Alle Artikel vonPetra Müller

HEALTHY FRIDAY // FOOD: Weisse Bohnencreme

Einführungstext: Petra Müller, Initiantin von FOOD MOVEMENT
Rezept, Text & Fotos: Stephanie Pinteritsch von Mundzeug

Es freut mich immer sehr, wenn sich interessierte Menschen direkt bei mir melden, denn die ersten zwei Jahre ging die Initiative immer von uns aus. So trudelte vor kurzem ein äusserst sympathisches Mail von einer Stephie bei mir in den Posteingang. Sie hatte unsere Website beim Stöbern entdeckt und bot ihre Zusammenarbeit an. Wie schön! Ich schaute mir ihre Website an und stellte fest, dass Stephie unseren Vorstellungen entspricht, denn, das gebe ich gerne zu: Wer immer noch Zucker, kiloweise ordinäres Weissmehl oder Sonnenblumenöl in seinen/ihren Rezepten hat, passt leider nicht zu uns. Unser wichtigstes Anliegen ist, die traditionelle Küche zu hinterfragen und Offenheit zu zeigen für Neues, Gesünderes.

Stephie und ich haben kurz nach dem Mailkontakt miteinander telefoniert, wobei sich der Eindruck, dass es sich hier um eine sehr sympathische Österreicherin handelt, mehr als bewahrheitet hat. Es freut mich daher sehr, dass wir inskünftig mit Beiträgen aus TCM-Sicht von Stephie rechnen dürfen. Eine schöne Bereicherung. Herzlich willkommen, liebe Stephie ♥.

Ich komm aus einem Land der Jausen-Gesellschaft. Morgens wird Käsebrötchen oder Marmeladesemmerl gefrühstückt und abends folgt eine zünftige Brotzeit mit Wurstwaren, Geräuchertem und rohem Gemüse. Lediglich das Mittagessen wird gekocht, obwohl dann auch oft nur ein Salatkopf am Kochtopf vorbeirauscht.

Als Ernährungsberaterin nach traditionell chinesischer Medizin ist es oft schwierig, in diese festgefahrenen Muster etwas frischen Wind zu pusten. Aus diesem Grund lass ich mir gerne Dinge einfallen, die die Menschen dort abholt, wo sie sich wohl fühlen. Eine Brotbeilage, die eine gekochte Komponente beinhaltet und vielseitig einsetzbar ist. Unsere Mitte liebt es gekocht und warm. Sie kann solche Dinge besser verwerten als rohe Lebensmittel.

Heute möchte ich euch meine absolut traumhafte weisse Bohnencreme vorstellen. Sie lässt sich zu gekochtem Gemüse dippen, zu Shakshuka-Gerichten löffeln, aber auch aufs Brötchen streichen. Und wer sagt überhaupt, dass es immer Teigwaren sein müssen – auch eine gebackene Süsskartoffel oder Kürbisscheiben aus dem Ofen lassen sich super damit beschmieren.

Bohnen aus TCM-Sicht:
Aus der Sicht der TCM sind weisse Bohnen thermisch neutral und dem süssen Geschmack zugeordnet. Sie haben einen Leber- und Lungenbezug, und ihnen wird ein hautverschönernder Effekt nachgesagt. Sie särken unser Yin, also unsere Substanz im Körper, entgiften und bringen den Säure-Basenhaushalt ins Gleichgewicht. Da sie eine ausleitende Eigenschaft haben, sollte man sie bei stark trockener Haut eher mit Vorsicht genießen.

Vegetarisch betrachtet sind Bohnen sehr wertvoll, da sie uns eine Menge an Proteinen und wichtigen Kohlenhydraten liefern. Sie sind reich an Kalium, Kalzium, Eisen und B Vitaminen.

Zutaten
400 – 500 g gekochte Bohnen

Grundzutaten:
2 Esslöffel weisses Mandelmus
½ TL Salz
ein bisschen Ume Su Sauce oder ein Spritzer Zitronensaft

Variante 1:
½ TL Cumin/ Kreuzkümmel gemahlen
geräuchertes rotes Paprikapulver

Variante 2:
1 kleine Knoblauchzehe
geröstetes Sesamöl oder weisses Tahini

Wenn man getrocknete Bohnen verwendet, die Bohnen über Nacht einweichen und in frischem Wasser für mindestens 20 Minuten köcheln – je länger, desto feiner lässt sich die Creme später mixen.

Die Bohnen mit den Grundzutaten vermischen und zu einer feine Paste mixen.
Die Creme in 2 Teile teilen und mit den jeweiligen Zutaten würzen.

Die Creme hält sich einige Tage im Kühlschrank. Bevor man sie isst, sollte sie mindestens Zimmertemperatur haben, da hilft auch der kurze Aufenthalt im warmen Ofen.

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Die nächsten Rezepte aus der TCM-Küche kommen bald und ich freue mich schon riesig, mein Wissen mit euch zu teilen.

Auf unserem Radar #7: Vortrag von Prof. Dr. Frank Madeo

Text: Petra Müller, Initiantin FOOD MOVEMENT

Kürzlich wurde ich dank Bas Kast auf einen Herrn Madeo aufmerksam, der mit dem schlichten Namen Madeo/ Ernährung und Gesundheit auf Facebook präsent ist. Da mir Herrn Madeos Beiträge auf Facebook gefallen, habe ich ihn gegoogelt und festgestellt, dass es sich um einen Prof. Dr. Frank Madeo vom Institut für Molekulare Biowissenschaften an der Universität Graz handelt.

Bei der Suche bin ich auf ein Youtube-Video gestossen, das qualitativ zwar etwas zu wünschen übrig lässt, inhaltlich ist dieser Vortrag jedoch höchst interessant.

Dr. Madeo spricht in seinem Vortrag darüber, wie man gesund alt werden kann, aber auch über Diät-Mythen, seine Meinung zum Milchkonsum sowie über Pausen zwischen den Mahlzeiten. „Nichts ist mithin falscher, als die in Zeitschriften postulierte Ernährungsform, jedes Hüngerchen mit 20 kleinen Portiönchen pro Tag zu bekämpfen. Im Gegenteil. Begrüssen Sie Ihren Hunger wie einen Freund.“ Zudem können sich Menschen freuen, die meinen, die hätten einen dicken Po – Herr Madeo kann auch zu den Stellen, WO man Fett ansetzt, einiges berichten.

Höchst informationsreiche und spannende 52 Minuten, die sich lohnen.

Wir wünschen viele möglichst neue Erkenntnisse!

Einladung zum 3. HEALTHY FRIDAY-Picknick, dieses Jahr in BERN

Text & Foto: Petra Müller, Initiantin von FOOD MOVEMENT

Einmal pro Jahr organisieren wir ein HEALTHY FRIDAY-Picknick zum Gedankenaustausch und gemeinsamen Essen, damit unser Tun nicht nur online stattfindet. Erstmals findet das Picknick in Bern statt.

Freitag, den 17. August 2018
von 11.30 – 14.00 Uhr
beim Pavillon der kleinen Schanze, 5 Gehminuten vom Bahnhof Bern entfernt

Wer etwas zu essen für das „Buffet“ mitbringen mag: Sehr gerne! So können wir untereinander probieren, was ihr in euren Tupperwares und Schüsseln alles mitbringt.

Es besteht aber KEIN Essen-Mitbring-Zwang. Ihr dürft gerne auch mit einem Falafel oder eurem persönlichen Zmittag für nur euch selbst auftauchen.

Getränke möge jede und jeder selbst mitbringen.

Wir freuen uns auf alle, die kommen möchten.
Ich bin von 11.30 – 14.00 Uhr anwesend.

Bringt gerne jemanden mit – alle sind willkommen!

Herzlich,
Petra

Sachbuch: Der Ernährungkompass von Bas Kast. Plus Buchverlosung!

Text & Foto: Petra Müller, Initiantin von FOOD MOVEMENT

«Der Ernährungskompass. Das Fazit aller wissenschaftlichen Studien zum Thema Ernährung» von Bas Kast

Dass es Bas Kast mit seinem «Ernährungskompass» mal in die Bestsellerlisten schaffen würde, hätte er wohl auch nicht gedacht. Denn schon auf der Suche eines Verlages sagte man ihm unter anderem, dass so ein Buch niemanden interessieren wird. Kilometerweit gefehlt! Und Bertelsmann Verlag sei Dank, dass er das Buch in sein Programm aufgenommen hat.

Bas Kast hat geschafft, was eigentlich wirklich beinahe unmöglich ist: Dass sich Menschen, darunter auch viele Herren, plötzlich für gesunde Ernährung interessieren. Das hat womöglich damit zu tun, dass Bas Kast selbst ein Mann ist und sich an Studien orientiert (nicht, dass wir Frauen nicht auch wissenschaftlich belegte Fakten bevorzugen, wir sind aber wahrscheinlich auch offener gegenüber gefühlsbetonten oder spirituellen Philosophien). Die Glaubwürdigkeit kommt aber auch daher, dass Bas Kast sich lange und gerne von Fast Food ernährt hat, sich also wie viele Menschen nicht wirklich Gedanken über die Ernährung gemacht hatte.

Das änderte sich, als Bas Kast eines schönen Morgens beim Joggen plötzlich einen jähen Schmerz in der Brustgegend verspürte. Und das mit Anfang vierzig. Als sich sein Zustand nicht verbesserte, fing er an zu recherchieren. Bas Kast ging der Frage nach, was er essen sollte, um sein Herz zu schonen. Als Wissenschaftsjournalist war dieses Vorgehen wohl nicht nur vernünftig, sondern ganz natürlich.

Die vielen neuen Erkenntnisse, auf die Bas Kast gestossen ist, behält er zum Glück nicht für sich alleine, sondern teilt sie uns mit seinem Ernährungskompass.

So lesen wir zum Beispiel auf Seite 24:
«Bis zu einem gewissen Grad ist es dabei schlicht so, dass jene Nahrungsmittel, die das Herz schonen, im Grossen und Ganzen auch heilsam für das Gehirn und den Rest des Körpers sind».

Obwohl ich mich selbst sein einigen Jahren mit Ernährung und Gesundheit auseinandersetze, habe ich dank dem Ernährungskompass etliche Dinge neu betrachtet oder dazugelernt.

In meinen Beratungen höre ich oft, dass meine Klientinnen Schwierigkeiten haben, satt zu werden. Bas Kast hat vielleicht eine Erklärung dafür: Wir hören erst auf zu essen, wenn unser «Eiweisshunger» gestillt ist. In einem Experiment liess man eine Gruppe von Menschen zuerst an einem Buffet essen, wie sie wollten. Am zweiten Tag gab es zwei verschiedene Buffets: Eines mit proteinreichen Lebensmitteln (Fleisch, Fisch, Joghurt, Käse, Milch etc.) und eines mit proteinarmen Lebensmitteln (Croissants, Waffeln, Nudeln, Kartoffeln, Couscous, Obst, Gemüse etc.). Am dritten Tag gab es wieder ein Buffet mit allem für beide Gruppen.

Das Spannende an diesem Experiment war, dass die Gruppe mit dem proteinreichen Buffet am zweiten Tag insgesamt 38 Prozent weniger Kalorien zu sich nahm – ihr Hungergefühl war drastisch schneller gestillt. Protein ist also sättigend.

«Stellt man uns proteinreiche Nahrung zur Verfügung, ist unser Bedarf bald gedeckt, wir fühlen uns satt, hören spontan auf zu essen. Ist unsere Nahrung allzu proteinverdünnt, essen wir instinktiv mehr, ja wir essen so lange, bis unser Körper bekommen hat, was er braucht, will heissen: Wir überfressen uns und nehmen zu.»

«Proteinverdünnt»! Der Ausdruck gefällt mir. Vielleicht mögt ihr ja mal euer Essverhalten beobachten und findet heraus, ob auch ihr oft «proteinverdünnte» Lebensmittel esst oder gar bevorzugt? Die Lebensmittelindustrie hat das längst begriffen und überschwemmt uns mit Produkten, die zu einem grossen Teil aus billigen Rohstoffen wie Zucker und Fett bestehen. Die Menschen lieben diese Kombination, tun sich und ihrer Gesundheit längerfristig jedoch keinen Gefallen.

Nun ist es aber nicht so einfach. Bestimmte Proteine kurbeln den Alterungsprozess an und erhöhen damit das Risiko zahlreicher Altersleiden. Zitiert wird der Altersforscher Valter Longo von der University of Southern California in Los Angeles: «Wir haben simple Organismen studiert, aber auch Mäuse, bis hin zu Menschen, und konnten überzeugend nachweisen, dass proteinreiche Diäten – insbesondere, wenn die Proteinen von Tieren stammen – fast so schädlich für ihre Gesundheit sind wie Rauchen».

Etwas vereinfacht gesagt hilft Protein dem Zellwachstum. Werden unsere Körperzellen aber ständig zu Wachstum angeregt, kriegen unter anderem auch Krebszellen ihren Hauptrohstoff. Einfach viel Protein zu essen ist deshalb eine schlechte Idee. Die gute Nachricht ist, dass der schädliche Effekt verschwindet, sobald es sich um pflanzliche Proteine handelt.

Auch der ehemalige Fleischesser Bas Kast musste sich das eingestehen. Bei ihm gibt es nur noch selten Fleisch, und wenn, dann aus artgerechter Tierhaltung. Es erstaunt ihn selbst, dass er Fleisch inzwischen kaum mehr vermisst.

Wohin zeigt die Kompassnadel in Sachen Proteine?
Von Norden (gesund) nach Süden (ungesund):

– Leinsamen
– Nüsse, Linsen
– Weizenkeime, Bohnen
– Pilze, Kichererbsen
– Joghurt, fettiger Fisch
– Landhuhn, Käse, Eier
– Milch, Wild, Gras-Rind
– rotes Industriefleisch
– Pangasius
– frittierter Fisch
– Schinken
– Wurst
– Hotdogs

Es folgen Kapitel zu Kohlenhydraten, wobei Bas Kast auf den verführerischen Zucker (und die Fettleber) eingeht, aber auch auf Low-Carb Ernährung (und weshalb manche Menschen so gut damit abnehmen), aber auch gesunde Kohlenhydrate, angeführt von Hülsenfrüchten und Gemüsen sowie Haferflocken und Sauerteigbrot. Am Schluss der Kohlenhydratereihe humpeln fette Pommes, Chips, Süssigkeiten und Soft Drinks.

Zwischendurch erfährt man, wie sich die langlebigsten Völker ernähren oder wie man effizient abnimmt. Der «Ernährungskompass» geht auch auf Getränke ein wie Milch, Kaffee, Tee und Alkohol. Sehr differenziert beschreibt Bas Kast zudem unterschiedliche Fette und welche zu meiden sind.

In einem Epilog zählt Bas Kast seine 12 wichtigsten Ernährungstipps auf.
Ich zeige sie euch ohne den Detailbeschrieb, obwohl ich jedem die Lektüre dieses Buches wirklich empfehlen kann!

1. Essen Sie echtes Essen (möglichst unverarbeitet Nahrungsmittel)
2. Machen Sie Pflanzen zu Ihrer Hauptspeise
3. Lieber Fisch als Fleisch
4. Joghurt: ja. Käse: auch okay. Milch: so lala
5. Zucker minimieren, industrielle Transfette meiden
6. Keine Angst vor Fett!
7. Schlankmachertipp Nr. 1: Low-Carb ist keine «Modediät», sondern gerade bei Übergewicht einen Versuch wert
8. Schlankmachertipp Nr. 2: Eiweisseffekt nutzen
9. Schlankmachertipp Nr. 3: Praktizieren Sie «Zeitfenster-Essen»
10. Schlankmachertipp Nr. 4: Hirnentzündung mit Omega-3 lindern
11. Keine Vitaminpillen!
12. Geniessen Sie!

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Bas Kast, Jahrgang 1973, studierte Psychologie und Biologie in Konstanz, Bochum und Boston/USA. Er arbeitet als Wissenschaftsjournalist und Autor.

Es ist ein Interview mit Bas Kast vorgesehen, aber Bas wird zurzeit mit Anfragen überhäuft. Wir warten geduldig, lieber Bas!

V E R L O S U N G
Wir verlosen 3 Exemplare des «Ernährungskompass»!

Schickt uns bis am 5. August 2018 eine Mail mit eurer Postadresse:
welcome@food-movement.ch.

Wer sich nicht auf sein Verlosungsglück verlassen mag: Der Kauf dieses Buches ist eine super Investition in eure Gesundheit und in eure Lebensqualität.

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* Die Verlosung wurde durchgeführt *

Die glücklichen Gewinnerinnen je eines Ernährungskompasses sind Maya Tews, Doris Büchi und Caroline Schwarze. Herzlichen Glückwunsch!

HEALTHY FRIDAY // FOOD: Wassermelonenpizza

Text & Rezept: Stefanie Reeb, Wellcuisine
Fotos: Thomas Leininger, Wellcuisine

Heute zeige ich euch ein ganz einfaches, aber elegantes Rezept, das sich in 10 Minuten zubereiten lässt und das eine beeindruckende kleine Vorspeise sein kann, wenn du Gäste da hast. An einem heissen Tag schmeckt sie aber auch gut als leichtes Mittagessen: meine Wassermelonen-„Pizza“ mit Minz-Feta.

Und hier noch ein paar Infos aus der FOOD PHARMACY zum Thema Wassermelone:

Die Wassermelone unterstützt unseren Körper dabei, Schadstoffe schneller auszuscheiden. Sie hat einen hohen Wasseranteil und dieser ist deshalb so besonders wertvoll, weil er aus reinem Pflanzenwasser besteht, das für unseren Körper die höchste Qualität hat. Obwohl die Melone aus so viel Wasser besteht, regt sie unseren Körper an, überflüssige Wasseransammlungen (zum Beispiel in den Beinen) loszuwerden und so können schnell mal ein paar Pfunde purzeln, wenn wir im Sommer häufig Wassermelone essen. Die schöne rote Farbe verdankt die Melone dem Pflanzenfarbstoff Lycopin, der ein starkes Antioxidanz ist und unseren Körper vor Zellschädigungen bewahrt. Damit ist die Wassermelone ein tolles Antiaging-Food.

Zutaten für 2 Personen als leichtes Mittagessen oder für 4 Personen als Vorspeise:

2 ganze Scheiben Wassermelone à 2 cm Dicke
2 EL Olivenöl plus 2 EL für die Fetamischung
Etwas Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
100 g Schaf- oder Ziegenfeta
2 EL gehackte Minze

Zubereitung
Die Wassermelonenscheiben in „Pizza“-Stücke schneiden. Vorhandene Kerne weitestgehend entfernen. 2 Esslöffel Olivenöl in eine kleine Schale füllen und die Wassermelone damit bestreichen. Salzen und pfeffern.

Den Feta in eine Schüssel geben und zerkrümeln. Mit den weiteren 2 Esslöffeln Olivenöl und der gehackten Minze vermischen und gleichmäßig auf den Wassemelonenstücken verteilen. Sofort servieren. Kann von Hand gegessen werden.

 

NEUES BUCH: The Archetype Diet

Text & Foto: Petra Müller, Geschäftsleitung FOOD MOVEMENT

Ich verschlinge gerade dieses Buch.
Auf den ersten Blick könnte man meinen: Jaja, ein weiteres Diätbuch. Zumindest ich dachte das zuerst.

Aber:
Das ist ein kluges Buch. Es richtet sich im übrigen spezifisch an Frauen. Mittels eines Fragebogens ermittelt frau zuerst, was für ein Typ man ist (The Nurterer, The Wonder Woman, The Femme Fatale oder The Ethereal). Für alle, die es sofort wissen möchten: Hier kann man den Fragebogen online ausfüllen.

Als ich meinen Typ erfuhr, dachte ich, ich sehe nicht richtig. Da wurde ich mit meinen Besonderheiten und liebgewonnen Gewohnheiten nicht nur bezüglich Ernährung und Bewegung, sondern auch bezüglich meines bevorzugten sozialen Verhaltens besser beschrieben als in einem Horoskop! Offenbar bin ich gar nicht komisch, sondern einfach ein bestimmter Typ! Das erleichterte mich schon mal sehr.

Das Buch geht aber weit über eine übliche Diät hinaus. Die spezifischen Ernährungsempfehlungen pro Typ sind kurz. Dana James gibt für jeden der 4 Archetypen zwar Ernährungsempfehlungen, geht aber sehr viel tiefer und lässt uns über unser Verhältnis und Verhalten über Essen nachdenken. Man erfährt nicht nur, welche Art von Nahrung für jeden Typ empfehlenswert ist, Dana James gibt auch Ideen, welche Art von Bewegung und Entspannung sich für jeden der 4 Typen eignet. Wir sind nun mal alle verschieden, und diese Empfehlungen sind durchaus inspirierend und regen zum Nachdenken an. In meinem Fall fand ich insbesondere interessant, dass ich nach vielen Jahren ausprobieren und auf meinen Körper achten sehr nahe an den Empfehlungen von Dana James gelandet bin.

Zudem beschreibt die Functional Medicine Ärztin, was man derzeit weiss über die Wichtigkeit von Proteinen, Fetten und Kohlenhydraten. Und wie wir herausfinden können, wie der Umgang mit Essen in unserer Kindheit noch heute vie mit unserem Essverhalten zu tun hat.

Besonders gefällt mir das Kapitel über Gemüse und Früchte, aufgeteilt nach Farben. Wir erfahren, welche Nährstoffe die Pflanzen enthalten, wofür sie wichtig sind – und das nicht nur auf körperlicher, sondern auch auf geistiger Ebene. Gelb steht für stressreduzierend, Resilienz und Selbstvertrauen, rote Gemüse und Früchte sind gut für starke Knochen und helfen der Haut, sie vor der Sonne zu schützen. Orange steht für Stabilität und Schutz und stärkt das Immunsystem, Gelb kann dank den Nährstoffen Lutein und Zeaxanthin bei emotionalem Stress helfen.

Für jeden Typ gibt es einen 2-Wochen-Menüplan inklusive Rezepte.

Selbststverständlich gilt es – wie in meinem Fall – zu berücksichtigen, welche Ausnahmen  aufgrund einer spezifischen Erkrankung zusätzlich wichtig sind und sich allenfalls bereits bewährt haben. Aber auch das sieht Dana James sehr differenziert und weist auf diesen Punkt hin.

Bei The Archetype Diet handelt sich vielmehr um ein psychologisches als um ein dumpfes Diätbuch zum Abnehmen. Sehr inspirierend!

(das Buch ist soeben auf Englisch erschienen, wird aber hoffentlich auch ins Deutsche übersetzt werden)

HEALTHY FRIDAY // FOOD: Käsekuchen (glutenfrei)


Rezept & Fotos: Aleksandra vom SCD-Blog

Aleksandra lebt mir der Diagnose der Darmerkrankung Morbus Crohn und hat auch schon einen Erfahrungsbericht für uns geschrieben – hier könnt ihr ihn lesen.

Käsekuchen

Dieser Kuchen schmeckt für mich wie ein Käsekuchen – diesen Geschmack bekommt er durch die Cashewmilch. Als ich ihn das erste Mal gemacht habe, war ich hin und weg. Und es ist ein einfacher Kuchen, der schnell zubereitet ist. Wenn sich also mal spontan Besuch angekündigt hat und du alle Zutaten daheim hast, ist er fix vorbereitet und du musst ihn nur noch im Ofen backen. Und du kannst dir sicher sein, dass dieser Kuchen gut ankommen wird. Alle meine Testesser waren bisher hellauf begeistert.

Tipp: Natürlich geht auch eine andere Nussmilch. Ich habe z. B. einmal Kokosmilch verwendet. Aber der Kuchen bekommt nur durch die Cashewmilch die geschmackliche Note eines Käsekuchens.

Rezept für eine kleine Springform, ca. 18 cm
Zubereitung: 10 Minuten, Backzeit: 30 – 40 Minuten

50 g gemahlene Mandeln, blanchiert
25 g Kokosmehl
1 Prise Salz
4 Eier
50 g Butter
100 g Honig
50 ml Cashewmilch
1 EL Zitronensaft
1 EL Vanille aus der Mühle oder eine Schote auskratzen

1. Heize den Ofen auf 170°C vor und lege die Springform mit Backpapier aus.
2. Mandelmehl, Kokosmehl und Salz miteinander vermengen.
3. Eier, geschmolzene Butter, Honig, Cashewmilch, Zitronensaft und Vanille hinzufügen und mit einem Mixer gut durchmischen, sodass der Teig schön glatt ist und sich keine Klumpen bilden.
4. Nun den Teig in die Springform geben und für 30 bis 40 Minuten backen. Gegen Ende kann mit dem Zahnstocher überprüft werden, ob der Kuchen schon durch ist.
5. Kurz abkühlen lassen und dann genießen!

Barbara: Dolichokolon

Erfahrungsbericht & Foto: Barbara Jäggi

In unserer Gesellschaft sind Verdauungsbeschwerden Tabu: «Man» spricht noch immer nicht über solche Themen. Welch gravierende Auswirkungen ein vor dem Zusammenbruch stehendes Verdauungssystem jedoch auf das gesamte Wohlbefinden haben kann, musste ich am eigenen Leib erfahren.

Solange ich denken kann, hatte ich Probleme mit meiner Verdauung. Zum ersten Mal richtig bewusst wurde mir dies als Teenie während Familienferien auf Sardinien. Meine Mutter gab mir damals Abführmittel, welche sie auch selber regelmässig konsumierte. Damit begann ein erster Teufelskreis für mich. Denn die Nebenwirkungen der Laxative liessen nicht lange auf sich warten: Mein Darm wurde träger und träger, Erleichterung verschaffte nur eine immer höhere Dosis Abführmittel. Daher suchte ich bereits mit Anfang 20 Hilfe – vergeblich. Ich liess u. a. Untersuchungen am Universitätsspital Zürich und am Salem-Spital Bern vornehmen und vertraute mich diversen Ernährungsberatern an. Eine dieser Ernährungsberaterinnen liess auch eine Stuhlprobe untersuchen. Damals wurde bei mir Leaky Gut Syndrome festgestellt – ich konnte mit diesem Begriff jedoch nicht viel anfangen. Die Beraterin empfahl mir aber nur beschränkt Massnahmen. Was Leaky Gut Syndrome im Detail bedeutet, musste ich Jahre später während meiner Weiterbildung zur Fachberaterin für holistische Gesundheit mit Schrecken feststellen.

2009: Erste Erleichterung
Auf meinem Weg wurde mir der Zusammenhang zwischen Ernährung und Ausscheidung glücklicherweise immer mehr bewusst. 2009 fand ich dann auch nach langer Suche einen sehr verständnisvollen und kompetenten Gastroenterologen. Er diagnostizierte mein Dolichokolon, welches seit Geburt vorliegt: Mein Dickdarm ist 30 % länger als üblich, was meine Beschwerden erklärte. Zu dieser Zeit lebte ich strikt vegetarisch; mein Gastroenterologe riet mir jedoch, ab sofort auch Milchprodukte und Gluten von meinem Speiseplan zu streichen. Er begleitete mich zudem bei der Umstellung der Laxative auf verschreibungspflichtige Medikamente, ein Prucaloprid und ein iso-osmotisches Darmregulans.

2011 beschloss ich, aus damals noch vorwiegend gesundheitlichen Gründen auf eine strikt vegane und glutenfreie Ernährung umzustellen. Ich informierte mich v. a. via US-amerikanische Quellen über reizdarmfreundliche Ernährung. Mehrere Jahre lang war meine Verdauung dadurch mehr oder minder gut eingestellt. Hin und wieder hatte ich jedoch mit starken Blähungen und saurem Aufstossen zu kämpfen; und in besonders stressigen Zeiten lief auch meine Verdauung nicht mehr wie gewünscht. Obwohl ich immer sehr auf meine Ernährung achtete und sehr viel Sport trieb (u. a. verdiene ich mir einen Teil meines Einkommens seit 2013 als Groupfitness-Instruktorin), war auch mein Gewicht starken Schwankungen ausgesetzt. Ich setzte aber zu stark auf die Wirkung der Medikamente und war mir zu wenig bewusst, wie stark gewisse Lebensmittel meine Darmtätigkeit beeinträchtigen können.

2016: Der erste Schritt in die zunächst falsche Richtung
2016 entschloss ich mich aus Eigeninteresse, eine Weiterbildung zur Fachberaterin für holistische Gesundheit zu absolvieren. Im Rahmen dieser Weiterbildung wurde mir auch bewusst, dass ein Leaky Gut, also eine geschädigte und daher undichte Darmschleimhaut, gravierende Folgen für die Gesundheit hat. Gewappnet mit zusätzlichem Wissen über Ernährung, über die westliche Medizin und alternative Heilmethoden beschloss ich, meine Medikamente abzusetzen.

Ich versuchte, mein Verdauungssystem mit meiner Ernährung in Schwung zu halten. Ein paar Monate lang funktionierte das auch mehr oder weniger. Gleichzeitig begann ich jedoch auch, wieder mehr Getreide zu konsumieren, da ich immer wieder Hinweisen begegnete, dass diese der Verdauung zuträglich seien. Im Nachhinein betrachtet, stellte sich diese Kombination jedoch als fataler Fehler heraus. Anfang 2017 litt ich nämlich unter scheinbar zusammenhangslosen Symptomen: meine Haut war so unrein wie nie zuvor, ich war ständig erschöpft, litt unter depressiven Verstimmungen, mein Zyklus war extrem unregelmässig, und ich nahm stetig zu. Meine Verdauung lief mässig, konnte jedoch aus medizinischer Sicht nicht als Verstopfung klassifiziert werden. Aus all diesen Gründen suchte ich im Frühling 2017 meinen Hausarzt auf und liess erst einmal ein grosses Blutbild machen. Alle Werte waren gut bis sehr gut, und mein Hausarzt wusste auch nicht weiter. Daher überwies er mich an eine Hormonspezialistin. Auch dort waren alle Befunde unauffällig.

Ich litt währenddessen immer mehr unter dieser mir unerklärlichen Gewichtszunahme und versuchte auf unterschiedlichste Weise, meinen Körper in sein Gleichgewicht zurückzubringen.
Im selben Frühling 2017 entschloss ich mich, mich zur PowerYoga-Lehrerin (200-Stunden-Zertifikat nach Yoga Alliance) weiterzubilden – ein doppelter Segen, wie sich mittlerweile herausgestellt hat.

An einem Wochenende im September fand eines der Module in Basel statt; und ich fühlte mich elend. Am Samstag konnte ich weder essen noch trinken, ich hatte keine Energie, und am Abend mass ich fast 39 °C Temperatur. Zudem litt ich unter starkem Aufstossen, was unsere gesamte Wohnung mit einem grässlichen Schwefelgeruch ausfüllte. Zudem quälten mich heftige Bauchschmerzen. Am Sonntagmorgen wurde es immer schlimmer, und auf Anraten meiner Telmed-Beraterin suchte ich den Notfall mit Verdacht auf Darmverschluss auf. Ganz so schlimm war es dann zum Glück doch nicht, jedoch stand ich laut Notfallarzt kurz davor, Stuhl zu erbrechen. Der Dienstarzt verschaffte mir mit einem Einlauf und starken Abführmitteln erste Abhilfe. Er verschrieb mir auch meine Medikamente wieder und legte mir ans Herz, meinen Gastroenterologen so bald als möglich aufzusuchen.

2017: Die allheilende Erkenntnis
Mein Gastroenterologe begrüsste zwar grundsätzlich meine Einstellung; jedoch redete er mir auch stark ins Gewissen. Er legte mir ans Herz, mein Dolichokolon ernst zu nehmen und der Gesundheit meines Darms erste Priorität einzuräumen. Medikamente werden wohl ein Leben lang notwendig sein, denn von einer Verkürzung des Grimmdarms rät mir mein Arzt aufgrund der damit verbundenen Risiken ab. Medikamente alleine sind jedoch nicht alles, auch meine Ernährung muss auf meinen Darm abgestimmt sein. So habe ich nach meinem letzten Termin mit dem Ausschlussverfahren alle Lebensmittel eliminiert, die meinem Darm nicht zuträglich sind.

Ich ernähre mich hauptsächlich von Gemüse, Salaten, Hülsenfrüchten inklusuve Soja, Nüssen und Samen. Ich achte darauf, meine letzte feste Mahlzeit möglichst vor 16.30 Uhr zu mir zu nehmen. Morgens geniesse ich einen grünen Smoothie mit einem pflanzlichen Proteinpulver. Ich trinke ausreichend Wasser und Kräutertee.

Auch mein Sportprogramm habe ich komplett überdacht: Anstelle von schweisstreibenden HIIT-Sessions setze ich heute auf Ausdauertraining auf nüchternen Magen, funktionelle Trainingseinheiten mit dem eigenen Körpergewicht, lange Spaziergänge und tägliche Yoga-Einheiten. Auch zwei tägliche Mediationseinheiten von 10 Minuten gehören mittlerweile zu meinem Alltag. So schaffte ich es, meine Depressionen zum verschwinden zu bringen, meine Haut zu klären, mein Gewicht zu regulieren und mein grundsätzlich hohes Energielevel wieder zu erlangen. Klar, meine Ernährung schränkt mich in sozialen Situationen ein; die Lebensfreude und Lebensenergie, die ich wieder zurückerhalten habe, gebe ich aber niemals mehr her.

Mein Nebenerwerb als Ernährungsberaterin habe ich mittlerweile darauf ausgelegt, anderen Menschen mit Verdauungsproblemen auf ihrem Weg zu begleiten: www.theyogabody.ch

Eine chronische Krankheit ist wie ein Teilzeitjob

Text: Petra Müller, Geschäftsleitung FOOD MOVEMENT
Foto: Katharina Lütscher, Zürich

Es freut mich sehr, dass unsere Partnerin, die EGK Gesundheitskasse, in ihrem Hausmagazin Vivere ein Portrait über mich und meine Kranken- bzw. Gesundungsgeschichte veröffentlicht hat. An einem kalten Tag anfangs Februar habe ich mich mit Tina Widmer getroffen, die mich interviewt hat. Ich bin sehr glücklich über die Geschichte, die sie über mich geschrieben hat.

Hier könnt ihr sie lesen.

Ganz herzlichen Dank, liebe Tina!

HEALTHY FRIDAY // FOOD: Quinoa Curry


Rezept & Foto: Fiorina Springhetti, mamalltag

Quinoa Curry

Zutaten für 1 Person
100 g Süsskartoffeln in kleine Würfel geschnitten
100 g Kichererbsen aus dem Glas / aus der Dose
80 g Quinoa (ich habe rotes Quinoa verwendet, Tricolore passt natürlich auch)
1 TL Tomatenmark
1 dl Kokosmilch
80 g frischen Blattspinat (zur Not dient auch tiefgekühlter Blattspinat, auftauen und abtropfen vor Gebrauch)
1 TL Currypulver
1/2 TL Kurkuma
1/2 TL gemahlener Ingwer
1/2 TL gemahlener Koriander
1 Knoblauchzehe, gehackt
1 kleine Zwiebel, gehackt
Himalayasalz und Pfeffer

Zubereitung
Das Quinoa in eine weite Pfanne geben (am besten klappt dieses Gericht in einer weiten Bratpfanne), eine Messerspitze Himalayasalz beifügen und 2 dl Wasser dazugeben. Das Quinoa sollte gut bedeckt sein und nun für 30 Minuten auf mittlerer Stufe köcheln.

Nach 10 Minuten die in kleine Würfel geschnittenen Süsskartoffeln, die Kichererbsen, die gehackte Zwiebel und den gehackten Knoblauch hinzugeben und die Pfanne mit dem Deckel abdecken. Falls nötig, etwas Wasser hinzugeben, es sollte nie komplett verdampfen während des Kochvorgangs.

Wenn noch 5 Minuten der gesamten Kochzeit (30 Minuten) übrig bleiben, das Tomatenmark, die Kokosmilch, das Currypulver, den gemahlenen Kurkuma, den gemahlenen Ingwer und den gemahlenen Koriander beigeben, gut vermengen und auf kleinster Stufe für 5 Minuten köcheln lassen.

Ganz zum Schluss den frischen Spinat unterrühren, alles mit Himalayasalz und Pfeffer nach Gusto abschmecken und servieren.

Voilà – ein einfaches aber satt machendes Quinoa Curry, das im Handumdrehen gelingt.