbeiten. Generell ist man nach einem solch harten Training richtiggehend KO und man braucht jeweils 2 – 3 Tage, um den Muskelkater zu überstehen. Dies ist übrigens bei Crossfit Absicht.

Auch das Training in einer gewöhnlichen «Muckibude» ist auf die Dauer langweilig, und man braucht immer viel Motivation, um den Weg dorthin und zurück auf sich zu nehmen ‒ dies an nassen, kalten Tagen, aber auch an Tagen, an denen man lieber ins Strandbad gehen würde. Und so kommt man vor lauter Ausreden und Ferien dazwischen nie in eine Regelmässigkeit rein, die einerseits motivierend und andererseits gesund ist.

Ich versuche heute, meine Übungen in den Alltag zu integrieren, sodass ich den inneren Schweinehund nicht mehr besiegen muss, ich keine Zeit fürs Training verliere und diese Tätigkeiten auch in den Ferien problemlos ausführen kann. Das sieht so aus:

15 Stockwerke jeden Tag (Treppen laufen)
60 Liegestütze alle 2 Tage
12 Klimmzüge alle 2 Tage

Mehr braucht es meiner Meinung nach nicht, wenn man sich gut ernährt und genügend Schlaf bekommt.

Was hat dir der Arzt nach der Diagnose Schilddrüsenüberfunktion (Morbus Basedow) verschrieben und empfohlen?
Zu Beginn musste ich Betablocker gegen das Herzrasen und Carbimazol (Neo-Mercazole®) gegen die hohen Schilddrüsen-Hormonwerte einnehmen. Ich sollte das Carbimazol vorerst mal 6 Monate einnehmen, und mit dem Arzt sollte dann situativ entschieden werden, wieviel länger ich das Carbimazol einnehmen sollte, da man schauen müsse, ob sich die Schilddrüse bis dann beruhigt hat. Dabei ist zu sagen, dass man das Carbimazol bis maximal 2 Jahre lang einnehmen darf und falls die Schilddrüse sich bis dann nicht beruhigt, muss man die Schilddrüse mit grosser Wahrscheinlichkeit mit radioaktivem Iod behandeln, damit sie schrumpft. Auf die meiner Meinung nach unzureichend untersuchten Langzeitauswirkungen von radioaktiven Substanzen auf den Körper will ich hier nicht eingehen.

Irgendwann kam bei dir der Punkt, wo du dich nicht mehr nur schulmedizinisch hast behandeln lassen. Was gab dafür den Ausschlag?
Da ich bereits 2015 erste Erfahrung mit Craniosacraltherapie und Kinesiologie hatte, hat sofort begleitend mit diesen Therapien die Genesung begonnen. Zudem waren die Nebenwirkungen des Carbimazol so zermürbend, vor allem Darmprobleme, sodass ich mich im Internet und in Büchern selber nach Alternativen umschaute. Und ich wurde fündig.

Welche natürlichen Medikamente und Methoden haben dir in Bezug auf die Schilddrüsenüberfunktion geholfen?
Um die Hormonüberproduktion und die damit verbundene Nervosität in den Griff zu bekommen, habe ich auf die Wolfstrapp-Tinktur von Ceres gesetzt. Was meiner Meinung nach die grösste Wirkung hatte, war die konsequente Meidung diverser Lebensmittel und die grundsätzliche Sanierung des Darmes.

Welche Lebensmittel und Getränke versuchst du denn zu vermeiden?
Seit 12 Monaten sind Alkohol, Kaffee, Milch/Rahm ein absolutes Tabu für mich. Andere Milchprodukte und Eier sind nur Ausnahmeerscheinungen auf meinem Speiseplan.

Weizen habe ich während der Hauptphase der Krankheit auch komplett gemieden und durch Dinkel, Reis, Quinoa etc. ersetzt. Ich vertrage mittlerweile wieder kleine Mengen an Weizen, meide ihn aber, wo ich nur kann. Nachtschattengewächse, und da speziell Auberginen und Paprika, meide ich, wo es nur geht. Kartoffeln wurden durch Süsskartoffeln ersetzt. Manchmal gönne ich mir aber Pommes Frites 😉.

Spürst du es, wenn du ausnahmsweise Milchprodukte oder Weizen konsumierst?
JAAA, bei Weizen ist es jedoch nicht so deutlich wie bei Milchprodukten mit einem hohen Laktosegehalt. Nach dem Verzehr von Weizenprodukten (z.B. Pasta), verspüre ich erst nach einigen Stunden ein komisches nervöses Gefühl und ein Ziehen im Körper, und deswegen war es am Anfang auch schwierig, die Symptome einem Nahrungsmittel zuzuordnen. Nach laktosehaltigen Nahrungsmitteln habe ich bereits kurz nach der Einnahme starke Blähungen, begleitet von schlechtem Wohlbefinden.

Du hast mir erzählt, dass du auch in Sachen Entspannung einiges dazugelernt hast. Wie entspannst du dich heute?
Ich habe meditieren gelernt, und obschon ich nicht jeden Tag meditiere, kann ich an stressigen Tagen am Abend 30 – 60 Minuten meditieren und richtig runterkommen. Zudem habe ich mittlerweile meine Karriereambitionen ein wenig «feinjustiert» und bin deshalb nicht mehr so verbissen im professionellen Alltag.

Dies hat auch dazu geführt, dass ich mich endlich dazu durchringen konnte, mein Arbeitspensum auf 80 % zu reduzieren. Diese zusätzliche Freizeit hat massgeblich zur Entspannung und dadurch natürlich auch zu meiner Genesung beigetragen.

Was man dabei nicht vergessen darf ist der Schlaf. Ich gehe heute früher ins Bett und störe den Rhythmus so wenig wie möglich durch späte Abendanlässe etc..

Was sind deine wichtigsten Erkenntnisse, wenn du die letzten 8 Jahre Revue passieren lässt?
Ich hatte immer wieder unerklärliche körperliche und psychische Tiefs. Ich habe nun endlich gelernt, eben diese einzuordnen, die Ursachen zu verstehen und das gesamte Befinden zu optimieren, zu lenken und diese Tiefs möglichst zu verhindern. Auch das Nein sagen habe ich gelernt. Dies im Bezug zu gewissen Nahrungsmitteln, aber z.B. auch zu privaten und professionellen Aktivitäten, die ich für mich als energieraubend ermittelt habe.

Wie geht es dir heute? Hast du weitere Pläne?
In der Gesamtbetrachtung kann ich heute sagen, dass ich mich wohler und energetischer fühle, als dies in den letzten 8 Jahren der Fall war. Meine Schilddrüsenwerte sind seit Juni 2016 wieder ganz normal.

Ich werde in den kommenden Monaten weiter an meinem Darm arbeiten und meinen Ernährungsplan weiter feintunen.

To be continued….

 

 

 

 

 

 

 

Interview mit Dr. med. Giorgio Tamborrini, Rheumatologe

Text & Interview: Petra Müller, Geschäftsleitung FOOD MOVEMENT

Im Frühling dieses Jahres wurde ich von der Rheumaliga beider Basel angefragt für einen Vortrag zum Thema „Entzündungshemmende Ernährung“. Ich habe erfreut zugesagt. Letzte Woche habe ich erfahren dass mein Vortrag vom 15. November 2017 bereits ausgebucht ist und sicher stattfinden wird. Toll!

Im Rahmen dieser Vortragsreihe machte ich eine Entdeckung: Auch ein Herr Tamborrini war für einen Vortrag vorgesehen, ein praktizierender Rheumatologe. Wer meine Geschichte nicht kennt: Ich bin seit meinen Erkrankung an rheumatoider Arthritis vor 6 Jahren auf der Suche nach einem Rheumatologen, der die positive Wirkung einer klugen Ernährung anerkennt. Bisher erfolglos. Ich machte mir Hoffnungen: Es gibt ihn offenbar doch!

Noch am selben Tag habe ich Dr. Tamborrini ein Mail geschrieben und ihn gefragt, ob er bereit wäre, sich kurz mit mir zu unterhalten und allenfalls für FOOD MOVEMENT ein Interview zu geben. Innerhalb von wenigen Tagen hatten wir miteinander telefoniert – es war ein hoch erfreuliches Gespräch. Ausserdem hatten wir vereinbart, dass ich ihm einen Fragebogen zukommen lassen kann.

Es freut mich deshalb ausserordentlich, dass wir euch heute dieses wichtige Interview mit einem Facharzt für Rheumatologie zeigen dürfen. Wir hoffen, dass es viele von euch inspiriert und Menschen mit sowohl rheumatischen wie auch anderen Erkrankungen ermutigt, die Ernährung Teil des Genesungsprozesses werden zu lassen.

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Dr. med. Giorgio Tamborrini-Schütz

Lieber Herr Tamborrini, Sie sind Facharzt für Rheumatologie und sind der Meinung, dass die Ernährung bei Rheumaerkrankungen eine Rolle spielen kann. Wie sind Sie dazu gekommen?
Zum einen berichten viele Patientinnen und Patienten von positiven oder negativen Effekten gewisser Speisen oder Ernährungsgewohnheiten in Bezug auf ihre Gelenksbeschwerden. Als Beispiel nenne ich den positiven entzündungshemmenden Effekt fettreicher Fische und den Verzicht auf übermässigem Fleischkonsum. Zum anderen gibt es unterdessen wissenschaftliche Untersuchungen, die den Zusammenhang zwischen Entzündung und Ernährung beweisen. Es gibt etliche Studien, die beispielsweise den negativen Einfluss von zu viel Konsum von rotem und verarbeitetem Fleisch auf Stoffwechsel, Herz-Kreislauf-System oder Krebs zeigen. Hierzu verweise ich auf den Bericht der Eidgenössischen Ernährungskommission zu den gesundheitlichen Aspekten des Fleischkonsums (https://tinyurl.com/yav7cz3u)

Was empfehlen Sie Patientinnen und Patienten, die offen sind, sich auf eine Ernährungsumstellung einzulassen? Gibt es spezifische Lebensmittel, die Sie Rheumapatienten empfehlen zu meiden?
Ich bespreche mit den Patientinnen und Patienten ihre Ernährungsgewohnheiten und gebe in der Regel Ernährungstipps und Richtlinien mit. Die Ernährung kann einen Einfluss auf die Krankheitsaktivität haben, ersetzt aber nicht eine präzise und auf den einzelnen Menschen abgestimmte medikamentöse oder nicht-medikamentöse Therapie.

Ich bin überzeugt, dass eine gesunde Ernährung den rheumatischen Entzündungsprozess beeinflusst.

Ich bin überzeugt, dass eine gesunde Ernährung den rheumatischen Entzündungsprozess beeinflusst (https://tinyurl.com/yc9uw8wk). Ich befürworte eine Ernährung mit wenig tierischen Fetten, ausgenommen gelegentlicher (fettreicher) Fischkonsum. Zudem empfehle ich täglichen Konsum von frischen Früchten und Gemüsen, idealerweise aus der Region und wenn möglich bio.

Bei entzündlichen Krankheiten sollte die Arachidonsäure in den Lebensmitteln vermindert werden, dies durch Reduktion von verarbeitetem (gepökeltem) Fleisch, Innereien oder Wurstwaren, Reduktion des Eikonsums oder anderer tierischer Fettquellen («fette» Fische ausgenommen). Zu empfehlen ist eine vorwiegend lacto-vegetabile Ernährung mit Fischkonsum unter Beachtung individueller Unverträglichkeiten und unter Vermeidung einer Mangelerscheinung (Vitamine etc.). Beim Kaufen von Fischprodukten sollte auf deren Herkunft geachtet werden. Biologische Fische oder Fische aus Wildfang enthalten mehr Omega-3-Fettsäuren.

Neben der Reduktion entzündungsfördernder Lebensmittel ist die reichliche Zufuhr von entzündungshemmenden Lebensmitteln anzustreben, u. a. mit Omega-3-Fett-säuren, Gamma-Linolensäure und Antioxidantien wie z. B. Vitamin E. Pflanzliche Omega-3-Fettsäuren sind sehr zu empfehlen, welche wir z. B. im Rapsöl, in Walnüssen, Leinsamen oder Chia-Samen finden.

Was machen Sie für Erfahrungen, wenn Patienten auf bestimmte Lebensmittel verzichten oder sie reduzieren? Können Sie von einer (oder mehreren) Erfolgsgeschichte(n) berichten?
Ich betreue einige Menschen, die durch die Anpassung der Ernährungsgewohnheiten die Entzündung positiv beeinflussen konnten. Dies spiegelt sich im Alltag darin, dass weniger Schmerzmittel benötigt werden oder die spezifischen Rheumamedikamente in tieferen Dosierungen ausreichend wirken. Es gibt ganz wenige Ausnahmen, wo die Ernährungsanpassung soweit geführt hat, dass die Medikamente ganz abgesetzt werden konnten. Man kann diese Erfolgsgeschichte nicht auf andere Menschen übertragen, da es so viele verschiedene rheumatische Erkrankungen gibt und auf jeden Fall jede Patientin, respektive jeder Patient individuell beraten und behandelt werden soll. Dies ist ein Grundsatz moderner und personalisierter Präzisionsmedizin, wo nebst der Erkrankung selbst auch Umwelteinfluss oder der Lebensstil im Behandlungskonzept mitberücksichtigt wird.

Sie fördern gesunde Ernährung, indem Sie Ihre Patientinnen und Patienten Rezepte austauschen lassen. Können Sie uns etwas über dieses Projekt erzählen?
Das mit dem Rezeptaustauschen hat leider nicht so gut geklappt, wie ich mir erhofft hatte. In einem halben Jahr erhielt ich weniger als ein halbes Dutzend Rezepte von Patientinnen und Patienten. Der Hintergrund zur Idee mit den Rezepten ist, dass ich für diverse Patientenzeitschriften Artikel über die Ernährung schreiben durfte und auch schon mit Patienten an einem Kochevent teilgenommen habe. So kam ich auf die Idee, ein kleines Kochbuch zu schreiben und auch Rezepte von Patientinnen und Patienten zu integrieren. Vielleicht klappt es ja noch, ich bin da ganz zuversichtlich.

Gibt es natürliche Medikamente oder Nahrungsergänzungsmittel, die Sie bei Rheumaerkrankungen empfehlen können?
Hierzu muss ich gestehen, dass ich mich mit diesen Produkten nicht genügend auskenne. Ich bin der Meinung, dass der natürliche Weg über gesunde und frische Lebensmittel bevorzugt werden soll. Eine Anpassung der Ernährung unter Beachtung oben genannter Punkte kann eine Änderung des Quotienten zwischen Arachidonsäure (löst eine Entzündung aus) und mehrfach ungesättigten Fettsäuren verändern. Der Effekt von Fischölkonsum wurde in diversen Studien untersucht. Sowohl bei Arthrosen wie auch bei rheumatoider Arthritis konnte gezeigt werden, dass Fischölkonsum in Bezug auf Schmerzen und rasches Erreichen einer Remission eine positive Wirkung hat.

Welche sonstigen Faktoren, abgesehen von der Ernährung, erachten Sie als wichtig für Gesundheit und Wohlbefinden?
Ich versuche die Patientinnen und Patienten zu motivieren, sich regelmäßig zu bewegen, beziehungsweise sich sportlich zu betätigen. Zudem sollte der Alkoholkonsum minimiert werden. Mit Rauchen sollte auf jeden Fall aufgehört werden.

Haben Sie persönlich positive Erfahrungen mit einer bestimmten Ernährungsweise gemacht?
Meine Familie pflegt eine klassische mediterrane Ernährungsweise, die gut schmeckt und eine reichliche Variation anbietet. Diese umfasst viele frische und minimal verarbeitete Produkte, u.a. Gemüse, weisses Fleisch, Fische, Vollkornprodukte, Nüsse und Früchte.

Verraten Sie uns noch Ihr Lieblingsessen?
Ich persönlich liebe rohes oder gegrilltes Gemüse wie Fenchel und ich mag ausgesprochen gern Nüsse und Hülsenfrüchte. Ein eigentliches Lieblingsessen habe ich nicht, aber nichts geht über eine Pizza mit Gemüse, Oliven und Kapern… natürlich mit Vollkorn-Teig!

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Institut für Ultraschall und des Bewegungsapparates und Rheumatologie UZR, Basel

Interview mit Laura Koch von GORILLA

Interview: Petra Müller, Geschäftsleitung FOOD MOVEMENT

Seit Herbst 2016 gehört GORILLA zu den ideellen Unterstützern von FOOD MOVEMENT. Die Idee dahinter ist, dass die Jugendlichen, die aus dem GORILLA-Alter herauswachsen, mit FOOD MOVEMENT einen Ort finden, wo sie weiterhin Inspiration zu Ernährung, Bewegung und Entspannung finden können.

Der Zufall will es, dass die Ernährungsberaterin Laura Koch nicht nur beim Institut für integrative Naturheilkunde NHK (ebenfalls idelle Unterstützerin), sondern auch für GORILLA tätig ist. Laura mag deshalb der einen oder dem anderen dank ihrem Patientenbericht über Osteoporose bekannt vorkommen. Weiterlesen

Interview mit Erica Bänziger, Ernährungsberaterin

Interview: Petra Müller, Geschäftsleitung FOOD MOVEMENT

Liebe Frau Bänziger, Sie sind seit vielen Jahren als Ernährungsberaterin und Kochbuchautorin tätig. Können Sie uns kurz Ihren beruflichen Weg beschreiben?
Ich habe im Jahr 1980 in Berlin an der Klinik Charlottenburg meine Ausbildung als Diätassistentin angefangen, die zur Universität gehört. Nach zwei Jahren hatte ich dann das Diplom zur Diätassistentin, die Ausbildung ist in Deutschland zur Hälfte Theorie und die andere Hälfte Praxis.
Man muss dann die ersten Jahre im Beruf noch einiges lernen, aber dafür ist die Berufspraxis sehr sinnvoll. Weiterlesen

Irina Simonett: Blähbauch, Erbrechen, Schlafprobleme etc.

Einführungstext & Interview: Petra Müller

Kurz, nachdem wir die Website von FOOD MOVEMENT lanciert hatten, klingelte eines schönen Abends mein Telefon. Es meldete sich eine quirlige, junge Stimme, und sie stellte sich mit Irina vor. Sie sei eigentlich gerade damit beschäftigt gewesen, mir ein Mail zu schreiben. Sie habe sich dann aber kurzerhand entschieden, mich anzurufen, statt mir ein meterlanges Mail zu schreiben.

Es freute mich sehr, dass Irina zum Telefonhörer gegriffen hatte. Denn sie war eine der ersten, die begeistert berichtete, dass sie es supertoll finde, dass wir FOOD MOVEMENT gegründet hätten. Genau so etwas brauche es! Weiterlesen

Interview mit Dr. med. Simon Feldhaus

Text & Interview: Petra Müller

Meine persönliche Geschichte führte mich im Sommer 2015 zu Dr. med. Simon Feldhaus. Einige Monate zuvor hatte ich einen Artikel über den amerikanischen Koch Seamus Mullen gelesen, der wie ich rheumatoide Arthritis hat und der seine Krankheit dank einer Darmsanierung und Ernährungsumstellung geheilt hatte. Das wollte ich auch! Ich machte mich also auf die Suche nach einem Arzt oder einer Ärztin, die mich dabei begleitete.
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Sybille Binder, Ernährungsberaterin

Text, Foto & Interview: Petra Müller

Auf Sybille Binder wurde ich aufmerksam gemacht, als das Food Movement erst in unseren Köpfen existierte. Beatrice Savoldi, Gründungsmitglied von Food Movement, hatte mir empfohlen, mit ihr Kontakt aufzunehmen. Was für ein guter Tipp! Weiterlesen