Kochbuch: Essbare Stadt

Text & Coverfoto: Petra Müller
Rezeptfotos: © Juliette Chrétien, AT Verlag

Man könnte meinen, dass essbare Wildpflanzen gerade sehr in Mode und hip sind. Dabei handelt es sich um altes Wissen unserer Vorfahren, als es noch keine Supermärkte gab und man sich von den Pflanzen ernährte, die gerade Saison hatten.

Maurice Maggi ist ein Kenner und Bewahrer dieses Wissens. Allerdings ein unorthodoxes Exemplar dieser Sorte, denn er sucht seine essbaren Zutaten nicht wie die meisten anderen auf dem Lande, sondern mitten in der Stadt.

Foto: Juliette Chrétien, AT-Verlag

Foto: Juliette Chrétien, AT-Verlag

Im Jahr 2014 gab der AT-Verlag das wunderbare Kochbuch «Essbare Stadt» von Maurice Maggi heraus – mit allerschönsten Fotografien von Juliette Chrétien. Maurice ist gelernter Landschaftsgärtner, weil ihm als Diabetiker von einer Kochlehre abgeraten wurde. Das hinderte ihn jedoch nicht daran, doch als Koch zu arbeiten – und das tut er seit über zwanzig Jahren. Zum Glück für uns, denn Maurice zeigt uns, wie man essbare Wildkräuter und Wildfrüchte auch in seine Küche miteinbeziehen kann, wenn man in einer Stadt wie Zürich wohnt.

Als Maurice dann auch noch eine Weiterbildung über heilende Gewürze und Kräuter machte, hat sich ihm eine ganz neue Dimension des Kochens eröffnet. Hier kommt der wunderbare Bezug zu FOOD MOVEMENT: Gewürze und Wildpflanzen sind reich an natürlichen Vitaminen und Mineralien. Gemäss Maurice erklärt dies auch, wie die Menschen in früheren Zeiten ohne Nahrungsergänzungsmittel und Multivitaminpräparate gesund blieben.

Wer sich mit saisonal heimischen Produkten ernährt, erhält immer genau die Nähr- und Vitalstoffe, die unser Körper in der jeweiligen Jahreszeit braucht.

Aber modisch und hip ist die Auseinandersetzung mit essbaren Wildpflanzen zurzeit schon. Es scheint so unlogisch wie nachvollziehbar, dass wir uns im grössten Luxus, wo wir uns zumindest in der Schweiz praktisch immer und alles leisten können, wieder auf ursprüngliche Werte zurückbesinnen. Und das ist gut so. Wir setzen uns somit neu mit unserer Ernährung und  der Lebensmittelproduktion auseinander und lernen im besten Fall schätzen, wenn wir nicht rund ums Jahr immer alles erhalten. So können wir saisonales Gemüse vom Markt oder direkt von Bauer mit essbaren Wildpflanzen ergänzen und unser Spektrum geschmacklich wie nährstofftechnisch enorm bereichern.

Wir möchten euch zum gluschtig machen zwei Rezepte aus dem Buch «Essbare Stadt» zeigen. Ergänzend weisen wir darauf hin, dass im Herbst erneut ein Buch von Maurice Maggi erscheinen wird: «Einfache Vielfalt. Achtsam kochen». Wir freuen uns schon darauf!

Einfache_Vielfalt

Ausserdem kann man Maurice ab dem 1. September 2016 im Alpinen Museum in Bern erleben, wo er im Rahmen der Ausstellung Wilde Küche. Ein kulinarischer Streifzug durch die Alpen zu hören sein wird. Auch von Meret Bissegger, Stefan Wiesner und Violette Tanner und weiteren ExpertInnen erfährt man Schönes und Spannendes über deren Philosophie und ihre jeweilige Kochart mit essbaren Wildpflanzen.

Last but not least ist Maurice Maggi einer der Protagonisten des Dokumentarfilmes Wild Plants, der diesen Herbst in die Schweizer Kinos kommen wird.

Aber jetzt geht es zu diesen schönen Rezepten, die mit essbaren Wildpflanzen im Spätsommer und Herbst zubereitet werden können.

Melonensueppchen

Foto: Juliette Chrétien, AT-Verlag

Rezept Melonensueppchen

Geschmorte Randen

Foto: Juliette Chrétien, AT-Verlag

Rezept Randen

«Esssbare Stadt»
Wildwuchs auf dem Teller, Rezepte mit Pflanzen aus der Stadt
Maurice Maggi
AT-Verlag, ISBN 978-3-03800-777-7

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Hier findet ihr übrigens ein weiteres leckeres Rezept von Maurice Maggi, das er für den HEALTHY FRIDAY beigetragen hat.

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1 Kommentare

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