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Gewürzhilfe

Text & Foto: Petra Müller, Geschäftsleitung FOOD MOVEMENT

Am 11. Oktober 2017 hielt ich einen kurzen Vortrag zu meiner Geschichte und entzündungshemmender Ernährung und deren Wirkung bei rheumatoider Arthritis. Der Vortrag fand im Rahmen der Feierabendserie am Institut für integrative Naturheilkunde NHK in Zürich statt. Nach meinem Vortrag berichtete die Ernährungsberaterin Laura Koch von ihrem Wissen, wie eine kluge Ernährung beim heutigen Stand des Wissens aussieht. Obwohl ich Laura auch schon zu diesem Thema gehört hatte, ist es immer wieder spannend, was sie (inzwischen wieder Neues) zu sagen hat. Es geht nicht nur um das WAS wir essen, sondern auch WIE wir es zubereiten und WANN wir es essen.

Beim anschliessenden Workshop hatten die Teilnehmenden die Gelegenheit, beim Kochen mitzuhelfen und Laura und mich alle noch offenen Fragen zu klären. Zu Beginn hat uns Laura eine spezielle Gewürzmischung vorgestellt, die offenbar bei Arthritis und Arthrose positiv auf den Entzündungsprozess wirkt, sprich: ihn verringert.

Das hat mich natürlich interessiert, denn ich nehme liebend gerne ein paar entzündungshemmende Gewürze ein, wenn man damit schulmedizinische Medikamente vermeiden oder verringern kann.

Wie sieht sie also aus, diese Zaubermischung?

Je zu gleichen Teilen: Gemahlene Muskatnuss, Koriander und Kreuzkümmel.
Davon soll man täglich 2 x 1 Messerspitze einnehmen, am besten dem Essen beifügen.

Zuhause habe ich recherchiert, wer diesen Tipp gegeben hat: Es handelt sich um Dr. med. Christine Meyer, eine deutsche Orthopädin. In einem Bericht des NDR kann man lesen, dass ihre Patientinnen und Patienten gute Erfahrungen mit dieser Gewürzmischung machen. Man darf die tägliche Dosierung jedoch nicht erhöhen – mehr hilft hier nicht besser. Interessant dabei ist, dass Männer offenbar bereits nach durchschnittlich 6 Wochen eine positive Wirkung spüren, Frauen hingegen erst nach 2 bis 3 Monaten.

Dr. Meyer empfiehlt diese Gewürzmischung nicht nur Arthrosepatienten, sondern auch bei rheumatoider Arthritis, Fibromyalgie, Frozen Shoulder und Morbus Bechterew.

Hier kann ein interessanter Chat mit Dr. Meyer gelesen werden, und hier könnt ihr den einführenden Artikel des NDR nachlesen.

Selbstverständlich kann man die Mischung um Zimt und/oder Kurkuma erweitern, damit sie geschmacklich und farblich attriktiver wird.

Ich habe mir die drei Gewürze auf jeden Fall zusammengemischt und werde das mal versuchen. Vielleicht mag jemand mitmachen?

Schönes Wochenende!
Petra

HEALTHY FRIDAY // FOOD: Majorantee

Damit ihr aus möglichst vielen Ecken Inspiration findet am HEALTHY FRIDAY, erweitern wir unseren Kreis heute um Pascale Neuens. Pascale ist Luxemburgerin, wohnt jedoch seit vielen Jahren in Österreich. Sie ist Architektin, Mutter und geniesst das Leben, Kochen und Essen. Von einem Tag auf den anderen plagten sie jedoch Übelkeit und Verdauungsbeschwerden. Sie wurde dünner, war unfassbar müde und wusste nicht mehr was sie essen konnte.

Auf ihrem Blog schreibt sie:
„Schulmedizinisch litt ich an einer Histamin-, Fruktose- und Laktoseintoleranz und bekam 3 Listen mit zu vermeidenden Lebensmitteln. Da es mir besonders schlecht ging, wenn ich Pasta oder Brot aß, mied ich zusätzlich glutenhaltige Produkte. Schnittmenge der übrigbleibenden Nahrungsmitteln nach Abzug sämtlicher Vermeidungslisten: Reis mit Karotte und Zucchini, etwas Huhn und noch ein paar andere wenige Dinge.

Als sich mein Zustand trotz strenger Diät nicht besserte, landete ich schlussendlich in einer TCM Praxis und wurde mit Kräutern und Akupunktur behandelt. Zum ersten Mal interessierte sich die Ärztin dafür, was ich denn so aß und gab mir Tipps. Ganz langsam ging es bergauf. 2 Jahre und eine Ausbildung zur Ernährungsberaterin nach TCM später fühle ich mich wieder richtig fit, und ich koche immer noch leidenschaftlich gerne – wenn auch etwas anders…“

Es freut uns, dass wir euch heute ein ganz einfaches, aber umso interessantes „Rezept“ für ein Getränk von Pascale zeigen dürfen. Ich zumindest gehe jetzt grad in den Garten, um Majoran für einen Tee zu ernten.

Petra Müller, Geschäftsleitung FOOD MOVEMENT

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Text, Rezept & Foto: Pascale von Neuensausderküche

TCM Praxis-Tipps, für mehr Klarheit im Kopf durch gutes Essen

Vermeide häufige Brotmahlzeiten und Weizen allgemein, Zucker, Milchprodukte (auch Joghurt und Milch), Südfrüchte, Fruchtsäfte, zu viel Rohkost, Müsli, Softdrinks, Schokolade, Eis, fettes Schweinefleisch, Wurst und frittierte und fettige Speisen.

Verwende möglichst viele frischen, aromatischen Kräuter um die Nässe zu transformieren: Rosmarin, Oregano, Majoran und Thymian. Kein Kraut, aber dennoch sehr hilfreich bei Nässe sind Zitrusschalen, Anis- und Fenchelsamen!

Birnen, Karfiol, Kohl, Rettich sind Lebensmittel die auf ganz milde und sanfte Art befeuchten und Schleim sprengen! Das sind die besten Nahrungsmittel für Erde-Metall-Typen und für alle Menschen zu dieser Jahreszeit um ihre Abwehr zu stärken.

Hier findest du die Infos zur Übergangszeit und zum Herbst, das hilft dir dich saisonal besser zu ernähren. Derzeit sind wir mitten drin in den 3 Wochen September und es macht so viel Spaß, dass der zweite Durchgang schon im meinem Kopf herumgeistert …

Doch nun, genug der Worte für heute, ich schließe ab mit einem Majoran Tee. Ich kann es nicht glauben, dass mir dieses Kraut bis zu meiner TCM Ausbildung nicht geläufig war. Inzwischen liebe ich Majoran, so sehr, dass ich ihn sogar als Tee trinke…

Ich habe 4 frische Zweige auf circa 400 ml verwendet.
Du kannst aber auch 1 TL getrockneten Majoran pro Tasse verwenden.

Majoran ist warm, schmeckt scharf, etwas bitter und aromatisch. Er wirkt auf die Funktionskreise Lunge, Milz, Magen und Herz. Er reguliert das Qi, wirkt Stagnationen, Wind-Kälte-Feuchtigkeits-Stagnationen und Schleim-Kälte entgegen. Er wärmt das Innere und beruhigt den Geist. Er vertreibt äußere Wind-Kälte und beruhigt inneren Wind. Mein Kraut!

Er hilft bei schmerzhaften Menstruation, wirkt Völlegefühl, grippalen Infekten und Schwindel entgegen. Hilft bei Schlafproblemen, Unfruchtbarkeit, Rheuma, Gelenksentzündungen, Zittern, Tics, Krämpfen und Tinnitus.

Die Ernährung nach TCM dient der Gesunderhaltung und der Harmonisierung der körpereigenen Heilungskräfte. Meine Rezepte sind kein Ersatz für eine ärztliche Diagnose und Behandlung, sie erfüllen keine medizinischen Zwecke.

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Vielleicht mögt ihr noch etwas auf der Website von Pascale herumstöbern. Es gibt viel Spannendes und Schönes zu entdecken, wie zum Beispiel einen Text über Thermik, also die Temperaturen, mit der wir Lebensmittel zu uns nehmen und was die entsprechende Wirkung auf unseren Organismus ist.

M.: Schilddrüsen-Überfunktion (Morbus Basedow)

Einführungstext & Interview: Petra Müller, Geschäftsleitung FOOD MOVEMENT

Dieser Erfahrungsbericht ist insofern speziell, als es sich um einen Mann handelt, der hier erzählt. Diesem Beitrag ist ein längeres Telefongespräch zwischen M. und mir vorausgegangen. M. möchte anonym bleiben, da er es zurzeit vorzieht, dass sein Arbeitgeber seine detaillierte Krankheitsgeschichte nicht kennt.

Ich war und bin sehr beeindruckt von dieser Geschichte und vom reflektierten und disziplinierten Umgang von M. mit seiner Krankheit. Vielleicht täusche ich mich, aber ich kenne deutlich mehr Frauen, die einerseits einen „alternativen“ Weg einschlagen und andererseits darüber sprechen.

Es wäre wunderbar, wenn auch M.’s Erfahrungen und Erkenntnisse möglichst viele Menschen inspirieren würden, skeptisch und kritisch zu werden und/oder zu bleiben und ihren persönlichen Weg zu gehen.

Ganz lieben Dank an dich, M., dass du uns so offen von deinem Umgang mit deiner Schilddrüsen-Überfunktion erzählst!

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Lieber M., Du hast – wie viele Mitleidensgenossinnen und -genossen – eine lange Odyssee hinter dir, bis du 2016 endlich die Diagnose Schilddrüsen-Überfunktion bekommen hast. Wie du mir erzählt hast, hattest du aber bereits vor 7 – 8 Jahren erste Beschwerden mit Blähungen und Durchfall. Damals hat dein Hausarzt einen Reizdarm diagnostiziert. Wie wurde dieser Reizdarm behandelt?
Wenn ich ehrlich bin, begleiteten mich diese Symptome damals schon viel länger. Aber ich redete mir einfach ein, mit einer schwachen Verdauung versehen zu ein.

Der Arzt hat mir damals für einige Wochen Duspatalin Retard verschrieben, ein Arzneimittel, das die Krampfzustände des Magen-Darmtraktes beseitigt. Er meinte auch, er selber leide schon länger unter dem Reizdarm Syndrom, vor allem wenn er Stress habe, und er nehme dann immer wieder Duspatalin. Ich solle doch auch darauf achten, weniger in Stresssituationen zu kommen. Ich war fürs erste beruhigt, da die Symptome nun einerseits etwas allgemein Bekanntes und in der Darstellung des Arztes nichts Schlimmes darstellten.

Damals hatte ich keine Ahnung, wie man mit Stress richtig umgeht und so war meine Antwort auf Stress Party mit Alkoholkonsum am Wochenende. Und nach einer anstrengenden Aufgabe im Büro belohnte ich mich sehr gerne mit einem Cappuccino oder einem Kaffee Crème (4 – 6 mal am Tag). Ich muss wohl nicht erwähnen, dass ich damals keine Verbindung zwischen durchzechten Nächten, Alkoholkonsum, Kaffee und Stress machte und so kamen die Schübe von Blähungen und Durchfall mal schwächer mal stärker immer wieder und ich reagierte, wie vom Arzt verordnet, mit der mehrwöchigen Einnahme von Duspatalin Retard.

Dennoch warst und bist du fit und hast sehr intensives Intervalltraining (Crossfit) betrieben. Wann und weshalb hast du damit aufgehört? Wie sieht dein Sportprogramm heute aus?
Ich war schon immer eher sportlich. Grundsätzlich bin ich mehr oder weniger regelmässig ins Gym gegangen. Wenn ich nicht gerade Lust hatte, in ein Gym zu gehen, habe ich mehrere Intervalle mit Liegestützen, Sit-ups und kurzen Hantelübungen zu Hause gemacht.

Anfang 2015 wollte ich jedoch wissen, wie man die Ausdauer und Kraft steigern kann und ich besuchte während 5 Monaten 2 – 3 Mal pro Woche geführte Crossfit-Workouts. Bereits nach 2 Monaten war ein beachtlicher Fortschritt spür- und sichtbar und nach den 5 Monaten sah ich mit meinen damals 39 Jahren so fit aus wie nie zuvor in meinem Leben. Ende Sommer begann jedoch eine anstrengende Phase in meinem Job – mein Job ist ohnehin mental fordernd. Plötzlich fingen meine Muskeln an, dahin zu schmelzen und ich nahm stark ab, obwohl ich gleichviel zu essen pflegte. Ich fühlte mich ständig müde und ausgelaugt.

Da es ja beim ersten Mal mit der Fitness und dem Muskelaufbau so gut geklappt hat, startete ich im Januar 2016 erneut einen Versuch mit Crossfit. Doch ich kam dieses Mal überhaupt nicht vom Fleck. Weder die Muskeln noch die Ausdauer wollten zunehmen, sodass ich nach 6 Wochen die Übung abbrach.

Retrospektiv erachte ich ein solch hartes Intervalltraining als ungesund. Bereits nach zwei Wochen Pause (z.B. Ferien) muss man wieder weit hinten anfangen und sich mühsam vorarbeiten. Generell ist man nach einem solch harten Training richtiggehend KO und man braucht jeweils 2 – 3 Tage, um den Muskelkater zu überstehen. Dies ist übrigens bei Crossfit Absicht.

Auch das Training in einer gewöhnlichen «Muckibude» ist auf die Dauer langweilig, und man braucht immer viel Motivation, um den Weg dorthin und zurück auf sich zu nehmen ‒ dies an nassen, kalten Tagen, aber auch an Tagen, an denen man lieber ins Strandbad gehen würde. Und so kommt man vor lauter Ausreden und Ferien dazwischen nie in eine Regelmässigkeit rein, die einerseits motivierend und andererseits gesund ist.

Ich versuche heute, meine Übungen in den Alltag zu integrieren, sodass ich den inneren Schweinehund nicht mehr besiegen muss, ich keine Zeit fürs Training verliere und diese Tätigkeiten auch in den Ferien problemlos ausführen kann. Das sieht so aus:

15 Stockwerke jeden Tag (Treppen laufen)
60 Liegestütze alle 2 Tage
12 Klimmzüge alle 2 Tage

Mehr braucht es meiner Meinung nach nicht, wenn man sich gut ernährt und genügend Schlaf bekommt.

Was hat dir der Arzt nach der Diagnose Schilddrüsenüberfunktion (Morbus Basedow) verschrieben und empfohlen?
Zu Beginn musste ich Betablocker gegen das Herzrasen und Carbimazol (Neo-Mercazole®) gegen die hohen Schilddrüsen-Hormonwerte einnehmen. Ich sollte das Carbimazol vorerst mal 6 Monate einnehmen, und mit dem Arzt sollte dann situativ entschieden werden, wieviel länger ich das Carbimazol einnehmen sollte, da man schauen müsse, ob sich die Schilddrüse bis dann beruhigt hat. Dabei ist zu sagen, dass man das Carbimazol bis maximal 2 Jahre lang einnehmen darf und falls die Schilddrüse sich bis dann nicht beruhigt, muss man die Schilddrüse mit grosser Wahrscheinlichkeit mit radioaktivem Iod behandeln, damit sie schrumpft. Auf die meiner Meinung nach unzureichend untersuchten Langzeitauswirkungen von radioaktiven Substanzen auf den Körper will ich hier nicht eingehen.

Irgendwann kam bei dir der Punkt, wo du dich nicht mehr nur schulmedizinisch hast behandeln lassen. Was gab dafür den Ausschlag?
Da ich bereits 2015 erste Erfahrung mit Craniosacraltherapie und Kinesiologie hatte, hat sofort begleitend mit diesen Therapien die Genesung begonnen. Zudem waren die Nebenwirkungen des Carbimazol so zermürbend, vor allem Darmprobleme, sodass ich mich im Internet und in Büchern selber nach Alternativen umschaute. Und ich wurde fündig.

Welche natürlichen Medikamente und Methoden haben dir in Bezug auf die Schilddrüsenüberfunktion geholfen?
Um die Hormonüberproduktion und die damit verbundene Nervosität in den Griff zu bekommen, habe ich auf die Wolfstrapp-Tinktur von Ceres gesetzt. Was meiner Meinung nach die grösste Wirkung hatte, war die konsequente Meidung diverser Lebensmittel und die grundsätzliche Sanierung des Darmes.

Welche Lebensmittel und Getränke versuchst du denn zu vermeiden?
Seit 12 Monaten sind Alkohol, Kaffee, Milch/Rahm ein absolutes Tabu für mich. Andere Milchprodukte und Eier sind nur Ausnahmeerscheinungen auf meinem Speiseplan.

Weizen habe ich während der Hauptphase der Krankheit auch komplett gemieden und durch Dinkel, Reis, Quinoa etc. ersetzt. Ich vertrage mittlerweile wieder kleine Mengen an Weizen, meide ihn aber, wo ich nur kann. Nachtschattengewächse, und da speziell Auberginen und Paprika, meide ich, wo es nur geht. Kartoffeln wurden durch Süsskartoffeln ersetzt. Manchmal gönne ich mir aber Pommes Frites 😉.

Spürst du es, wenn du ausnahmsweise Milchprodukte oder Weizen konsumierst?
JAAA, bei Weizen ist es jedoch nicht so deutlich wie bei Milchprodukten mit einem hohen Laktosegehalt. Nach dem Verzehr von Weizenprodukten (z.B. Pasta), verspüre ich erst nach einigen Stunden ein komisches nervöses Gefühl und ein Ziehen im Körper, und deswegen war es am Anfang auch schwierig, die Symptome einem Nahrungsmittel zuzuordnen. Nach laktosehaltigen Nahrungsmitteln habe ich bereits kurz nach der Einnahme starke Blähungen, begleitet von schlechtem Wohlbefinden.

Du hast mir erzählt, dass du auch in Sachen Entspannung einiges dazugelernt hast. Wie entspannst du dich heute?
Ich habe meditieren gelernt, und obschon ich nicht jeden Tag meditiere, kann ich an stressigen Tagen am Abend 30 – 60 Minuten meditieren und richtig runterkommen. Zudem habe ich mittlerweile meine Karriereambitionen ein wenig «feinjustiert» und bin deshalb nicht mehr so verbissen im professionellen Alltag.

Dies hat auch dazu geführt, dass ich mich endlich dazu durchringen konnte, mein Arbeitspensum auf 80 % zu reduzieren. Diese zusätzliche Freizeit hat massgeblich zur Entspannung und dadurch natürlich auch zu meiner Genesung beigetragen.

Was man dabei nicht vergessen darf ist der Schlaf. Ich gehe heute früher ins Bett und störe den Rhythmus so wenig wie möglich durch späte Abendanlässe etc..

Was sind deine wichtigsten Erkenntnisse, wenn du die letzten 8 Jahre Revue passieren lässt?
Ich hatte immer wieder unerklärliche körperliche und psychische Tiefs. Ich habe nun endlich gelernt, eben diese einzuordnen, die Ursachen zu verstehen und das gesamte Befinden zu optimieren, zu lenken und diese Tiefs möglichst zu verhindern. Auch das Nein sagen habe ich gelernt. Dies im Bezug zu gewissen Nahrungsmitteln, aber z.B. auch zu privaten und professionellen Aktivitäten, die ich für mich als energieraubend ermittelt habe.

Wie geht es dir heute? Hast du weitere Pläne?
In der Gesamtbetrachtung kann ich heute sagen, dass ich mich wohler und energetischer fühle, als dies in den letzten 8 Jahren der Fall war. Meine Schilddrüsenwerte sind seit Juni 2016 wieder ganz normal.

Ich werde in den kommenden Monaten weiter an meinem Darm arbeiten und meinen Ernährungsplan weiter feintunen.

To be continued….

 

 

 

 

 

 

 

B E T R I E B S F E R I E N: 24. August – 19. September 2017

Text & Berge/Himmel-Foto: Petra Müller, Geschäftsleitung FOOD MOVEMENT
Portrait von Petra: Katharina Lütscher

Wie schon letztes Jahr gönnt sich der Hauptsitz von FOOD MOVEMENT eine Ferienpause. So gern ich diese Arbeit mache: Nach einem Jahr fast beinahe täglich auf Facebook Beiträge posten, Interviews führen, Bücher vorstellen, Netzwerken, Kochen & Fotografieren für FOOBY und Beiträge für den HEALTHY FRIDAY zusammenstellen brauche ich Tapetenwechsel und frischen Wind.

Es geht nun in die Ferien. Bevor ich bald nach Cornwall verreise, feiere ich noch meinen 50. Geburtstag. Ich bin stolz und glücklich, es bis hierhin geschafft zu haben – das ist keine Selbstverständlichkeit. Voller Dankbarkeit beginne ich meine nächste Lebensetappe mit 3 Wochen Ferien auf meiner Lieblingsinsel und tanke Energie für alles, was mich erwartet wird und alles, was ich noch gerne umsetzen möchte.

Vertieft euch darum in den nächsten Wochen in unseren Beiträgen, kocht ein paar schöne neue Rezepte und besucht andere tolle Websiten, zum Beispiel die von all den lieben Menschen unserer HEALTHY FRIDAY-Community.

Ich freue mich nun auf das türkisblaue (kalte) Meer an den Küsten Cornwalls. Vielleicht gibt es ab und zu ein Bildchen auf Facebook oder Instagram.

Herzliche Grüsse & bis im September!
Petra

HEALTHY FRIDAY // FOOD, MOVE & RELAX: Die Dr. Feil Strategie

Einführungstext: Petra Müller, Geschäftsleitung FOOD MOVEMENT
Text & Lebensmittelpyramide: Forschungsgruppe Dr. Feil

Es freut mich sehr, dass wir euch heute die Strategie der Forschungsgruppe Dr. Feil zeigen dürfen. Ganz zu Beginn von meinem Gesundungsweg bin ich vor vier Jahren auf die Bücher von Dr. Feil gestossen. Im deutschsprachigen Bereich war damals nicht viel über entzündungshemmende Ernährung zu finden, ich stürzte mich regelrecht auf dieses Wissen. In diesem Beitrag habe ich letztes Jahr bereits das Buch „Arthrose und Gelenkschmerzen überwinden“ vorgestellt.

Auch heute noch empfehle ich allen, die mir von Arthrosebeschwerden erzählen, unbedingt dieses Buch zu lesen und die Lebensmittel-Pyramide von Dr. Feil anzuschauen. Oft habe ich das Buch auch schon verschenkt.

Mir gefällt einerseits der ganzheitliche Ansatz mit Ernährung, Bewegung und Gelassenheit, andererseits sind die Empfehlungen relativ einfach umzusetzen – sofern man sich denn überhaupt auf Veränderungen einlassen mag. Mit einer gesunden Portion Neugierde und Offenheit kann sich die Lebensqualität deutlich steigern lassen. Am besten klickt ihr euch vorerst mal durch die Lebensmittelpyramide durch (sie folgt unten im Text). Einfach auf „Kurz Version“ klicken und mit dem Cursor über die einzelnen Lebensmittelgruppen fahren, dann erscheinen spannende Informationen, die euer Leben verändern könnten.

Für alle Läuferinnen und Läufer unter euch: Die Forschungsgruppe Dr. Feil betreibt eine Facebook-Gruppe, wo ihr euch untereinander austauschen könnt.

Ich hoffe nun, dass euch dieser Beitrag inspiriert. Wichtig ist, für euch selbst herauszufinden, was sich gut anfühlt und was ihr umsetzen möchtet. Es gibt soviele Wege wie Menschen. Ich wünsche viel Mut, Energie & Glück!

Und bei allen Feils & Co. möchte ich mich für diese wirklich lebensverändernden Empfehlungen bedanken. Ich würde ohne euch nicht dort stehen, wo ich mich heute befinde.

Herzlich,
Petra

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Möchten Sie Ihr Leben aktiver und gesünder gestalten? Krankheiten überwinden? Dann ist die Dr. Feil Strategie ideal für Sie. Diese Strategie ist ein ganzheitliches Konzept und beruht auf naturbelassenen, hochwertigen Lebensmitteln, regelmäßiger Bewegung, einem stressfreiem Lebensstil und einer ausreichenden Nährstoffversorgung.

Sie werden merken: Wenn Sie nach der Dr. Feil Strategie leben, dann:
– schützen Sie sich vor Krankheiten und können diese leichter überwinden
– sind Sie fitter im Alltag
– leistungsfähiger bei der Arbeit
– verbessern Sie Ihre Konzentrationsfähigkeit
– können Sie besser mit Stress umgehen
– haben Sie einen aktiven Fettstoffwechsel und erreichen dadurch mühelos Ihr Idealgewicht
– können Sie Ihr volles sportliches Potenzial entfalten

Die Strategie eignet sich für jeden, der gesund leben und seinen Körper optimal versorgen will. Sie werden feststellen, dass Sie sich mit unserer wohler und fitter fühlen.

Die Dr. Feil Pyramide vereint die Bausteine der Dr. Feil Strategie – Bewegung – Gelassenheit – Ernährung – Nährstoffe – in einer übersichtlichen Darstellung. Sie hilft bei der täglich Umsetzung der Strategie. Wird ein Baustein der Pyramide vernachlässigt, kommt diese aus dem Gleichgewicht. Ähnlich verhält es sich mit Ihrem Körper. Daher sollten Sie möglichst alle Lebensbausteine berücksichtigen.

Die Ernährungs-Philosophie
Die Dr. Feil Ernährung senkt Entzündungen im Körper, stärkt das Immunsystem und sorgt dafür, dass der Körper nicht übersäuert. Die Grundlage der gesunden Ernährung nach Dr. Feil sind:

– Gemüse, Beeren, Obst in Maßen, viel Gewürze, viel frische Kräuter
– Hochwertige Eiweißquellen: Tierprodukte aus artgerechter Haltung (Fleisch, Fisch, Rohmilchprodukte)
– „Fettschlaue Ernährung“: Fette und Öle, die die richtigen Fettsäuren enthalten
– Wenig Kohlenhydrate (Zucker, Getreide)
– Verzicht auf industriell verarbeitete Lebensmittel

Neben den Hauptgruppen Kohlenhydrate, Eiweiß und Fett finden Sie in der Dr. Feil Pyramide auch die Rubriken „Süßungsmittel“, „Süßigkeiten“ sowie „Getränke“. Bei den Süßungsmitteln geben wir Stevia den Vorzug, bei den Süßigkeiten der dunklen Schokolade. Als Getränke empfehlen wir Wasser, Kaffee, Tee (vor allem grünen Tee). Setzen Sie sich bei Ihren Essgewohnheiten jedoch nicht zu stark unter Druck, sondern achten Sie einfach darauf, dass die Lebensmittel von der Basis der Pyramide dominieren und dass nicht zu viele Lebensmittel aus dem oberen Teil der Pyramide auf Ihren Tisch kommen.

Hochwertige Eiweißquellen
Bei Eiweißquellen unterscheiden wir zwischen pflanzlichen und tierischen Eiweißquellen. Dabei spielt besonders bei tierischen Eiweißquellen die Herkunft eine große Rolle. So enthält das Fleisch von Masttieren einen hohen Anteil an Arachidonsäure, die wiederum zu Entzündungen in unserem Körper führt. Ebenso ist das Fleisch von gemästeten Tieren stark mit Antibiotika belastet. Tiere aus Freilandhaltung dagegen entwickeln weniger Arachidonsäure und werden nicht mit Antibiotika versorgt. Achten Sie daher darauf, dass Ihr Fleisch aus artgerechter Haltung stammt. Hochwertige Eiweißquellen sind: Fleisch von Weidetieren (auch bei Pute, Huhn oder Schwein), Fisch, Eier und Milchprodukte.

Milchprodukte
Auch Milchprodukte sollten so naturbelassen wie möglich sein. Bei Milchprodukten aus dem Supermarkt gehen nämlich durch starke Verarbeitung viele wertvolle Inhaltsstoffe verloren. So zerstört die Pasteurisierung zahlreiche entzündungssenkende Enzyme und Bakterien, die die Verdauung unterstützen. Ebenso wird durch die Pasteurisierung der Milch die Eiweißstruktur verändert, und dadurch wird sie schlechter verdaulich. Noch weniger zu empfehlen sind homogenisierte Milchprodukte, da bei der Homogenisierung die Fetttröpfchen in feinste Partikel zerschlagen werden und dann für den Darm unnatürlich klein sind. Allein die Homogenisierung erhöht die Allergenität von Milch um den Faktor 20. Die beste Milch ist daher Rohmilch direkt vom Bauern. Gesäuerte Milchprodukte sind zudem besser verträglich als ungesäuerte. Achten Sie auch beim Käse auf Rohmilchprodukte.

Fettschlau
Eine „fettschlaue“ Ernährung ist reich an Omega 3-Fettsäuren und arm an Omega 6-Fettsäuren. Omega 3-Fettsäuren brauchen wir, um unsere Organe vor Schädigungen schützen, die Hormonproduktion anzukurbeln und unser Immunsystem zu kräftigen. Omega-6 Fettsäuren im Übermaß dagegen schwächen das Herz und stören die Verwertung der „guten“ Omega 3-Fettsäuren.

In der kalten Küche empfehlen wir daher Olivenöl, Speiseleinöl, Butter, Sahne und Hanfnussöl zu verwenden, zum Kochen und Braten dagegen Bio-Kokosöl, Butterschmalz und Ghee. Omega 3-Fettsäuren sind außerdem enthalten in Fisch, Fleisch von Weidetieren, Nüssen und in dunkler Schokolade mit einem Kakaogehalt über 70 %.

Gegenüber früherer Meinung ist Milchfett gesund und kann in größeren Mengen verwendet werden. Sowohl die gesättigten als auch die ungesättigten Fettsäuren aus Milchprodukten sind gut für uns. Kaufen Sie deshalb am besten Käse, Joghurt, Quark und Milch der Vollfettstufe und verwenden Sie keine Milchprodukte der Magerstufe.

Die Bewegungs-Philosophie
Die natürliche Lebensform des Menschen ist die Bewegung. Bauen Sie deshalb mehr Bewegung in Ihren Alltag ein. Fahren Sie kurze Strecken mit dem Fahrrad, nehmen Sie die Treppe anstatt dem Aufzug und nutzen Sie Ihre Freizeit aktiv für Spaziergänge, Rad- und Wandertouren und andere Bewegungsarten.
Durch Bewegung wird die Durchblutung verbessert, das Immunsystem, Ihre Muskulatur und andere Strukturen werden gekräftigt. Mit der richtigen Bewegungsform gewinnen Sie Kraft, Beweglichkeit, Ausdauer und Koordination. Sie fühlen sich fitter, überwinden Müdigkeit und Lethargie und gewinnen Lebensfreude. Regelmäßige Bewegung bringt Veränderungen für den Körper, beugt zahlreichen Zivilisationskrankheiten vor und hilft Ihnen, bestehende Beschwerden zu überwinden.

Die Gelassenheits-Philosophie
Neue Erkenntnisse der Wissenschaft zeigen, dass gute Gedanken Gene auf Genesung programmieren. Nutzen Sie die Kraft der Gedanken für sich. Denn wer sich ständig mit Negativem beschäftigt, wird auf Dauer davon runtergezogen. Positive Gedanken und Visionen hingegen bringen uns weiter. Nur was wir als positive Vision vor uns sehen, hat gute Chancen, zur Wirklichkeit zu werden. Ebenso schaden Stress sowie zu wenig Schlaf unserem Körper. Nehmen Sie sich daher täglich Zeit für sich und betrachten Sie auftretende Probleme mit etwas Distanz. Erledigen Sie immer nur eine Sache nach der anderen und gönnen Sie sich Ihre Schlafpausen.

Die Nährstoff-Philosophie
Nährstoffe erhält unser Körper in erster Linie durch das, was wir essen. Sind aber bereits Mängel, Beschwerden oder Krankheiten aufgetreten, dann reicht die Umstellung der Ernährung nicht aus, um spürbare Verbesserungen zu erreichen. Auch wenn der Körper großen Beanspruchungen ausgesetzt ist, etwa im Sport, brauchen Sie zusätzliche Nährstoffe, um Sie vor Verletzungen und Infektionen zu schützen.

Da unser Körper die Nährstoffe Vitamin D (besonders im Winter), Kieselsäure, Zink und Magnesium nur in geringem Maße selbst produzieren oder aus Lebensmitteln aufnehmen kann, liegen diese Nährstoffe selbst bei einer ausgewogenen Ernährung häufig im Mangelbereich. Um gut versorgt zu sein, sollten Sie deshalb besonders auf diese Nährstoffe achten. Welche Nährstoffe Sie sonst benötigen, ist individuell und abhängig davon, welches Ziel Sie mit der Nährstoffaufnahme verfolgen.

 

 

HEALTHY FRIDAY // FOOD: Green Mango Nettle Smoothie

Text & Foto: Jeannette Ruh, Jeensgreens

Jeannette von Jeensgreens steht für farbenfrohe Smoothies, Säfte und ihrer Leidenschaft zum Yoga. Sabrina von Healthy & Happy hat ihren Focus auf „healthy, quick and simple Rezepte” und Functional Training gelegt. Mit unseren unverwechselbaren Goodies können wir Menschen rund um den Globus inspirieren.

Wir haben unser Talent für unser erstes spannendes Projekt verbunden und am 25. Juli 2017 erschien unser erstes E-Book mit über 50 Seiten spannenden Hinweisen rund um Smoothies, plus 16 grüne Smoothie Rezepte. Das E-Book könnt ihr auf der Webseite von Jeannette oder Sabrina erwerben.

Ein erstes Rezept und die Story dazu aus dem E-Book schenken wir dir aber mit diesem Beitrag. Weiterlesen

HEALTHY FRIDAY // RELAX: Meine wundersame Welt der ätherischen Öle

Text & Foto: Aylin Karadayi, AYLA REAL HEALTH

Meine wundersame Welt der ätherischen Öle

Ich bin Schweizerin mit türkischen Wurzeln. Zwar lese ich keinen Cafésatz, doch hatte ich schon immer ein Gespür fürs Tüfteln mit Aromen und das Mischen von verschiedenen Zutaten.

Manche nennen es Hokus Pokus, ich nenne es Bereicherung.

Manche nennen es Hokus Pokus, ich nenne es Bereicherung. Dies führte vor einigen Jahren unweigerlich dazu, dass ich mich den Kulturwissenschaften abwandte und nebst dem Yoga ganz dem Kreieren von pflanzenbasiertem Essen widmete, woraus schliesslich mein eigenes Business AYLA REAL FOOD (ARF) entstand. Weiterlesen

Susanna: Hashimoto

Text & Foto: Susanna Bingemer, eat sleep green

Wie ich meinem Stoffwechsel Beine mache…

Vor mehr als 25 Jahren wurde bei mir Hashimoto diagnostiziert, eine Erkrankung der Schilddrüse, die die Funktion des Stoffwechsels stark beeinträchtigt.

Bei mir hat sie inzwischen dieses Organ ganz stillgelegt. Ich hatte Glück, dass ich damals an einen Arzt geraten bin, der schon auf Schilddrüsenkrankheiten spezialisiert war und relativ schnell die richtige Diagnose stellte. Ich weiß, dass das nicht üblich ist, Hashimoto ist erst seit einiger Zeit ins Bewusstsein der Ärzte gerückt – auch, weil die Zahl der Erkrankten inzwischen stark zugenommen hat. Weiterlesen

Rheumaliga: Gibt es eine Diät gegen Arthritis?

Text: Petra Müller, Geschäftsleitung Food Movement

Im April 2017 hat die Rheumaliga Schweiz eine interessante Serie veröffentlicht, in der ich ebenfalls vorgestellt wurde. Es werden verschiedene Positionen der Ernährung bei rheumatoider Arthritis beleuchtet:

1. Das Nein der streng wissenschaftlich argumentierenden Medizin
2. Das Jein der ernährungssensiblen Rheumatologie
3. Ja-Positionen abseits des medizinischen Mainstreams

Wobei klar wird: Ich persönlich befinde mich ganz offensichtlich „abseits des medizinischen Mainstreams“. Hier der Link zum Interview mit mir: Genussvoll gegen Entzündungen. Weiterlesen

Wir verlosen 3 Food Movement-Beutel!

Text & Fotos: Petra Müller

Weil heute Montag ist und weil die Sonne so schön scheint, verlosen wir 3 Food Movement-Beutel!

Dieser tolle Beutel besteht aus recycelter Biobaumwolle und recycelten Plastikflaschen. Er ist natürlich stylish, aber auch von einer festen Qualität für all eure Einkäufe und Streifzüge. Das Logo wurde mit Siebdruck gedruckt in einer sozialen Insitution, die Menschen mit einer Beeinträchtigung beschäftigt. Weiterlesen