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Gewürzhilfe

Text & Foto: Petra Müller, Geschäftsleitung FOOD MOVEMENT

Am 11. Oktober 2017 hielt ich einen kurzen Vortrag zu meiner Geschichte und entzündungshemmender Ernährung und deren Wirkung bei rheumatoider Arthritis. Der Vortrag fand im Rahmen der Feierabendserie am Institut für integrative Naturheilkunde NHK in Zürich statt. Nach meinem Vortrag berichtete die Ernährungsberaterin Laura Koch von ihrem Wissen, wie eine kluge Ernährung beim heutigen Stand des Wissens aussieht. Obwohl ich Laura auch schon zu diesem Thema gehört hatte, ist es immer wieder spannend, was sie (inzwischen wieder Neues) zu sagen hat. Es geht nicht nur um das WAS wir essen, sondern auch WIE wir es zubereiten und WANN wir es essen.

Beim anschliessenden Workshop hatten die Teilnehmenden die Gelegenheit, beim Kochen mitzuhelfen und Laura und mich alle noch offenen Fragen zu klären. Zu Beginn hat uns Laura eine spezielle Gewürzmischung vorgestellt, die offenbar bei Arthritis und Arthrose positiv auf den Entzündungsprozess wirkt, sprich: ihn verringert.

Das hat mich natürlich interessiert, denn ich nehme liebend gerne ein paar entzündungshemmende Gewürze ein, wenn man damit schulmedizinische Medikamente vermeiden oder verringern kann.

Wie sieht sie also aus, diese Zaubermischung?

Je zu gleichen Teilen: Gemahlene Muskatnuss, Koriander und Kreuzkümmel.
Davon soll man täglich 2 x 1 Messerspitze einnehmen, am besten dem Essen beifügen.

Zuhause habe ich recherchiert, wer diesen Tipp gegeben hat: Es handelt sich um Dr. med. Christine Meyer, eine deutsche Orthopädin. In einem Bericht des NDR kann man lesen, dass ihre Patientinnen und Patienten gute Erfahrungen mit dieser Gewürzmischung machen. Man darf die tägliche Dosierung jedoch nicht erhöhen – mehr hilft hier nicht besser. Interessant dabei ist, dass Männer offenbar bereits nach durchschnittlich 6 Wochen eine positive Wirkung spüren, Frauen hingegen erst nach 2 bis 3 Monaten.

Dr. Meyer empfiehlt diese Gewürzmischung nicht nur Arthrosepatienten, sondern auch bei rheumatoider Arthritis, Fibromyalgie, Frozen Shoulder und Morbus Bechterew.

Hier kann ein interessanter Chat mit Dr. Meyer gelesen werden, und hier könnt ihr den einführenden Artikel des NDR nachlesen.

Selbstverständlich kann man die Mischung um Zimt und/oder Kurkuma erweitern, damit sie geschmacklich und farblich attriktiver wird.

Ich habe mir die drei Gewürze auf jeden Fall zusammengemischt und werde das mal versuchen. Vielleicht mag jemand mitmachen?

Schönes Wochenende!
Petra

HEALTHY FRIDAY // FOOD: Borschtsch

Rezept: Liora Bels aus ihrem Buch THE MIX
Foto: Mirjam Knickriem

Bortschtsch My Way

Eines meiner liebsten Suppenrezepte in diesem Buch. So aromatisch und leuchtend schön. Das ist meine Version des klassischen osteuropäischen Borschtsch.

Zutaten
3 mittelgrosse Roto-Bete-Knollen, geschält und in Stücke geschnitten
2 mittelgrosse Karotten, in Stücke geschnitten
6 – 8 Flaschen- oder Datteltomaten, geviertelt
4 Scheiben rote Peperonischote
1 EL Bio-Kokosöl, geschmolzen
1 TL frischer Thymian
Meersalz (ich verwende Maldon), je nach Belieben
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
500 ml gekochtes Wasser, oder mehr nach Belieben
1 – 2 EL frisch gepresster Zitronensaft

Leckere Toppings:
– Cashew Sour Cream (findet man im Buch auf Seite 138)
– 1 Handvoll frischen Dill, mehr nach Belieben
– 1/2 TL frisch geriebener Meerrettich, je nach Belieben
– ein paar frische Minzblätter (optional)
– ein paar Tropfen Bio-Olivenöl, extra virgin

Zubereitung
Ofen auf 200° Celsius vorheizen.
Rote Beete, Karotten, Tomaten, Knoblauch und Peperoni auf einem Backblech patzieren, mit Kokosöl beträufeln und mit Thymian, Salz und Pfeffer bestreuen. Mischen und für etwa 40 Minuten rösten. Ab und an wenden, bis das Gemüse saftig und weich ist. Etwas abkühlen lassen.
3/4 der Menge mit gekochtem Wasser und Zitronensaft in den Blender geben und auf höchster Stufe cremig mixen. Je nach Belieben mehr Salz oder Zitronensaft hinzufügen, falls du einen etwas frischeren Geschmack bevorzugst.

Inhalt in Schalen füllen und mit dem Rest des gerösteten Gemüses, Cashew Sour Cream, Dill, Minzblättern, Meerrettich und ein paar Tropfen Olivenöl garnieren.

Hinweis:
Ich esse die Suppe gerne mit getoastetem Buchweizen-Nuss- und Körnerbrot (im Buch auf Seite 172). Die Kombination ist unschlagbar.

Die Suppe kann warm oder kalt genossen werden – beides schmeckt fantastisch!

HEALTHY FRIDAY // FOOD: Majorantee

Damit ihr aus möglichst vielen Ecken Inspiration findet am HEALTHY FRIDAY, erweitern wir unseren Kreis heute um Pascale Neuens. Pascale ist Luxemburgerin, wohnt jedoch seit vielen Jahren in Österreich. Sie ist Architektin, Mutter und geniesst das Leben, Kochen und Essen. Von einem Tag auf den anderen plagten sie jedoch Übelkeit und Verdauungsbeschwerden. Sie wurde dünner, war unfassbar müde und wusste nicht mehr was sie essen konnte.

Auf ihrem Blog schreibt sie:
„Schulmedizinisch litt ich an einer Histamin-, Fruktose- und Laktoseintoleranz und bekam 3 Listen mit zu vermeidenden Lebensmitteln. Da es mir besonders schlecht ging, wenn ich Pasta oder Brot aß, mied ich zusätzlich glutenhaltige Produkte. Schnittmenge der übrigbleibenden Nahrungsmitteln nach Abzug sämtlicher Vermeidungslisten: Reis mit Karotte und Zucchini, etwas Huhn und noch ein paar andere wenige Dinge.

Als sich mein Zustand trotz strenger Diät nicht besserte, landete ich schlussendlich in einer TCM Praxis und wurde mit Kräutern und Akupunktur behandelt. Zum ersten Mal interessierte sich die Ärztin dafür, was ich denn so aß und gab mir Tipps. Ganz langsam ging es bergauf. 2 Jahre und eine Ausbildung zur Ernährungsberaterin nach TCM später fühle ich mich wieder richtig fit, und ich koche immer noch leidenschaftlich gerne – wenn auch etwas anders…“

Es freut uns, dass wir euch heute ein ganz einfaches, aber umso interessantes „Rezept“ für ein Getränk von Pascale zeigen dürfen. Ich zumindest gehe jetzt grad in den Garten, um Majoran für einen Tee zu ernten.

Petra Müller, Geschäftsleitung FOOD MOVEMENT

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Text, Rezept & Foto: Pascale von Neuensausderküche

TCM Praxis-Tipps, für mehr Klarheit im Kopf durch gutes Essen

Vermeide häufige Brotmahlzeiten und Weizen allgemein, Zucker, Milchprodukte (auch Joghurt und Milch), Südfrüchte, Fruchtsäfte, zu viel Rohkost, Müsli, Softdrinks, Schokolade, Eis, fettes Schweinefleisch, Wurst und frittierte und fettige Speisen.

Verwende möglichst viele frischen, aromatischen Kräuter um die Nässe zu transformieren: Rosmarin, Oregano, Majoran und Thymian. Kein Kraut, aber dennoch sehr hilfreich bei Nässe sind Zitrusschalen, Anis- und Fenchelsamen!

Birnen, Karfiol, Kohl, Rettich sind Lebensmittel die auf ganz milde und sanfte Art befeuchten und Schleim sprengen! Das sind die besten Nahrungsmittel für Erde-Metall-Typen und für alle Menschen zu dieser Jahreszeit um ihre Abwehr zu stärken.

Hier findest du die Infos zur Übergangszeit und zum Herbst, das hilft dir dich saisonal besser zu ernähren. Derzeit sind wir mitten drin in den 3 Wochen September und es macht so viel Spaß, dass der zweite Durchgang schon im meinem Kopf herumgeistert …

Doch nun, genug der Worte für heute, ich schließe ab mit einem Majoran Tee. Ich kann es nicht glauben, dass mir dieses Kraut bis zu meiner TCM Ausbildung nicht geläufig war. Inzwischen liebe ich Majoran, so sehr, dass ich ihn sogar als Tee trinke…

Ich habe 4 frische Zweige auf circa 400 ml verwendet.
Du kannst aber auch 1 TL getrockneten Majoran pro Tasse verwenden.

Majoran ist warm, schmeckt scharf, etwas bitter und aromatisch. Er wirkt auf die Funktionskreise Lunge, Milz, Magen und Herz. Er reguliert das Qi, wirkt Stagnationen, Wind-Kälte-Feuchtigkeits-Stagnationen und Schleim-Kälte entgegen. Er wärmt das Innere und beruhigt den Geist. Er vertreibt äußere Wind-Kälte und beruhigt inneren Wind. Mein Kraut!

Er hilft bei schmerzhaften Menstruation, wirkt Völlegefühl, grippalen Infekten und Schwindel entgegen. Hilft bei Schlafproblemen, Unfruchtbarkeit, Rheuma, Gelenksentzündungen, Zittern, Tics, Krämpfen und Tinnitus.

Die Ernährung nach TCM dient der Gesunderhaltung und der Harmonisierung der körpereigenen Heilungskräfte. Meine Rezepte sind kein Ersatz für eine ärztliche Diagnose und Behandlung, sie erfüllen keine medizinischen Zwecke.

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Vielleicht mögt ihr noch etwas auf der Website von Pascale herumstöbern. Es gibt viel Spannendes und Schönes zu entdecken, wie zum Beispiel einen Text über Thermik, also die Temperaturen, mit der wir Lebensmittel zu uns nehmen und was die entsprechende Wirkung auf unseren Organismus ist.

M.: Schilddrüsen-Überfunktion (Morbus Basedow)

Einführungstext & Interview: Petra Müller, Geschäftsleitung FOOD MOVEMENT

Dieser Erfahrungsbericht ist insofern speziell, als es sich um einen Mann handelt, der hier erzählt. Diesem Beitrag ist ein längeres Telefongespräch zwischen M. und mir vorausgegangen. M. möchte anonym bleiben, da er es zurzeit vorzieht, dass sein Arbeitgeber seine detaillierte Krankheitsgeschichte nicht kennt.

Ich war und bin sehr beeindruckt von dieser Geschichte und vom reflektierten und disziplinierten Umgang von M. mit seiner Krankheit. Vielleicht täusche ich mich, aber ich kenne deutlich mehr Frauen, die einerseits einen „alternativen“ Weg einschlagen und andererseits darüber sprechen.

Es wäre wunderbar, wenn auch M.’s Erfahrungen und Erkenntnisse möglichst viele Menschen inspirieren würden, skeptisch und kritisch zu werden und/oder zu bleiben und ihren persönlichen Weg zu gehen.

Ganz lieben Dank an dich, M., dass du uns so offen von deinem Umgang mit deiner Schilddrüsen-Überfunktion erzählst!

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Lieber M., Du hast – wie viele Mitleidensgenossinnen und -genossen – eine lange Odyssee hinter dir, bis du 2016 endlich die Diagnose Schilddrüsen-Überfunktion bekommen hast. Wie du mir erzählt hast, hattest du aber bereits vor 7 – 8 Jahren erste Beschwerden mit Blähungen und Durchfall. Damals hat dein Hausarzt einen Reizdarm diagnostiziert. Wie wurde dieser Reizdarm behandelt?
Wenn ich ehrlich bin, begleiteten mich diese Symptome damals schon viel länger. Aber ich redete mir einfach ein, mit einer schwachen Verdauung versehen zu ein.

Der Arzt hat mir damals für einige Wochen Duspatalin Retard verschrieben, ein Arzneimittel, das die Krampfzustände des Magen-Darmtraktes beseitigt. Er meinte auch, er selber leide schon länger unter dem Reizdarm Syndrom, vor allem wenn er Stress habe, und er nehme dann immer wieder Duspatalin. Ich solle doch auch darauf achten, weniger in Stresssituationen zu kommen. Ich war fürs erste beruhigt, da die Symptome nun einerseits etwas allgemein Bekanntes und in der Darstellung des Arztes nichts Schlimmes darstellten.

Damals hatte ich keine Ahnung, wie man mit Stress richtig umgeht und so war meine Antwort auf Stress Party mit Alkoholkonsum am Wochenende. Und nach einer anstrengenden Aufgabe im Büro belohnte ich mich sehr gerne mit einem Cappuccino oder einem Kaffee Crème (4 – 6 mal am Tag). Ich muss wohl nicht erwähnen, dass ich damals keine Verbindung zwischen durchzechten Nächten, Alkoholkonsum, Kaffee und Stress machte und so kamen die Schübe von Blähungen und Durchfall mal schwächer mal stärker immer wieder und ich reagierte, wie vom Arzt verordnet, mit der mehrwöchigen Einnahme von Duspatalin Retard.

Dennoch warst und bist du fit und hast sehr intensives Intervalltraining (Crossfit) betrieben. Wann und weshalb hast du damit aufgehört? Wie sieht dein Sportprogramm heute aus?
Ich war schon immer eher sportlich. Grundsätzlich bin ich mehr oder weniger regelmässig ins Gym gegangen. Wenn ich nicht gerade Lust hatte, in ein Gym zu gehen, habe ich mehrere Intervalle mit Liegestützen, Sit-ups und kurzen Hantelübungen zu Hause gemacht.

Anfang 2015 wollte ich jedoch wissen, wie man die Ausdauer und Kraft steigern kann und ich besuchte während 5 Monaten 2 – 3 Mal pro Woche geführte Crossfit-Workouts. Bereits nach 2 Monaten war ein beachtlicher Fortschritt spür- und sichtbar und nach den 5 Monaten sah ich mit meinen damals 39 Jahren so fit aus wie nie zuvor in meinem Leben. Ende Sommer begann jedoch eine anstrengende Phase in meinem Job – mein Job ist ohnehin mental fordernd. Plötzlich fingen meine Muskeln an, dahin zu schmelzen und ich nahm stark ab, obwohl ich gleichviel zu essen pflegte. Ich fühlte mich ständig müde und ausgelaugt.

Da es ja beim ersten Mal mit der Fitness und dem Muskelaufbau so gut geklappt hat, startete ich im Januar 2016 erneut einen Versuch mit Crossfit. Doch ich kam dieses Mal überhaupt nicht vom Fleck. Weder die Muskeln noch die Ausdauer wollten zunehmen, sodass ich nach 6 Wochen die Übung abbrach.

Retrospektiv erachte ich ein solch hartes Intervalltraining als ungesund. Bereits nach zwei Wochen Pause (z.B. Ferien) muss man wieder weit hinten anfangen und sich mühsam vorarbeiten. Generell ist man nach einem solch harten Training richtiggehend KO und man braucht jeweils 2 – 3 Tage, um den Muskelkater zu überstehen. Dies ist übrigens bei Crossfit Absicht.

Auch das Training in einer gewöhnlichen «Muckibude» ist auf die Dauer langweilig, und man braucht immer viel Motivation, um den Weg dorthin und zurück auf sich zu nehmen ‒ dies an nassen, kalten Tagen, aber auch an Tagen, an denen man lieber ins Strandbad gehen würde. Und so kommt man vor lauter Ausreden und Ferien dazwischen nie in eine Regelmässigkeit rein, die einerseits motivierend und andererseits gesund ist.

Ich versuche heute, meine Übungen in den Alltag zu integrieren, sodass ich den inneren Schweinehund nicht mehr besiegen muss, ich keine Zeit fürs Training verliere und diese Tätigkeiten auch in den Ferien problemlos ausführen kann. Das sieht so aus:

15 Stockwerke jeden Tag (Treppen laufen)
60 Liegestütze alle 2 Tage
12 Klimmzüge alle 2 Tage

Mehr braucht es meiner Meinung nach nicht, wenn man sich gut ernährt und genügend Schlaf bekommt.

Was hat dir der Arzt nach der Diagnose Schilddrüsenüberfunktion (Morbus Basedow) verschrieben und empfohlen?
Zu Beginn musste ich Betablocker gegen das Herzrasen und Carbimazol (Neo-Mercazole®) gegen die hohen Schilddrüsen-Hormonwerte einnehmen. Ich sollte das Carbimazol vorerst mal 6 Monate einnehmen, und mit dem Arzt sollte dann situativ entschieden werden, wieviel länger ich das Carbimazol einnehmen sollte, da man schauen müsse, ob sich die Schilddrüse bis dann beruhigt hat. Dabei ist zu sagen, dass man das Carbimazol bis maximal 2 Jahre lang einnehmen darf und falls die Schilddrüse sich bis dann nicht beruhigt, muss man die Schilddrüse mit grosser Wahrscheinlichkeit mit radioaktivem Iod behandeln, damit sie schrumpft. Auf die meiner Meinung nach unzureichend untersuchten Langzeitauswirkungen von radioaktiven Substanzen auf den Körper will ich hier nicht eingehen.

Irgendwann kam bei dir der Punkt, wo du dich nicht mehr nur schulmedizinisch hast behandeln lassen. Was gab dafür den Ausschlag?
Da ich bereits 2015 erste Erfahrung mit Craniosacraltherapie und Kinesiologie hatte, hat sofort begleitend mit diesen Therapien die Genesung begonnen. Zudem waren die Nebenwirkungen des Carbimazol so zermürbend, vor allem Darmprobleme, sodass ich mich im Internet und in Büchern selber nach Alternativen umschaute. Und ich wurde fündig.

Welche natürlichen Medikamente und Methoden haben dir in Bezug auf die Schilddrüsenüberfunktion geholfen?
Um die Hormonüberproduktion und die damit verbundene Nervosität in den Griff zu bekommen, habe ich auf die Wolfstrapp-Tinktur von Ceres gesetzt. Was meiner Meinung nach die grösste Wirkung hatte, war die konsequente Meidung diverser Lebensmittel und die grundsätzliche Sanierung des Darmes.

Welche Lebensmittel und Getränke versuchst du denn zu vermeiden?
Seit 12 Monaten sind Alkohol, Kaffee, Milch/Rahm ein absolutes Tabu für mich. Andere Milchprodukte und Eier sind nur Ausnahmeerscheinungen auf meinem Speiseplan.

Weizen habe ich während der Hauptphase der Krankheit auch komplett gemieden und durch Dinkel, Reis, Quinoa etc. ersetzt. Ich vertrage mittlerweile wieder kleine Mengen an Weizen, meide ihn aber, wo ich nur kann. Nachtschattengewächse, und da speziell Auberginen und Paprika, meide ich, wo es nur geht. Kartoffeln wurden durch Süsskartoffeln ersetzt. Manchmal gönne ich mir aber Pommes Frites 😉.

Spürst du es, wenn du ausnahmsweise Milchprodukte oder Weizen konsumierst?
JAAA, bei Weizen ist es jedoch nicht so deutlich wie bei Milchprodukten mit einem hohen Laktosegehalt. Nach dem Verzehr von Weizenprodukten (z.B. Pasta), verspüre ich erst nach einigen Stunden ein komisches nervöses Gefühl und ein Ziehen im Körper, und deswegen war es am Anfang auch schwierig, die Symptome einem Nahrungsmittel zuzuordnen. Nach laktosehaltigen Nahrungsmitteln habe ich bereits kurz nach der Einnahme starke Blähungen, begleitet von schlechtem Wohlbefinden.

Du hast mir erzählt, dass du auch in Sachen Entspannung einiges dazugelernt hast. Wie entspannst du dich heute?
Ich habe meditieren gelernt, und obschon ich nicht jeden Tag meditiere, kann ich an stressigen Tagen am Abend 30 – 60 Minuten meditieren und richtig runterkommen. Zudem habe ich mittlerweile meine Karriereambitionen ein wenig «feinjustiert» und bin deshalb nicht mehr so verbissen im professionellen Alltag.

Dies hat auch dazu geführt, dass ich mich endlich dazu durchringen konnte, mein Arbeitspensum auf 80 % zu reduzieren. Diese zusätzliche Freizeit hat massgeblich zur Entspannung und dadurch natürlich auch zu meiner Genesung beigetragen.

Was man dabei nicht vergessen darf ist der Schlaf. Ich gehe heute früher ins Bett und störe den Rhythmus so wenig wie möglich durch späte Abendanlässe etc..

Was sind deine wichtigsten Erkenntnisse, wenn du die letzten 8 Jahre Revue passieren lässt?
Ich hatte immer wieder unerklärliche körperliche und psychische Tiefs. Ich habe nun endlich gelernt, eben diese einzuordnen, die Ursachen zu verstehen und das gesamte Befinden zu optimieren, zu lenken und diese Tiefs möglichst zu verhindern. Auch das Nein sagen habe ich gelernt. Dies im Bezug zu gewissen Nahrungsmitteln, aber z.B. auch zu privaten und professionellen Aktivitäten, die ich für mich als energieraubend ermittelt habe.

Wie geht es dir heute? Hast du weitere Pläne?
In der Gesamtbetrachtung kann ich heute sagen, dass ich mich wohler und energetischer fühle, als dies in den letzten 8 Jahren der Fall war. Meine Schilddrüsenwerte sind seit Juni 2016 wieder ganz normal.

Ich werde in den kommenden Monaten weiter an meinem Darm arbeiten und meinen Ernährungsplan weiter feintunen.

To be continued….

 

 

 

 

 

 

 

HEALTHY FRIDAY // FOOD: Eierschwämmchen-Rosenkohl-Pfanne

Rezept & Foto: Freunde am Kochen

Zutaten für 2 Personen
80 g Speckwürfeli
1 EL Olivenöl
500 g Rosenkohl, gerüstet & halbiert (oder TK)
3 Zwiebeln, in dünnen Ringen
250 g frische Eierschwämmchen, geputzt
Paprikapulver
Salz & Pfeffer
30 g Parmesan, in dünne Scheiben geraspelt, z.B. mit dem Sparschäler oder einem scharfen Messer
½ Bund glattblättrige
Petersilie, gehackt

Zubereitung
Speckwürfeli in einer grossen Bratpfanne anbraten. Olivenöl und den gewaschenen, gerüsteten und halbierten Rosenkohl* (grosse Röschen vierteln) und die Zwiebelringe dazugeben, gut 10 Min. anbraten. Danach etwas Wasser (Pfannenboden sollte knapp bedeckt sein) dazugeben, salzen, weiterbraten bis das Wasser verdampft ist.

Gerüstete und gesäuberte Eierschwämmchen dazugeben, ca. 5 Min. fertig braten. Mit Paprikapulver und nach Bedarf mit etwas Salz & Pfeffer nachwürzen.

Eierschwämmchen-Rosenkohl-Pfanne mit Parmesanraspeln und gehackter Petersilie bestreuen.

*Wer tiefgekühlten Rosenkohl verwendet, gibt diesen ganz zu den Speckwürfeli, gibt von Anfang an etwas Wasser dazu und lässt den Rosenkohl ca. 10 Min. zugedeckt köcheln. Deckel abheben, Flüssigkeit verdampfen lassen, Eierschwämmchen beigeben. Weiter verfahren wie oben beschrieben.

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Freunde am Kochen hat übriens ein neues Produkt lanciert: Gesund durch die Schwangerschaft, ein Ernährungsprogramm während der Schwangerschaft

Ein gesunder Lebensstil bedeutet in der Schwangerschaft gleich doppelt soviel! Dabei sollen Freude, Genuss und neue Inspiration keinesfalls zu kurz kommen. Das Herzstück des Programms, die Ernährungspläne, optimieren daher einerseits eine Ernährung mit den relevanten Mikro- und Makronährstoffen und bringen gleichzeitig Abwechslung auf den Tisch. Mit einer gesunden, ausgewogenen, nährstoffoptimierten Ernährung vermeidet oder minimiert man viele der typischen Schwangerschaftsbeschwerden und stellt eine gesunde Gewichtszunahme im Normbereich sicher.

Da in dieser Phase nur das Beste gut genug ist, haben wir uns die geballte Kompetenz vom Gynäkologen und Nährstoff-Experten Prof. Dr. med. C. Breymann mit ins Boot geholt. Zudem zeigt Barbara von Mom in Balance, wie man mit regelmässigen, dem Stand der Schwangerschaft entsprechenden Sportübungen, fit für die Geburt wird. Stressmanagement-Tipps von Sandra von Känel machen das Paket rundum perfekt für dich!

Blattgespräche

Text & Foto: Petra Müller, Gründerin FOOD MOVEMENT

Heute möchte ich euch einen Vorschlag machen, der sich für mich schon drei Jahre bewährt:
Geht und fragt jemanden, die/der einen Gemüsegarten besitzt, ob ihr ab und zu Blätter von Broccoli, Kohlrabi oder Zucchetti haben könnt.

Die Blätter unserer Gemüse sind meist nährstoffreicher als die „Gemüse“ selbst! Als ich vor ein paar Jahren für ein Rezept grüner Smoothies recherchierte, habe ich das erst entdeckt. Es ist mir nachhaltig im Kopf stecken geblieben, dass es himmeltraurig ist, wenn all die wertvollen Blätter auf dem Kompost landen – wenn schon, dann immerhin bei den Meerschweinchen…

Hier exemplarisch die Nährstoffe von Randen (Rote Beete) der Knolle (1. Zahl) und der Blätter (2. Zahl):

Kalzium:             16 mg         117 mg
Eisen:                 0,8 mg       2,57 mg
Magnesium:       23 mg            70 mg
Kalium.             325 mg         762 mg
Natrium.              78 mg        226 mg
Vitamin C:          4,9 mg          30 mg
Vitamin A:           33 IE        6’326 IE
Vitamin E:        0,04 μg           1,5 μg
Vitamin K:          0,2 μg          400 μg
Thiamin:          0,03 mg          0,1 mg
Riboflavin:       0,04 mg        0,22 mg

(Quelle: Grüne Smoothies, Dr. med. Christian Guth/Burkhard Hikisch, GU Ratgeber Gesundheit)

Beeindruckend, oder?

Wenn ihr selbst einen Garten habt, umso besser. Ansonsten geht und fragt jemanden, meistens sind die Leute sehr interessiert, und es ergeben sich schöne Gespräche.

HEALTHY FRIDAY // FOOD: Glutenfreie Fladenbrote

Text & Rezept: Stefanie Reeb, wellcuisine
Fotos: Thomas Leininger @ wellcuisine

Da mein Mann Thomas kein Gluten verträgt, gestalten sich Restaurantbesuche und Essen bei Freunden manchmal etwas schwierig. Normalerweise hat er immer eine Packung glutenfreie Cracker in der Tasche, damit sein Futterneid nicht ganz so groß wird, wenn wir anderen frisch gebackenes Brot oder andere glutenhaltige Gemeinheiten essen. Zuhause versuche ich natürlich, von Anfang an gleich so zu kochen und zu backen, dass er alles mitessen kann. Mit meinen glutenfreien Backversuchen für helleres Brot oder Fladenbrot war ich bisher aber nicht so glücklich. Oft schmeckte man den Unterschied zwischen Original und glutenfreier Version einfach zu deutlich … und die glutenfreie Version schnitt merklich schlechter ab. Zu trocken, zu fest, zu staubig … Natürlich gibt es mittlerweile viele gute fertige Backmischungen für hellere Brote, die aber oft zu fast 100% aus Stärke bestehen und schon so komisch knistern, wenn man die Tüte anfasst.

Als wir kürzlich Freunde zum Essen erwarteten, startete ich einen neuen Back-Versuch. Es sollte Baba Ganoush, Muhammara und mediterranes Ofengemüse geben. Dazu passt natürlich am besten Fladenbrot. Und diesmal ging alles gut. Die fertigen Brote waren knusprig und gleichzeitig elastisch, schmeckten gut und auch die Freunde, die problemlos Gluten essen können, fragten nach das Rezept. Das sind die Momente, in denen ich am liebsten einen kleinen Freudentanz machen würde (und es meistens auch tue): wenn das neue, gesündere oder allergiefreundliche Rezept noch besser schmeckt als das Original.

Mehr Infos zur Glutenunverträglichkeit und woran man sie erkennen kann, findest Du in diesem Beitrag.

Zutaten für 12 Stück
2 Päckchen Trockenhefe à jeweils 9 g
400 ml lauwarmes Wasser
2 EL Ahornsirup
400 g Buchweizenmehl
100 g Maisstärke
2 TL Salz
Optional: 1 TL Kümmelsamen
6 EL Olivenöl plus 2 EL zum Bestreichen der Fladenbrote vor dem Backen
1 EL Sesam
Etwas Fleur de Sel oder grobes Meersalz zum Bestreuen

Zubereitung
Die Trockenhefe in einer Schale mit lauwarmem Wasser und Ahornsirup vermischen. 5 Minuten ruhen lassen bis kleine Bläschen auf der Oberfläche erscheinen.

Buchweizenmehl, Maisstärke, Salz und Kümmel vermischen. Die Hefemischung und das Olivenöl hinzufügen und alles mit einem Löffel verrühren. Mit einem sauberen Küchentuch abdecken und 1 Stunde an einem warmen Ort gehen lassen.

Den Backofen auf 240 °C Umluft vorheizen.

Zwei Backbleche mit Backpapier auslegen. Portionen in der Größe von ca. 2 EL des Teigs entnehmen, mit den angefeuchteten Händen zur Kugel formen, aufs Backpapier setzen und leicht flach drücken. Die Hände zwischendurch immer wieder befeuchten, da sich der klebrige Teig sonst nicht verarbeiten lässt.

Die Oberflächen der Brote mit Olivenöl einpinseln, mit Sesam und etwas Fleur de Sel bestreuen und zuerst das erste Blech ca. 10 Minuten backen, bis die Unterseiten gebräunt sind, die Fladenbrote aber bei Druck auf die Oberseite noch leicht nachgeben. Dann das zweite Blech mit Broten backen.

WELLCUISINE Tipp:
Die fertig gebackenen Fladenbrote lassen sich sehr gut einfrieren und sind in Nullkommanichts aufgetaut.

Zeitaufwand:
ca. 25 Minuten plus 1 Stunde Wartezeit

Interview mit Dr. med. Giorgio Tamborrini, Rheumatologe

Text & Interview: Petra Müller, Geschäftsleitung FOOD MOVEMENT

Im Frühling dieses Jahres wurde ich von der Rheumaliga beider Basel angefragt für einen Vortrag zum Thema „Entzündungshemmende Ernährung“. Ich habe erfreut zugesagt. Letzte Woche habe ich erfahren dass mein Vortrag vom 15. November 2017 bereits ausgebucht ist und sicher stattfinden wird. Toll!

Im Rahmen dieser Vortragsreihe machte ich eine Entdeckung: Auch ein Herr Tamborrini war für einen Vortrag vorgesehen, ein praktizierender Rheumatologe. Wer meine Geschichte nicht kennt: Ich bin seit meinen Erkrankung an rheumatoider Arthritis vor 6 Jahren auf der Suche nach einem Rheumatologen, der die positive Wirkung einer klugen Ernährung anerkennt. Bisher erfolglos. Ich machte mir Hoffnungen: Es gibt ihn offenbar doch!

Noch am selben Tag habe ich Dr. Tamborrini ein Mail geschrieben und ihn gefragt, ob er bereit wäre, sich kurz mit mir zu unterhalten und allenfalls für FOOD MOVEMENT ein Interview zu geben. Innerhalb von wenigen Tagen hatten wir miteinander telefoniert – es war ein hoch erfreuliches Gespräch. Ausserdem hatten wir vereinbart, dass ich ihm einen Fragebogen zukommen lassen kann.

Es freut mich deshalb ausserordentlich, dass wir euch heute dieses wichtige Interview mit einem Facharzt für Rheumatologie zeigen dürfen. Wir hoffen, dass es viele von euch inspiriert und Menschen mit sowohl rheumatischen wie auch anderen Erkrankungen ermutigt, die Ernährung Teil des Genesungsprozesses werden zu lassen.

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Dr. med. Giorgio Tamborrini-Schütz

Lieber Herr Tamborrini, Sie sind Facharzt für Rheumatologie und sind der Meinung, dass die Ernährung bei Rheumaerkrankungen eine Rolle spielen kann. Wie sind Sie dazu gekommen?
Zum einen berichten viele Patientinnen und Patienten von positiven oder negativen Effekten gewisser Speisen oder Ernährungsgewohnheiten in Bezug auf ihre Gelenksbeschwerden. Als Beispiel nenne ich den positiven entzündungshemmenden Effekt fettreicher Fische und den Verzicht auf übermässigem Fleischkonsum. Zum anderen gibt es unterdessen wissenschaftliche Untersuchungen, die den Zusammenhang zwischen Entzündung und Ernährung beweisen. Es gibt etliche Studien, die beispielsweise den negativen Einfluss von zu viel Konsum von rotem und verarbeitetem Fleisch auf Stoffwechsel, Herz-Kreislauf-System oder Krebs zeigen. Hierzu verweise ich auf den Bericht der Eidgenössischen Ernährungskommission zu den gesundheitlichen Aspekten des Fleischkonsums (https://tinyurl.com/yav7cz3u)

Was empfehlen Sie Patientinnen und Patienten, die offen sind, sich auf eine Ernährungsumstellung einzulassen? Gibt es spezifische Lebensmittel, die Sie Rheumapatienten empfehlen zu meiden?
Ich bespreche mit den Patientinnen und Patienten ihre Ernährungsgewohnheiten und gebe in der Regel Ernährungstipps und Richtlinien mit. Die Ernährung kann einen Einfluss auf die Krankheitsaktivität haben, ersetzt aber nicht eine präzise und auf den einzelnen Menschen abgestimmte medikamentöse oder nicht-medikamentöse Therapie.

Ich bin überzeugt, dass eine gesunde Ernährung den rheumatischen Entzündungsprozess beeinflusst.

Ich bin überzeugt, dass eine gesunde Ernährung den rheumatischen Entzündungsprozess beeinflusst (https://tinyurl.com/yc9uw8wk). Ich befürworte eine Ernährung mit wenig tierischen Fetten, ausgenommen gelegentlicher (fettreicher) Fischkonsum. Zudem empfehle ich täglichen Konsum von frischen Früchten und Gemüsen, idealerweise aus der Region und wenn möglich bio.

Bei entzündlichen Krankheiten sollte die Arachidonsäure in den Lebensmitteln vermindert werden, dies durch Reduktion von verarbeitetem (gepökeltem) Fleisch, Innereien oder Wurstwaren, Reduktion des Eikonsums oder anderer tierischer Fettquellen («fette» Fische ausgenommen). Zu empfehlen ist eine vorwiegend lacto-vegetabile Ernährung mit Fischkonsum unter Beachtung individueller Unverträglichkeiten und unter Vermeidung einer Mangelerscheinung (Vitamine etc.). Beim Kaufen von Fischprodukten sollte auf deren Herkunft geachtet werden. Biologische Fische oder Fische aus Wildfang enthalten mehr Omega-3-Fettsäuren.

Neben der Reduktion entzündungsfördernder Lebensmittel ist die reichliche Zufuhr von entzündungshemmenden Lebensmitteln anzustreben, u. a. mit Omega-3-Fett-säuren, Gamma-Linolensäure und Antioxidantien wie z. B. Vitamin E. Pflanzliche Omega-3-Fettsäuren sind sehr zu empfehlen, welche wir z. B. im Rapsöl, in Walnüssen, Leinsamen oder Chia-Samen finden.

Was machen Sie für Erfahrungen, wenn Patienten auf bestimmte Lebensmittel verzichten oder sie reduzieren? Können Sie von einer (oder mehreren) Erfolgsgeschichte(n) berichten?
Ich betreue einige Menschen, die durch die Anpassung der Ernährungsgewohnheiten die Entzündung positiv beeinflussen konnten. Dies spiegelt sich im Alltag darin, dass weniger Schmerzmittel benötigt werden oder die spezifischen Rheumamedikamente in tieferen Dosierungen ausreichend wirken. Es gibt ganz wenige Ausnahmen, wo die Ernährungsanpassung soweit geführt hat, dass die Medikamente ganz abgesetzt werden konnten. Man kann diese Erfolgsgeschichte nicht auf andere Menschen übertragen, da es so viele verschiedene rheumatische Erkrankungen gibt und auf jeden Fall jede Patientin, respektive jeder Patient individuell beraten und behandelt werden soll. Dies ist ein Grundsatz moderner und personalisierter Präzisionsmedizin, wo nebst der Erkrankung selbst auch Umwelteinfluss oder der Lebensstil im Behandlungskonzept mitberücksichtigt wird.

Sie fördern gesunde Ernährung, indem Sie Ihre Patientinnen und Patienten Rezepte austauschen lassen. Können Sie uns etwas über dieses Projekt erzählen?
Das mit dem Rezeptaustauschen hat leider nicht so gut geklappt, wie ich mir erhofft hatte. In einem halben Jahr erhielt ich weniger als ein halbes Dutzend Rezepte von Patientinnen und Patienten. Der Hintergrund zur Idee mit den Rezepten ist, dass ich für diverse Patientenzeitschriften Artikel über die Ernährung schreiben durfte und auch schon mit Patienten an einem Kochevent teilgenommen habe. So kam ich auf die Idee, ein kleines Kochbuch zu schreiben und auch Rezepte von Patientinnen und Patienten zu integrieren. Vielleicht klappt es ja noch, ich bin da ganz zuversichtlich.

Gibt es natürliche Medikamente oder Nahrungsergänzungsmittel, die Sie bei Rheumaerkrankungen empfehlen können?
Hierzu muss ich gestehen, dass ich mich mit diesen Produkten nicht genügend auskenne. Ich bin der Meinung, dass der natürliche Weg über gesunde und frische Lebensmittel bevorzugt werden soll. Eine Anpassung der Ernährung unter Beachtung oben genannter Punkte kann eine Änderung des Quotienten zwischen Arachidonsäure (löst eine Entzündung aus) und mehrfach ungesättigten Fettsäuren verändern. Der Effekt von Fischölkonsum wurde in diversen Studien untersucht. Sowohl bei Arthrosen wie auch bei rheumatoider Arthritis konnte gezeigt werden, dass Fischölkonsum in Bezug auf Schmerzen und rasches Erreichen einer Remission eine positive Wirkung hat.

Welche sonstigen Faktoren, abgesehen von der Ernährung, erachten Sie als wichtig für Gesundheit und Wohlbefinden?
Ich versuche die Patientinnen und Patienten zu motivieren, sich regelmäßig zu bewegen, beziehungsweise sich sportlich zu betätigen. Zudem sollte der Alkoholkonsum minimiert werden. Mit Rauchen sollte auf jeden Fall aufgehört werden.

Haben Sie persönlich positive Erfahrungen mit einer bestimmten Ernährungsweise gemacht?
Meine Familie pflegt eine klassische mediterrane Ernährungsweise, die gut schmeckt und eine reichliche Variation anbietet. Diese umfasst viele frische und minimal verarbeitete Produkte, u.a. Gemüse, weisses Fleisch, Fische, Vollkornprodukte, Nüsse und Früchte.

Verraten Sie uns noch Ihr Lieblingsessen?
Ich persönlich liebe rohes oder gegrilltes Gemüse wie Fenchel und ich mag ausgesprochen gern Nüsse und Hülsenfrüchte. Ein eigentliches Lieblingsessen habe ich nicht, aber nichts geht über eine Pizza mit Gemüse, Oliven und Kapern… natürlich mit Vollkorn-Teig!

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Institut für Ultraschall und des Bewegungsapparates und Rheumatologie UZR, Basel

HEALTHY FRIDAY // FOOD: Macadamianussmilch

Rezept, Text & Foto: Petra Müller, Freakfood

Dieses Rezept wurde exklusiv kreiert für FOOBY

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. So habe ich immer noch das starke Verlangen, eine weisse Flüssigkeit in mein Zmorge-Müesli zu giessen. Während meiner Ausschlussdiät stellte ich jedoch fest, dass ich Milchprodukte nicht vertrage – es musste eine Alternative her.

Seit einigen Jahren mache ich deshalb verschiedene «Milchen» aus Nüssen und Samen. Diejenige mit Macadamias hat mehrere Vorteile: Man muss die fetthaltigen Nüsse nicht einweichen, die Milch wird wunderbar cremig und sie schmeckt herrlich. Man kann die Milch verwenden für Müesli, Chia-Pudding, Kurkuma Latte, Salatsaucen und cremige Saucen, z.B. mit gedünstetem Gemüse – dann gebe ich die Milch ganz am Schluss hinzu, meist mit etwas Zitronensaft und Nährhefe.

Notwendiges Utensil: Ein leistungsstarker Standmixer

Zutaten für 1 Liter
80 g Macadamiakerne
1 Prise Salz
2 entsteinte Datteln
1 liter kaltes Hahnenwasser

Zubereitung
Alle Zutaten 1 – 2 Minuten im Standmixer mixen.

Die Milch gut verschlossen im Kühlschrank aufbewahren (hält 3 – 4 Tage).
Vor Gebrauch gut schütteln.

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Nährstoffwissen
Nüsse sind gesund: Täglich eine Handvoll ist empfehlenswert, denn Nüsse sind reich an Nährstoffen und gesunden Fetten. Macadamias enthalten Mineralstoffe wie Kalzium, Eisen, Magnesium, Kalium, Mangan und Selen. Der hohe Fettgehalt der Macadamias macht lange satt und hilft, Hungerattacken zu mindern.

B E T R I E B S F E R I E N: 24. August – 19. September 2017

Text & Berge/Himmel-Foto: Petra Müller, Geschäftsleitung FOOD MOVEMENT
Portrait von Petra: Katharina Lütscher

Wie schon letztes Jahr gönnt sich der Hauptsitz von FOOD MOVEMENT eine Ferienpause. So gern ich diese Arbeit mache: Nach einem Jahr fast beinahe täglich auf Facebook Beiträge posten, Interviews führen, Bücher vorstellen, Netzwerken, Kochen & Fotografieren für FOOBY und Beiträge für den HEALTHY FRIDAY zusammenstellen brauche ich Tapetenwechsel und frischen Wind.

Es geht nun in die Ferien. Bevor ich bald nach Cornwall verreise, feiere ich noch meinen 50. Geburtstag. Ich bin stolz und glücklich, es bis hierhin geschafft zu haben – das ist keine Selbstverständlichkeit. Voller Dankbarkeit beginne ich meine nächste Lebensetappe mit 3 Wochen Ferien auf meiner Lieblingsinsel und tanke Energie für alles, was mich erwartet wird und alles, was ich noch gerne umsetzen möchte.

Vertieft euch darum in den nächsten Wochen in unseren Beiträgen, kocht ein paar schöne neue Rezepte und besucht andere tolle Websiten, zum Beispiel die von all den lieben Menschen unserer HEALTHY FRIDAY-Community.

Ich freue mich nun auf das türkisblaue (kalte) Meer an den Küsten Cornwalls. Vielleicht gibt es ab und zu ein Bildchen auf Facebook oder Instagram.

Herzliche Grüsse & bis im September!
Petra