Kategorie: Wissen

Auf unserem Radar #5

Text: Petra Müller, Geschäftsleitung FOOD MOVEMENT

In einer losen Serie zeigen wir unter RADAR, was uns in der letzten Zeit aufgefallen ist und uns interessant dünkt.

Anfang dieses Jahres ist das Buch Healing Arthritis von Dr. Susan Blum erschienen. Es ist das erste Buch, das ich spezifisch über Arthritis entdeckt habe. Schon nach der ersten Hälfte hat es mich jedoch in eine Krise gestürzt. Dank meiner resilienten Natur habe ich mich – spannenderweise ebenfalls dank diesem Buch – wieder aufgerappelt. Healing Arthritis ist insofern speziell und wertvoll, als dass die amerikanische Ärztin selbst rheumatoide Arthritis hatte. Susan Blum zeigt sehr detailliert auf, welche Schritte sich bei ihr selbst und zahlreichen Patienten bewährt haben, um Arthritis-Beschwerden zu lindern oder gar zum Verschwinden zu bringen. Sie empfiehlt 3 Schritte:

1. Eine spezielle Diät und der Einsatz von Kräutern und natürlichen Medikamenten, um einen leaky zu behandeln.

2. Eine zweimonatige Phase mit spezifischer Ernährung und ebenfalls natürlichen Medikamenten

3. Ein Ernährungsplan für den Rest des Lebens, bei dem laufend bisher ausgeschlossene Lebensmittel wieder eingeführt werden und deren Verträglichkeit beobachtet wird. Zudem legt Susan Blum grossen Wert auf den Einsatz von Entspannungs-Methoden, um Stress entgegenzuwirken und Traumata aus der Vergangenheit aufzuarbeiten. Das Buch bietet dafür eine ganze Palette an Möglichkeiten, sodass jede und jeder etwas finden sollte, was ihr/ihm behagt.

Mein Fazit:
Ich habe einiges an Neuem erfahren, und bei mir ist endlich (endlich!) der Groschen gefallen, dass jeder Weg einzigartig ist und dass es keine 08/15-Behandlung gibt. Und dass man bei vielen Ärzten und Therapeutinnen einzelne Puzzleteile aufdecken kann, um unter Umständen erst nach Jahren die ganz persönliche Aufarbeitung für diese Krankheit zu finden. Das Buch hat mich in meiner Erfahrung bestärkt, dass die Ernährung den Haupteinfluss auf entzündliche Erkrankungen hat. Genauso wichtig schätzt Susan Blum jedoch auch die sogenannte Mind-Body-Connection (Geist-Körper-Verbindung) ein, und deshalb liegt ein weiterer Schwerpunkt auf der Behandlung von Stress und Traumata.

Für alle, die lieber eine deutsche Version dieses Buches lesen möchten: Ich habe mich soeben beim Verlag erkundigt: Die Herausgabe auf deutsch ist per Mai 2018 geplant.

/ / /

Bleiben wir doch grad noch bei rheumatoider Arthrtitis. In diesem Fernsehbeitrag des NDR erklärt Die Ernährungsärztin Dr. Anne Fleck, was eine Patientin mit rheumatoider Arthritis konkret mit ihrer Ernährung unternehmen und ihre Schmerzen deutlich lindern kann.

/ / /

Wer einen Menschen mit Alzheimer in seiner Verwandtschaft hat, erlebt, wie schwierig sich solche Erkrankungen auswirken können. Die Angst ist dabei oft recht gross, selbst mal betroffen zu sein. Diesem Risikon kann entgegengewirkt werden. Neue Studien zeigen auf, dass insbesondere eine hohe Zufuhr an Kohlehydraten (Zucker, Backwaren, Pasta etc.) ungünstig sein kann. Hier ein englischer Artikel zu diesem Thema.

/ / /

Vielleicht habt ihr auch schon von dem Buch über Lektine von Dr. Gundry gehört? Ich habe das Buch gelesen und diese Art von lektinarmer Ernährung als Experiment für 8 Wochen ausprobiert.  Ich kann berichten, dass es bei mir nicht viel verändert hat. Ich habe allerdings herausgefunden, dass ich Cashews derzeit nicht gut vertrage (und die habe ich davor praktisch täglich gegessen) und dass es sich wirklich lohnt, Linsen und Bohnen über Nacht einzuweichen und im Dampfkochtopf zu kochen. Dabei wird nämlich ein grosser Teil der potentiell Entzündungen fördernden Lektine zerstört. Hier ergänzend die Replik des von mir geschätzten Dr. Frank Lipman und seine Empfehlungen in Sachen Lektine.

Männer, Kommunikation & Krankheit

Text & Foto: Petra Müller, Initiantin von FOOD MOVEMENT

Wie man sich täuschen kann.

Früher dachte ich, dass ich ziemlich gut kommuniziere. Bis ich das Buch von Peter Modler gelesen habe: Das Arroganzprinzip (man möge sich vor dem Titel nicht abschrecken lassen).

Vor 10 Jahren war ich in einer beruflichen Situation, in der ich mit einem Arbeitskollegen regelmässig zermürbende verbale Zusammenstösse hatte. Zufällig entdeckte ich zu dieser Zeit in einer Frauenzeitschrift einen Artikel über das Buch von Peter Modler. In diesem Buch erklärt uns der Autor die unterschiedlichen Kommunikationsarten von Frau und Mann, und wie wir Frauen uns gegen das Revier- und Gorilla-Gehabe bestimmter Männer wehren können. Modler zeigt erprobte Vorschläge, wie Frauen ihre Kommunikation gegenüber Männern ändern können, damit sie besser zum (beruflichen) Ziel kommen.

Ich habe das Buch sofort gekauft und verschlungen. Und ich habe Modlers Tipps bei meinem Arbeitskollegen angewendet. Es klappte vorzüglich! Die anstrengenden Auseinandersetzungen waren Geschichte, und er frass mir praktisch aus der Hand (auch wenn sich diese Art von Kommunikation noch ganz neu und etwas unnatürlich für mich anfühlte).

Was ich nach der Lektüre dieses Buches nachhaltig gelernt habe: Wenn ich klarer kommuniziere, kommt meine Botschaft besser an, und ich kann ich mich – sofern nötig – besser durchsetzen. Ich habe erfahren, dass ich mich dabei besser nicht auf meine Intuition verlassen sollte.

Dass dieses neue Wissen innerhalb der Jahre weite Kreise in meinem Leben ziehen und ungeahnte Dimensionen annehmen würde, hätte ich allerdings nicht gedacht. Denn grundsätzlich geht es in Arroganzprinzip um die Kommunikation zwischen Frauen und Männern im Berufsleben. Diese Art von Kommunikation hat aber auch mein Privatleben verändert.

Wie man eine Fremdsprache erlernen kann, kann man auch lernen, anders mit Männern zu kommunizieren. Ich finde, dass sich das lohnt, denn: Erstens habe ich beruflich wie privat mit Männern zu tun, und zweitens lebe ich mit einem Mann zusammen.

Für Konfliktsituationen gibt Modler der Leserin ein hilfreiches Modell mit auf den Weg. Dieses Modell ist dreistufig und der Reihe nach anzuwenden.

Bei einem Konflikt mit einem Mann hilft als erstes non-verbale Kommunikation, also Veränderung der Haltung, des Blicks, einfache Gesten, Schweigen (!), Mimik, Veränderung der räumlichen Distanz.

Die zweite Stufe nennt Modler Small Talk: Persönliche, aber unsachliche Äusserungen, Auswalzen von Nebensächlichkeiten («schönes Wetter heute»).

Und erst die dritte Stufe ist der sogenannte High Talk: Argumente, Begründungen, sachliches Nachfragen und Diskussion, akademisches oder fachliches Niveau.

Nochmals: Das ist die Reihenfolge für Konfliktsituationen, nicht für den Alltag. Aber Hand aufs Herz: Wer von euch macht das genau umgekehrt? Quasi mit der Tür ins Haus, also zuerst begründen, argumentieren und diskutieren? Ich zumindest machte das. Modler erzählt zudem von spannenden Beispielen aus Workshops, die er mit Frauen und Männern durchgeführt hat. Einige davon sind mir auch nach 10 Jahren immer noch im Gedächtnis geblieben.

Was ich inzwischen weiss und erlebe: Männer schätzen kurze, wenige Sätze und vor allem Klartext. Viele Frauen können aber wunderbar stundenlang rumeiern und um den heissen Brei reden. Oder sie hoffen und wünschen sich, dass Männer, sei es beruflich oder privat, ihre Wünsche wahrnehmen, spüren oder, noch besser, von ihren Augen ablesen können. Forget it.

Interessant ist, dass ich klare, kurze und direkte Kommunikation inzwischen selber schätze. Zuallererst natürlich, weil ich schneller zum Ziel komme. Gleichzeitig habe ich mit den Jahren gelernt, dass ich möglichst genau wissen muss, was ich will (und was ich nicht will). Und dass ich das nicht nur kommunizieren sollte, sondern muss, wenn ich ein angenehmes Zusammenleben/-arbeiten mit meinen männlichen Mitmenschen schätze.

Das heisst natürlich nicht, dass man alles ungefiltert gerade heraus sagen soll. Für mich heisst das, dass ich mir Zeit nehmen sollte, mir zu überlegen, was ich mitteilen möchte. Erst denken, dann sprechen (klappt natürlich nicht immer).

Eingangs habe ich erwähnt, dass diese Art von Kommunikation Einzug gehalten hat in Dimensionen, die ich nicht erwartet hätte. Einen positiven Nebeneffekt hat dieses Buch nämlich sogar im Zusammenhang mit meiner Krankheit.

Mit einer chronischen Krankheit ist es manchmal wichtig, andere um Hilfe zu bitten. Ich sollte nicht warten, bis mein Mann merkt, wie sich meine Möglichkeiten und Bedürfnisse verändern. Oder dass mein Arbeitskollege wundersamerweise sofort erkennt, dass ich mich nicht vom Ausräumen der Büro-Geschirrspülmaschine drücke, sondern es schlicht nicht kann zurzeit.

Wenn ich Schmerzen habe, muss ich lernen klar mitzuteilen, welche Hilfe ich brauche. Sei es beim Tragen von schweren Gegenständen oder dass mir jemand die Pneus von meinem Velo pumpt. Ich muss mitteilen, dass ich nicht mehr so gut im Haushalt mithelfen kann wie früher und bis auf weiteres nicht staubsagen kann. Klartext ist für beide Seiten viel angenehmer als Wischiwaschi-Kommunikation oder unangenehme Erwartungshaltungen. Und wisst ihr, was ich erlebe, wenn ich um Hilfe bitte? Alle helfen sehr gerne!

Was ich mir seit der Lektüre von Arroganzprinzip zudem anzutrainieren versuche ist, manchmal auch einfach den Mund zu halten. Vor allem, wenn ich nicht richtig Bescheid weiss, mein Gegenüber Unangebrachtes sagt oder ich schlicht und einfach überlegen muss, ob und was ich zu sagen habe. Oft sagt mein Vis-à-vis nach einer Pause meinerseits Dinge, die weiterführen. Das mit dem Schweigen gelingt mir natürlich überhaupt nicht immer, aber immer öfter.

Hilfreich sind auch die sogenannten Kommunikationsmaximen. Die gehen so:

Kommuniziere genauso informativ, wie es für den Zweck nötig ist.
Gib nicht zu viel und nicht zu wenig Information.

Versuche zu sagen, was wahr ist.
Sage nichts, wofür du keine hinreichenden Anhaltspunkte hast.

Bleib beim Thema.
Sage nichts, was nicht zum Thema gehört.

Sei klar
Sei eindeutig
Sei prägnant (vermeide unnötige Weitschweifigkeit)
Sei geordnet

Auch bei meinen Gesprächen mit Ärzten hilft es mir, klar zu sagen, wenn ich etwas nicht verstehe. Zum Beispiel wenn es um ein neues Medikament, eine Therapieart, Blutfaktoren oder den weiteren Weg geht, den ein Arzt mir vorschlägt. Wenn wir zum Arzt gehen, beanspruchen wir eine Dienstleistung, die wir bezahlen. Wir haben das Recht, gut beraten zu werden. Ansonsten dürfen wir das freundlich und sachlich ansprechen.

Beim Gespräch mit Frauen mache ich oft die Erfahrung, dass viele nicht sagen können oder mögen, was sie wirklich wollen. Oft wissen sie es nicht einmal selbst. Das kann man aber lernen. Und das Buch von Modler hat dafür ein paar sehr gute Vorschläge.

Womöglich denkt jetzt die eine oder andere unter euch: Was jetzt? Weshalb soll ICH meine Kommunikation ändern? Der Mann kann ja auch überlegen, wie er was sagt. Das stimmt. Aber wenn ich so plausible Tipps bekomme, die mir die Kommunikation erleichtern, dann nehme ich in Kauf, dass ich diejenige bin, die meine Kommunikation überdenkt. Wir sollen ja bekanntlich das ändern, was in unserer Macht liegt.

/ / /

Hier geht es zum Buch:
http://www.drmodler.de/buecher/das-arroganz-prinzip/

Selbstgespräch: Eine Krise

Text & Foto: Petra Müller, Initiantin von FOOD MOVEMENT

(auf dem Foto: Mein geliebtes Totenköpfli, das mich täglich an die Endlichkeit meines Daseins auf diesem Planeten erinnert, und das Herz, das für die Liebe steht und immer hilft)

Letzte Woche habe ich endlich das neue Buch der amerikanischen Ärztin Dr. Susan Blum in der Post gehabt. Der Titel: Healing Arthritis. HEALING! Nicht: lindern. Man muss wissen, dass rheumatoide Arthritis in der Schulmedizin als unheilbar gilt. Solche Titel lösen natürlich hoffnungsvolle Gefühle in mir aus, insbesondere, wenn es sich bei der Autorin um eine erfahrene Ärztin handelt, die selbst an Arthritis erkrankt und inzwischen geheilt ist.

Allerdings ist solche Hoffnung immer auch gepaart mit unangenehmeren Gefühlen: Jetzt mache ich seit 5 Jahren so vieles für meine Gesundung, und ich habe immer noch Beschwerden, nachweisliche Entzündungen an einzelnen Gelenken. Immer noch habe ich ab und zu Schmerzen, wenn ich etwas «Falsches» gegessen habe, mich ärgere oder freue (ja, ganz fies, dem Körper ist es egal, wenn der «Stress» positiver Natur ist).

Als ich letzte Woche also mit der Lektüre dieses Buches angefangen habe, stürzte mich das erstmal fadengerade in eine Krise. Ich kenne diese Krisen inzwischen gut. Sie kommen, wenn mir glasklar bewusst wird, dass ich nicht darum herum komme, meine eigenen Entscheidungen treffen zu müssen. Denn: Der Rheumatologe ist einer Meinung, der ganzheitlich praktizierende Arzt und die Ernährungsberaterin einer anderen Meinung – und alle diese Meinungen haben ihre Berechtigung. Aber wer steht dazwischen? Ich. Wer muss entscheiden? Ich.

Auch wenn der Rheumatologe glücklicherweise sagt, dass er zurzeit keinen dringenden Handlungsbedarf sieht, Rheuma-Medikamente einzusetzen. Aber eine freundliche Empfehlung habe ich dennoch, sofern die Entzüngswerte sich bis Mitte 2018 nicht wesentlich bessern.

Heute habe ich einen Termin bei meinem ganzheitlich praktizierenden Arzt. Ich werde ihn fragen, was er vom Einsatz der vom Rheumatologen spezifisch vorgesehenen Medikamenten hält. Und was er sonst noch für Möglichkeiten für mich sieht. Und was er von den Methoden von Dr. Susan Blum hält (ich werde ihm kurz und knapp ihre Empfehlungen erklären).

Was ich jedoch Inzwischen gelernt habe: Jeder Verlauf einer rheumatoiden Arthritis ist anders. Jede Patientin hat ihre eigene Geschichte, sie verhält sich anders, wird anders beraten, trifft andere Entscheidungen, lebt ihr Leben anders. Und was erwarte ich? Eine massgeschneiderte Behandlung.

Was parallel zu meiner Krise geführt hat ist die erneute Erkenntnis, dass ich täglich versuche, stark zu sein. Nicht jedes Mal zu jammern, wenn ein Gelenk schmerzt, wenn ich eine Bewegung nicht machen kann. Nicht zu klagen, dass es mir seit 8 Jahren nicht mehr gut geht. Dass ich seit über vier Jahren zwei Tage die Woche an meinem Arbeitsplatz im Museum erscheine, ohne die anderen merken zu lassen, wenn ich mal keinen guten Tag habe, ich schon mit schmerzenden Gelenken aufgestanden bin, oder – noch schlimmer – nachts Schmerzen hatte und kaum schlafen konnte. Stark zu bleiben, wenn ein Team-Essen ansteht, und ich einmal mehr mit der Köchin abklären muss, ob sie bereit ist, etwas Spezielles für mich zu kochen, dass ich überhaupt an diesem sozialen Anlass teilnehmen kann.

Dass ich vor drei Jahren beschlossen habe, mich mit meinem Blog Freakfood so stark zu exponieren, macht es auch nicht einfacher. Ich möchte mit meinen Erfahrungen und Erkenntnissen vor allem andere kranke Menschen inspirieren, ihnen Mut machen, ein Vorbild sein. Und dies gelingt nun mal besser, wenn ich optimistisch formuliere, buntes, leckeres und gesundes Essen vorstelle, Vorschläge für positive Veränderungen machen kann.

Am Ende jedoch bin auch ich nur ein Mensch. Und erst noch ein chronisch kranker. Ich bin mehr als dankbar, dass ich durch diesen Krankheits- bzw. Gesundungsprozess neue Seiten an mir kennenlerne, mein Leben neu betrachten kann, mehr «zu mir finde», lerne, grosszügig mit mir zu sein und anzunehmen, was ist. Bedingungslos. Unschönes und Wunderbares.

Und solange ich auch nur eine positive Rückmeldung von jemandem von euch bekomme und nur eine Person inspirieren kann, sich selbst zu helfen, dann werde ich diesen Weg gestärkt und motiviert weitergehen. Eure Worte helfen mir, mit solchen Krisen umzugehen. Und sie helfen mir, Freakfood weitherhin zu betreiben und zwei Tage die Woche für FOOD MOVEMENT zu arbeiten, zum grössten Teil immer noch ehrenamtlich.

Es gibt noch so lange zu tun, bis wir Patientinnen unseren Ärzten vertrauen wir sicher sein können, dass neue Erkenntnisse wie eine kluge Ernährung und Lebensführung in den Gesundungsweg miteinbezogen werden. Das ist für mich sinnvolle Arbeit. Und die hilft in der Krise.

ALLES GUTE & GESUNDHEIT FÜR 2018!

Text, Foto & Video: Petra Müller, Initiantin FOOD MOVEMENT

Wir möchten uns ganz herzlich für eure Unterstützung, euer Vertrauen, euer Mittun und eure Besuche hier auf FOOD MOVEMENT bei euch bedanken.

Mögen möglichst viele eurer Wünsche in Erfüllung gehen!

May you all be well,
may you be happy,
may you live with ease.

Herzlich,
Petra

Blick hinter die Kulissen: Makleranrufe von Krankenkassen

Wie ihr vielleicht wisst, ist die EGK-Gesundheitskasse Partnerin von FOOD MOVEMENT. Ich bin seit 30 Jahren selbst Kundin der EGK und sehr zufrieden. Ich kann voll und ganz hinter diese Krankenkasse stehen und bin dankbar, dass die EGK die Anliegen unserer Organisation unterstützt. Weshalb?

Deshalb:
Die EGK legt Wert auf direkten, menschlichen Kontakt. Wenn ich dort anrufe, nimmt eine Person ab, der mir meine Fragen sofort beantwortet. Kein minutenlanges Zuhören meist nicht der schönsten Musik, kein Abhören automatischer Ansagen, um dann die richtige Taste für mein Anliegen drücken zu müssen.

Die EGK ist eine Krankenversicherung, findet aber auch Prävention wichtig: Sie hat den Gesundheitsclub Vituro lanciert und mit der Stiftung SNE Angebote ins Leben gerufen, die bei einem gesunden und aktiven Leben unterstützen.

Was mir ebenfalls sehr gefällt ist, dass die EGK sich „Gesundheitskasse“ und nicht „Krankenkasse“ nennt. Als lösungsorientierter Mensch entspricht mir diese Bezeichnung viel mehr.

Und dann noch dies: Die EGK legt Wert auf Ethik und arbeitet weder mit Maklern oder Brokern zusammen, noch betreibt sie Kaltakquise. Sympathisch, oder? Tina Widmer erzählt uns im untenstehenden Beitrag, wie das so läuft mit Maklern im Gesundheitsbereich.

Bis Ende November kann man die Krankenkasse wechseln. Wer sich unverbindlich von der EGK beraten lassen möchte, darf sich direkt bei mir melden: welcome@food-movement.ch. Ich vermittle euch dann.

Herzlich,
Petra Müller
Geschäftsleitung FOOD MOVEMENT

/ / /

Text: Tina Widmer, PR-Redaktorin EGK-Gesundheitskasse

Die EGK kämpft gegen Makleranrufe

Wenn das Telefon an grauen Herbstabenden klingelt, haben wir meist bereits einen Verdacht, wer am anderen Ende der Leitung ist: Sicher wieder jemand, der eine Krankenversicherung verkaufen will. Diese Anrufe sind ein Ärgernis und trotzdem bezahlen manche Krankenversicherer sehr hohe Provisionen an solche Makler. Die EGK-Gesundheitskasse wehrt sich dagegen.

Solche Verkaufsanrufe kommen meistens gar nicht von den Krankenversicherern selber, sondern von Callcentern im Ausland. Kommt ein Termin zustande, wird dieser an den meistbietenden Makler verkauft – und dieser wiederum empfiehlt beim Beratungsgespräch Produkte jener Krankenkassen, von denen er die höchste Provision erhält.

Um diese lästige Entwicklung zu bremsen, wurde unter den Krankenversicherern eine Vereinbarung getroffen, die die so genannte Kaltakquise in Zukunft verbieten sollte. Diese wurde jedoch von der Wettbewerbskommission (Weko) 2011 wegen Wettbewerbseinschränkung aufgehoben. Weil der EGK-Gesundheitskasse die Privatsphäre ihrer Versicherten wichtig ist, verzichtet trotzdem weiterhin darauf, potenzielle Kunden ohne deren Einverständnis anzurufen und ihnen auf diesem Weg eine Versicherung zu verkaufen. Deshalb erhält die EGK auch seit mehreren Jahren das Comparis-Label für eine saubere Kundenwerbung.

Keine verschwendeten Prämien
Davon profitieren nicht nur potenzielle Kunden, die ihre Abende in aller Ruhe geniessen können. Weil die EGK-Gesundheitskasse prinzipiell nicht mit Maklern zusammenarbeitet, bezahlt sie diesen auch keine Provisionen. Die Versicherten können sich also darauf verlassen, dass ihre Prämien nicht in die Taschen dubioser Versicherungsverkäufer fliessen.

Stattdessen setzt die EGK-Gesundheitskasse auf eigene, fest angestellte Berater, die die einzelnen Versicherungsprodukte und ihre Spezialitäten – allen voran die Chancengleichheit von Schul- und Komplementärmedizin – in- und auswendig kennen. So lernen die Berater über die Jahre die Bedürfnisse und Anliegen ihrer Kunden immer besser kennen und haben die Möglichkeit, die individuelle Versicherungslösung auch im Laufe der Zeit an die sich verändernden Bedürfnisse der Versicherten anzupassen.

Für die EGK-Gesundheitskasse ist Versicherung Vertrauenssache. Wer den Telefonhörer bei einem spätabendlichen Makleranfruf also einfach kommentarlos auflegt, muss deswegen kein schlechtes Gewissen haben. Noch sinnvoller ist es, die Störung und den Anrufer zu melden, damit gegebenenfalls Massnahmen ergriffen werden können. Dafür gibt es zwei Möglichkeiten: Sind Sie sich unsicher, ob ein Makler die Berechtigung hatte, Sie anzurufen, klärt der Krankenkassenverband santésuisse in Zusammenarbeit mit den einzelnen Krankenversicherern ab, ob ein Anruf missbräuchlich war. Unlautere Geschäftspraktiken in Zusammenhang mit Telefonmarketing können Sie aber auch beim Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) melden. Die Links zu den Online-Formularen finden Sie hier:
Santésuisse-Meldeformular für Telefonwerbung: http://bit.ly/2fLvs6V
Beschwerdeformular des SECO bei Anruf trotz Sterneintrag: http://bit.ly/2v1wbCI

HEALTHY FRIDAY // Interview mit Fiorina von mamalltag

Heute starten wir eine neue Serie und stellen euch die Menschen hinter dem HEALTHY FRIDAY vor. Wir befragen die Macherinnen und Macher der HEALTHY FRIDAY-Rezepte über ihre persönliche Ernährungs- und Lebensweise, was ihnen besonders wichtig ist, seit wann sie sich so ernähren und was sie sich zubereiten, wenn sie mal fast keine Zeit haben zum Kochen.

Den Start macht Fiorina Springhetti. Am Anschluss an das Interview findet ihr die Links zu ihren bisherigen Beiträgen für FOOD MOVEMENT und den Link zu ihrem Blog.

/ / /

Liebe Fiorina, seit wann und weshalb achtest du auf deine Ernährung?
Die Ernährung, die mich heute begleitet, begann ich seit November 2013 sukzessive umzusetzen. Durch eine Autoimmunkrankheit meines Mannes wurden wir hellhörig, was wir bezüglich Ernährung für seine und meine Gesundheit tun können. Die Ratschläge seines Naturheilpraktikers und die Informationen, die wir uns durch Sachbücher und Recherche aneigneten, führten zu unserer heutigen Ernährung.

Wie hast du dich davor ernährt?
Ich habe mich bereits vorab gesund ernährt, keineswegs aber ganzheitlich und wirkungsvoll. Damit meine ich, ich kannte die Energiewerte der Nahrungsmittel, weniger aber deren Nährwerte. Ich habe dazumal mehr Wert auf eine „schlanke Linie“, als auf eine ausgewogene und gesundheitsfördernde Ernährung gelegt. Ich kannte die versteckten Zuckerfallen und schlechten Fettquellen, achtete aber nicht auf die positiven Wirkungen der Lebensmittel auf meine Gesundheit, den Säuren-Basen-Haushalt oder ein gutes Darmmilieu.

Welche körperlichen und/oder geistigen Veränderungen stellst du fest, seit du dich anders ernährst?
Körperlich stelle ich vor allem fest, dass die Verdauung reibungsloser funktioniert. Hatte ich früher oft mit Blähungen, Verstopfungen und einem Reizdarm zu kämpfen, so kommen diese Symptome heute quasi nie mehr vor. Ich bin überzeugt, mit meiner nährstoffdichten Ernährung energievoller und vitaler zu sein. Und ich bin ebenfalls zu 100% davon überzeugt, dass ich mir Gutes tue – körperlich und geistig.

Kannst du die Philosophie deiner heutigen Ernährung beschreiben?
Das ist so ein Ding, mit meinen Philosophien – ich müsste wohl darüber sinnieren und philosophieren. Genau gleich wie bei Religion, Politik und Liebe, habe ich bei der Ernährung keine Dogmen, denen ich folgen möchte. Ich verfolge das Natürliche, Ursprüngliche und lehne jegliche Art von Industrieessen ab. Ich will wissen, was ich zu mir nehme, deswegen nehme ich die Nahrungsmittel in ihrer ursprünglichen Form zu mir. Ich esse kaum Fleisch, wenig Milchprodukte, fast keine Eier, möchte mich aber weder als Veganerin noch als Vegetarierin bezeichnen. Denn wenn tierische Produkte artgerecht und regional sind, esse ich gerne ab und zu davon. Aber um ehrlich zu sein, ich würde als deklarierte Veganerin wohl kaum etwas vermissen: höchstens meine Budwigcrème. Die würde ich dann halt mit Getreidequark machen.

In einem Satz zusammengefasst, esse ich eine basenüberschüssige, frisch gekochte Küche mit viel Gemüse, Kräuter und Gewürzen.

Gibt es Lebensmittel, die du ganz meidest?
Da ich keinen Käse mag, ist die Vermeidung dessen nicht schwierig. Kommt mir aber gerade recht, denn Milchprodukte kommen selten auf den Tisch. Herkömmliches Weissbrot wie Zopf, Tessinerli, Weggli oder Mutschli esse ich nicht.

Kannst du uns deine Ernährung für einen normalen Tag in etwa beschreiben?
Als erstes trinke ich morgens naturtrüben Apfelessig mit Wasser. Zum Frühstück gibt’s eine Budwigcrème mit Leinöl, Kakaopulver, Zimt und Kurkuma. Danach esse ich nichts bis mittags. Das Mittagessen bleibt überschaubar, oft esse ich Salat oder Gemüsesticks, wenn’s draussen kalt ist sehr gerne mal eine heisse Suppe. Danach gibt’s erst wieder zum Abendessen was, da ist es meistens ein gemüsereiches Gericht. Ich liebe Ofengemüse mit Hanfsamen und Curry, dazu etwas Chili und ich bin glücklich. Apfel und getrocknete Feigen runden den Tag ab.

Was kochst du dir, wenn du fast keine Zeit hast?
Ein Pfannengericht geht immer. Das koche ich mir und meinem Mann auch wenn wir nach dem Training abends nach Hause kommen. Ganz aktuell: 2 Hand voll Rosenkohl halbieren, 2 Zwiebeln vierteln und eine halbe Tasse gefrorene Erbsen in eine Pfanne geben, mit wenig Wasser dämpfen. Himalayasalz, basische Kräuter und Curry dazugeben, wenig Koksmilch, umrühren und Hanfsamen und Chili darüber streuen. Fertig.

Was sind deine bevorzugten Getränke?
Stilles Wasser, am liebsten Hahnenburger. Ab und zu muss mal ein Rivella blau Platz haben, früher hab ich das viel mehr getrunken, heute ganz selten. Wenn wir im Restaurant sind, mag ich gerne ein gutes alkoholfreies Weissbier. Espresso mag ich super gerne, er tut mir nur nicht gut. Leider hab ich das einfach noch nicht intus und trinke immer wieder von dem schwarzen Teufelszeug – ich bin unbelehrbar! Manchmal bestell ich mir sogar Espresso doppio.

Gibt es Lebensmittel, die du so gerne hast, dass du sie ausnahmsweise doch isst?
Mehr getrocknete Früchte als dass gut wären. Ich liebe getrocknete Feigen und saisonale Mehlfeigen und ich kann ein ganzes Pack davon essen.

Wie gehst du mit privaten Einladungen zum Essen um?
Ich bin glücklich darüber, dass ich ausser meiner fehlenden Schilddrüse keinerlei gesundheitliche Probleme habe. Keine Unverträglichkeiten und Intoleranzen und nichts, was mir nach dem Verzehr bestimmter Lebensmittel Beschwerden auslösen würde. Daher kann ich privaten Einladungen ohne Kummer entgegensehen. Da ich wie gesagt keine Käse mag, ist dies das einzige, was ich vorab den Gastgebern mitteile. Ich esse alles, ausser Käse. Und auch wenn ich zum Beispiel Schweinefleisch wirklich nicht mag, so kann ich einen Abend mit Schweinebraten und brauner Sauce ohne Folgen überstehen.

Wie organisierst du dich in Sachen Ernährung in den Ferien?
Ich mag es, selber zu entscheiden, was ich essen will. Daher koche ich in den Ferien am liebsten selbst. Kochen ist für mich nie ein Muss und nie ein Übel. Frische Lebensmittel einkaufen, die Gemüse und Früchte des Feriendomizils kennenlernen und mal regional nach Urlaubsziel zu kochen finde ich toll. Im Sommer haben wir auf Mallorca jeden Abend einen frischen Salat mit allerlei gemacht, dazu regionales Olivenöl und frische Zitronen von Baum. Es schmeckte herrlich authentisch. Wohl so gar nicht mein Ding wäre eine Kreuzfahrtreise – jeden Tag Berge von Essen und Menschen am all-inclusive-Buffet – mein Albtraum bezüglich Ernährung in den Ferien.

Welche KöchInnen, Kochbücher, Blogs oder Magazine inspirieren dich?
Niki von Rebel Recipes www.rebelrecipes.com
Tieghan von halfbaked harvest www.halfbakedharvest.com
Meera von Nutriliciously www.nutriliciously.com
Sapana Chandra von Real + Vibrant www.realandvibrant.com
Erin von the forest feast www.theforestfeast.com
Das Magazin Natur & Heilen www.naturundheilen.de

Was tust du in Sachen Bewegung und Entspannung?
In Sachen Bewegung mach ich sehr viel. Ich trainiere 3-4 mal pro Woche im Crossfit 1352 und bin ein richtiger Sportfreak. Crossfit macht mich mental und physisch stärker als ich je gedacht habe. Und es ist ein Ort vieler meiner sozialen Kontakte. Auch die Kinder lieben und leben die Bewegung im Crossfit. In Sachen Entspannung habe ich mehr Probleme: Yoga kann ich nicht und bin auch gänzlich untalentiert dafür. In der Badewanne langweile ich mich nach 3 Minuten. Meditieren beherrsche ich noch nicht. Also habe ich die Welt der Bücher für mich entdeckt. Wenn ich meine Krimi- oder Thriller-Romane in die Hand nehme, tauche ich ein in Entspannung und Phantasie. Bücher sind mein Ruhepol.

Ganz lieben Dank für dieses Interview, liebe Fiorina!

/ / /

Fiorina hat schon einige Beiträge für uns geschrieben und Rezepte mit uns geteilt:

Projekt Familientisch
Snackt dein Kind gesund?

Süsskartoffel Noodles mit Kurkuma-Kokos-Sauce
Grünes Erbsen-Hummus
Ofengemüse mit Rote Beete Hummus
Rote Linsensuppe

Fiorina ist Ernährungsberaterin und betreibt den Blog mamalltag

Gewürzhilfe

Text & Foto: Petra Müller, Geschäftsleitung FOOD MOVEMENT

Am 11. Oktober 2017 hielt ich einen kurzen Vortrag zu meiner Geschichte und entzündungshemmender Ernährung und deren Wirkung bei rheumatoider Arthritis. Der Vortrag fand im Rahmen der Feierabendserie am Institut für integrative Naturheilkunde NHK in Zürich statt. Nach meinem Vortrag berichtete die Ernährungsberaterin Laura Koch von ihrem Wissen, wie eine kluge Ernährung beim heutigen Stand des Wissens aussieht. Obwohl ich Laura auch schon zu diesem Thema gehört hatte, ist es immer wieder spannend, was sie (inzwischen wieder Neues) zu sagen hat. Es geht nicht nur um das WAS wir essen, sondern auch WIE wir es zubereiten und WANN wir es essen.

Beim anschliessenden Workshop hatten die Teilnehmenden die Gelegenheit, beim Kochen mitzuhelfen und Laura und mich alle noch offenen Fragen zu klären. Zu Beginn hat uns Laura eine spezielle Gewürzmischung vorgestellt, die offenbar bei Arthritis und Arthrose positiv auf den Entzündungsprozess wirkt, sprich: ihn verringert.

Das hat mich natürlich interessiert, denn ich nehme liebend gerne ein paar entzündungshemmende Gewürze ein, wenn man damit schulmedizinische Medikamente vermeiden oder verringern kann.

Wie sieht sie also aus, diese Zaubermischung?

Je zu gleichen Teilen: Gemahlene Muskatnuss, Koriander und Kreuzkümmel.
Davon soll man täglich 2 x 1 Messerspitze einnehmen, am besten dem Essen beifügen.

Zuhause habe ich recherchiert, wer diesen Tipp gegeben hat: Es handelt sich um Dr. med. Christine Meyer, eine deutsche Orthopädin. In einem Bericht des NDR kann man lesen, dass ihre Patientinnen und Patienten gute Erfahrungen mit dieser Gewürzmischung machen. Man darf die tägliche Dosierung jedoch nicht erhöhen – mehr hilft hier nicht besser. Interessant dabei ist, dass Männer offenbar bereits nach durchschnittlich 6 Wochen eine positive Wirkung spüren, Frauen hingegen erst nach 2 bis 3 Monaten.

Dr. Meyer empfiehlt diese Gewürzmischung nicht nur Arthrosepatienten, sondern auch bei rheumatoider Arthritis, Fibromyalgie, Frozen Shoulder und Morbus Bechterew.

Hier kann ein interessanter Chat mit Dr. Meyer gelesen werden, und hier könnt ihr den einführenden Artikel des NDR nachlesen.

Selbstverständlich kann man die Mischung um Zimt und/oder Kurkuma erweitern, damit sie geschmacklich und farblich attriktiver wird.

Ich habe mir die drei Gewürze auf jeden Fall zusammengemischt und werde das mal versuchen. Vielleicht mag jemand mitmachen?

Schönes Wochenende!
Petra

Blattgespräche

Text & Foto: Petra Müller, Gründerin FOOD MOVEMENT

Heute möchte ich euch einen Vorschlag machen, der sich für mich schon drei Jahre bewährt:
Geht und fragt jemanden, die/der einen Gemüsegarten besitzt, ob ihr ab und zu Blätter von Broccoli, Kohlrabi oder Zucchetti haben könnt.

Die Blätter unserer Gemüse sind meist nährstoffreicher als die „Gemüse“ selbst! Als ich vor ein paar Jahren für ein Rezept grüner Smoothies recherchierte, habe ich das erst entdeckt. Es ist mir nachhaltig im Kopf stecken geblieben, dass es himmeltraurig ist, wenn all die wertvollen Blätter auf dem Kompost landen – wenn schon, dann immerhin bei den Meerschweinchen…

Hier exemplarisch die Nährstoffe von Randen (Rote Beete) der Knolle (1. Zahl) und der Blätter (2. Zahl):

Kalzium:             16 mg         117 mg
Eisen:                 0,8 mg       2,57 mg
Magnesium:       23 mg            70 mg
Kalium.             325 mg         762 mg
Natrium.              78 mg        226 mg
Vitamin C:          4,9 mg          30 mg
Vitamin A:           33 IE        6’326 IE
Vitamin E:        0,04 μg           1,5 μg
Vitamin K:          0,2 μg          400 μg
Thiamin:          0,03 mg          0,1 mg
Riboflavin:       0,04 mg        0,22 mg

(Quelle: Grüne Smoothies, Dr. med. Christian Guth/Burkhard Hikisch, GU Ratgeber Gesundheit)

Beeindruckend, oder?

Wenn ihr selbst einen Garten habt, umso besser. Ansonsten geht und fragt jemanden, meistens sind die Leute sehr interessiert, und es ergeben sich schöne Gespräche.

Interview mit Laura Koch von GORILLA

Interview: Petra Müller, Geschäftsleitung FOOD MOVEMENT

Seit Herbst 2016 gehört GORILLA zu den ideellen Unterstützern von FOOD MOVEMENT. Die Idee dahinter ist, dass die Jugendlichen, die aus dem GORILLA-Alter herauswachsen, mit FOOD MOVEMENT einen Ort finden, wo sie weiterhin Inspiration zu Ernährung, Bewegung und Entspannung finden können.

Der Zufall will es, dass die Ernährungsberaterin Laura Koch nicht nur beim Institut für integrative Naturheilkunde NHK (ebenfalls idelle Unterstützerin), sondern auch für GORILLA tätig ist. Laura mag deshalb der einen oder dem anderen dank ihrem Patientenbericht über Osteoporose bekannt vorkommen. Weiterlesen

Rheumaliga: Gibt es eine Diät gegen Arthritis?

Text: Petra Müller, Geschäftsleitung Food Movement

Im April 2017 hat die Rheumaliga Schweiz eine interessante Serie veröffentlicht, in der ich ebenfalls vorgestellt wurde. Es werden verschiedene Positionen der Ernährung bei rheumatoider Arthritis beleuchtet:

1. Das Nein der streng wissenschaftlich argumentierenden Medizin
2. Das Jein der ernährungssensiblen Rheumatologie
3. Ja-Positionen abseits des medizinischen Mainstreams

Wobei klar wird: Ich persönlich befinde mich ganz offensichtlich „abseits des medizinischen Mainstreams“. Hier der Link zum Interview mit mir: Genussvoll gegen Entzündungen. Weiterlesen