Kategorie: HEALTHY FRIDAY

HEALTHY FRIDAY // FOOD: Zitronen-Mohn Schnitten


Rezept & Foto: Petra Müller, Freakfood

Dieses Rezept wurde exklusiv kreiert für FOOBY

Rohe Zitronen-Mohn Schnitten

Es gibt Menschen, die backen fürs Leben gern und gut. Ich gehöre leider nicht dazu… Darum bin ich froh über «Kuchen» oder Schnitten, die keinen Backofen brauchen. Diese Zitronen-Mohn Schnitten sind eine erfrischende Variante meiner geliebten «Easy Peasy Mini Brownies» (zu finden auf www.freakfood.ch). Die grob gehackten Baumnüsse geben den Schnitten schönen Biss, und die neonfarbene Glasur erfreut das Herz.

Zutaten für 1 Cakeform (25 – 28 cm)
100 g gemahlene Mandeln
100 g Baumnüsse
100 g Datteln, entsteint
1 EL Mohnsamen
1 TL Kurkumapulver
½ TL Vanillepulver
1 Prise Salz
2 EL Zitronensaft (insgesamt reicht 1 Zitrone)

Glasur:
40 g Kakaobutter
1 EL Zitronensaft
2 TL Dattelsüsse (Dattelsirup)
1 TL Kokosöl
½ TL Kurkumapulver

Zubereitung
— Cakeform mit Backpapier auslegen
— Datteln in einer Schale mit kochendem Wasser übergiessen und 10 Min. stehen lassen
— Baumnüsse grob hacken
— Gehackte Baumnüsse mit den gemahlenen Mandeln, dem Mohn, Kurkumapulver, Vanillepulver und Salz gut mischen
— Datteln mit 3 EL Einweichwasser mit dem Stabmixer pürieren
— Dattelpaste und Zitronensaft unter die Nussmasse mischen und mit einem Löffel zu einem feuchten Teig rühren
— Teig in die Cakeform geben und regelmässig glatt streichen

Glasur:
— Kokosöl schmelzen (z. B. in einer Metalltasse auf der Herdplatte)
— Kakaobutter in ein Metallschälchen geben
— 3 dl Wasser aufkochen und in eine etwas grössere Schale giessen
— Metallschälchen mit der Kakaobutter ins heisse Wasserbad legen
— Kakaobutter mit einem Schwingbesen rühren und schmelzen
— Nacheinander geschmolzenes Kokosöl, Dattelsüsse, Kurkumapulver und Zitronensaft zur Kakaobutter geben und gut rühren
— Guss über den Nussteig giessen und mind. 1 Stunde im Kühlschrank auskühlen lassen

Nährstoffwissen
Nüsse sind Nährstoffbomben. Sie sind u.a. reich an Vitamin E, Vitaminen der B-Familie, Magnesium, Eisen sowie Kalzium. Nüsse enthalten 10 – 15 % Protein und einen grossen Teil an ungesättigten Fettsäuren, die entzündungsmodulierend wirken und das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen senken. Viele Nussarten sind zudem reich an Tryptophan, eine Aminosäure, die stimmungsaufhellend und beruhigend wirkt. Trotz all dieser positiven Eigenschaften sollte man es mengenmässig mit den Nüssen jedoch nicht übertreiben.

HEALTHY FRIDAY // FOOD: Zurück zu den Wurzeln

Rezept: Liora Bels aus ihrem Buch THE MIX
Fotos: Mirjam Knickriem

Dieses jüdische Rezept ist inspiriert von der Liebe meines Vaters zu Chrein und Gefilte Fisch! Den Gefilte Fisch habe ich weggelassen und dem Ganzen dafür meine eigene Note verliehen. Ich esse es am liebsten mit ofengeröstetem Gemüse und Wildkräuter-Babyleaf-Salat – aber natürlich kannst du es mit allem kombinieren, was dir schmeckt. Dieses Gericht liegt mir sehr am Herzen – darüber hinaus ist es unglaublich leckerè

Zutaten
250 g rohe Cashewkerne, für 4 – 6 Stunden eingeweicht und gründlich durchgespült
180 – 200 ml gefiltertes Wasser
1 grosse Rote Bete-Knolle
50 g frischer Meerrettich oder mehr nach Belieben
Saft einer Zitrone
Meersalz (ich verwende Maldon)

Zubereitung
Alle Zutaten im Higshpeed-Blender auf höchster Stufe mixen, bis die Textur cremig ist. Wenn du einen intensiveren Geschmack bevorzugst, einfach mehr Salz und Meerrettich hinzufügen und erneut mixen.

Hinweis:
Mit geröstetem Wurzelgemüse, Vollkorngetreide, Salat oder einfach auf einer Scheibe Buchweizen-Nuss- & Körnerbrot (Seite 172) geniessen.

HEALTHY FRIDAY // FOOD: Süsskartoffel Tarte

Rezept: Lauren Wildbolz
Foto: © Veronika Studer, AT Verlag

Das heutige Rezept stammt aus dem Buch Vegan Love von Lauren Wildbolz, das letztes Jahr im AT Verlag erschienen ist und das wir hier – zusammen mit dem Rezept für eine köstliche rohe Waldbeer-Mango-Torte – vorgestellt hatten.

Heute zeigen wir euch das Rezept für Laurens köstliche, rein pflanzliche
Süsskartoffel-Tarte.

Für eine Springform von 22–26 cm Durchmesser

Zutaten
2 Süsskartoffeln
1 Kartoffel
2 Karotten
Fett für die Springform
1 Dinkel-Kuchenteig (Fertigprodukt), rund ausgewallt

100 g Pesto (im Buch würde man das auf Seite 122 finden)
200 g Seidentofu
1 EL gemahlenes Kurkuma
1 Prise jodiertes Salz
etwas Sesam, ungeschält
Pfeffer aus der Mühle

Zubereitung
Den Backofen auf 180 Grad Umluft vorheizen. Die Süsskartoffeln und die Kartoffel in Scheiben schneiden. Die ungeschälten, aber gründlich gewaschenen Karotten in lange, breite Streifen schneiden. Alles im Dämpfsieb über kochendem Wasser 10 Minuten garen, danach kalt abschrecken.

Eine gefettete Kuchenform mit dem Dinkelteig auslegen. Den Boden mit einer Gabel gleichmäßig einstechen. Die Ränder mit Pesto bestreichen und einrollen. Den Teigboden im vorgeheizten Ofen 10 Minuten vorbacken und auskühlen lassen.

Den Seidentofu mit dem Kurkuma und Salz mit dem Pürierstab pürieren.

Den Teigboden mit dem restlichen Pesto bestreichen und mit dem gedämpften Gemüse aus- legen. Die Seidentofumischung darauf verteilen und 15 Minuten backen. Die Tarte aus dem Back- ofen nehmen, Sesam und Pfeffer darauf verteilen und weitere 5 Minuten fertig backen.

Sieht sie nicht zum Reinbeissen aus? ♥

HEALTHY FRIDAY // FOOD: Super Savoury Veggie, Hemp & Millet Nuggets

Einführungstext: Petra Müller
Rezept & Fotos: Laura Wright, The First Mess


Please allow me to begin my introduction in English for once as today’s HEALTHY FRIDAY recipe comes from Laura, who lives in the Niagara region of southern Ontario, Canada. Laura is well-known from her food blog The First Mess, one of my absolute favorite food blogs. We are over the moon that we may share one of Lauras delicious recipes with you. Don’t hesitate to head over to her blog after you have had a look at her Veggie Hemp & Millet Nuggets to discover a beautiful range of main meals, breakfasts, stews and mouthwatering smoothies, Wellness Lattes and Tonics. Better still: Buy her wonderful cookbook! I can warmly recommend it, above all the Garlicky Winter Vegetable and White Bean Mash with Mushroom Miso Gravy on page 183 – a dream.

If you would like to learn more about Laura, you can find interviews with her at Nutrition Stripped, the kitchn and Golubka Kitchen.

We are very happy to welcome you in our HEALTHY FRIDAY community, Laura!

/ / /

Wir freuen uns wirklich sehr, dass wir euch heute ein Rezept von Laura Wright zeigen dürfen. Laura führt den bekannten Blog The First Mess, und letztes Jahr hat sie ihr erstes, wunderbares Kochbuch herausgegeben. The First Mess ist einer meiner absoluten Lieblings-Foodblogs. Einerseits, weil Laura mit Zutaten kocht, die ich beinahe alle essen kann (das grenzt an ein kleines Wunder), andererseits, weil mir die Fotos von Laura extrem gut gefallen. Sie ist mit eine meiner liebsten Inspirationensquellen.

Was bei Lauras Rezepten jedoch am wichtigsten ist: Sie funktionieren – und sie schmecken! Das ist jedoch kein Wunder, denn Laura hat eine Culinary School besucht und in diversen Restaurants gearbeitet. Ausserdem stammt Laura aus einer Familie, in der frisches, saisonales Gemüse schon immer eine wichtige Rolle gespielt hat. Ihren ersten Job als Teenager hatte sie bei ihrem Vater, der einen Gemüsemarkt mit Produkten von lokalen Bauern geführt hat. In Lauras Rezepten findet man deshalb auch für jede Jahreszeit etwas Passendes, sodass man auch im Winter abwechslungsreiche, schmackhafte Gerichte zubereiten kann.

Wir zeigen das Rezept für Lauras Herzhafte Gemüse-Hanf-Hirse Nuggets zuerst in der englischen Originalversion, darunter findet ihr die deutsche Übersetzung.

SUPER SAVOURY VEGGIE, HEMP & MILLET NUGGETS

Serves: 3-4 (about 10 nuggets)

Notes: You could replace the broccoli and carrots with any finely grated vegetable you’re into. If you want to keep this recipe oil-free, sauté the vegetables in a little bit of water and definitely bake the nuggets on parchment (rather than on a naked baking sheet). I haven’t tried these nuggets with quinoa or rice or any other grain, so experiment at your own risk. Last thing: the psyllium husk is the glue here and yes, you need it. It can be found inexpensively at bulk stores, health food shops, online, and even at HomeSense/Home Goods stores!

NUGGETS:
⅓ cup dry millet (or if you have cooked on hand, you’ll need 1 cup of cooked millet)
sea salt and ground black pepper, to taste
1 tablespoon avocado oil (or other oil), plus extra
½ cup grated broccoli (about 4-5 regular florets grated with a box grater)
½ cup grated carrot (1 medium carrot)
2 small shallots, peeled
1 teaspoon minced fresh rosemary
½ teaspoon ground turmeric
½ teaspoon lemon zest
pinch of cayenne pepper
2 tablespoons hulled hemp seeds
1 ½ teaspoons psyllium husk powder
1 tablespoon nutritional yeast
1 teaspoon grainy mustard

CREAMY MAPLE MUSTARD DIPPING SAUCE:
2 tablespoons raw cashew butter
2 tablespoons water, plus extra to thin
1 tablespoon pure maple syrup
1 tablespoon grainy mustard
1 teaspoon lemon juice
1 small clove of garlic, finely grated with a microplane
sea salt

Preheat the oven to 400 degrees F and line a baking sheet with parchment paper. Lightly brush the parchment with oil and set aside.

In a small saucepan over medium-high heat, combine the millet with ¾ cup water and a pinch of salt. Cover and bring to a boil. Simmer the millet until all water is absorbed and grains appear fluffy/lightly mushy, about 20-25 minutes. Set aside to cool.

Heat the avocado oil in a medium sauté pan over medium heat. Add the broccoli and carrots to the pan. Using the box grater, grate the shallots and transfer them to the pan as well. Season the vegetables with salt and pepper, and stir. Cook until carrots are soft and broccoli is bright green. Stir in the rosemary, turmeric, lemon zest, and cayenne pepper before taking off the heat to cool slightly.

Pack a 1 cup measurement with the cooled millet. You might have a couple mouthfuls extra. Transfer the cup of millet to a food processor. Add the cooked vegetable mixture to the food processor as well. Lastly: add the hemp seeds, psyllium husk powder, nutritional yeast, and grainy mustard to the food processor. Season the mixture with salt and pepper.

Run the food processor on high until the grains and vegetables start clumping together.

Form the nuggets: lightly oil your hands and measure out a scant 2 tablespoons of the millet mixture per nugget. Shape into little patties or freeform bites and set on the parchment lined baking sheet.

Once all the nuggets are formed, lightly brush the tops with a bit more oil. Slide the baking sheet into thge oven and bake for 22 minutes, flipping the nuggets halfway. They should be lightly browned and feel solid enough to pick up.

To make the dipping sauce, in a small bowl, whisk together the cashew butter, water, maple syrup, mustard, lemon juice, garlic, and salt. Add more water to thin if necessary.

Serve nuggets warm with the dipping sauce!

/ / /

SUPER HERZHAFTE GEMÜSE, HANF & HIRSE NUGGETS

Zutaten für  3 – 4 Personen (ca. 10 Nuggets)

Info: Der Broccoli und die Karotten können durch irgendwelche anderen fein geraffeltem Gemüse ersetzt werden. Wer kein Öl benutzen möchte, kann das Gemüse in wenig Wasser sautieren. Ich habe diese Nuggets nicht mit anderem Getreide wie Quinoa oder Reis probiert, du müsstest selbst mit anderen Zutaten experimentieren. Wichtig: Die Flohsamenschalen sind der „Kleber“ hier und ja, es braucht ihn unbedingt. Flohsamenschalen sind günstig und in Bioläden, Reformhäusern erhältlich. (Anmerkung Petra: Flohsamenschalen findet man in der Schweiz inzwischen sogar im Grossverteiler).

NUGGETS:
1/3 cup Hirse (oder 1 cup gekochte Hirse)
Meersalz + frisch gemahlener, schwarzer Pfeffer nach Wunsch
1 EL Avocadoöl (oder anderes Öl), plus ein wenig mehr
1/2 cup geraffelter Broccoli (ca. 4 – 5 Röschen)
1/2 cup geraffelte Karotten (1 mittelgrosse Karotte)
2 kleine Schalotten, geschält
1 TL kleingeschnittener Rosmarin
1/2 TL Kurkumapulver
1/2 TL Zitronenschale
1 Prise Cayennepfeffer
1 EL geschälte Hanfsamen
1 1/2 TL Flohsamenschalen
1 EL Nährhefe (Edelhefe)
1 TL grobkörniger Senf

CREMIGE AHORN SENF DIPPING SAUCE:
2 EL rohes Cashewmus
2 EL Wasser
1 EL Ahornsirup
1 EL grobkörniger Senf
1 TL Zitronensaft
1 kleine Knoblauchzehe, fein geraffelt
Meersalz

Den Backofen auf 200 Grad vorheizen.
Backblech mit Backpapier auslegen, mit wenig Öl bestreichen und beiseite stellen.

In einer kleinen Pfanne auf mittlerer Hitze die Hirse mit 3/4 cup Wasser und einer Prise Salz aufkochen und 20 – 25 Min. leicht simmern lassen, bis alles Wasser aufgesogen ist. Ab und zu umrühren. Beiseite stellen und abkühlen lassen.

Avocaodoöl in einer Bratpfanne erhitzen. Broccoli und Karottenraspel beigeben. Schalotten mit einer Reibe reiben und zum Gemüse geben. Gemüse mit Salz und Pfeffer würzen, gut mischen. Das Gemüse kochen, bis die Karottenraspel weich und der Broccoli leuchtend grün sind. Rosmarin, Kurkuma, Zitronenschale und Cayennepfeffer hinzufügen, mischen,, vom Herd nehmen und leicht abkühlen lassen.

1 cup gekochte Hirse und das Gemüse in einen Food Processor geben. Hanfsamen, Flohsamenschalen, Nährhefe und Senf dazugeben und nach Wunsch mit Salz und Pfeffer würzen. Food Processor starten und so lange laufen lassen, bis die Mischung zusammenzuklumpen beginnt.

Hände leicht einölen und aus der Mischung Nuggets formen, ca. 2 EL pro Nugget. Die Nuggets auf das Backblech legen. Die Nuggets mit wenig Öl einpinseln und 22 Minuten backen, dabei nach der halben Backzeit die Nuggets wenden. Sie sollten leicht braun und solid genug werden, sodass man sie in die Hand nehmen kann.

Für die Dipping Sauce alle Zutaten in einer kleinen Schüssel zusammenmischen, auf Wunsch etwas Wasser hinzugeben, wenn man die Sauce flüssiger haben möchte.

Die warmen Nuggets mit der Dipping Sauce servieren.

 


Happy Healthy Friday to all!
Herzlich,
Petra

HEALTHY FRIDAY // FOOD: Lauwarmer Kale-Randen-Pasta Salat

Rezept & Foto: Petra Müller, Geschäftsleitung FOOD MOVEMENT & Betreiberin des Blogs Freakfood

Dieses Rezept wurde exklusiv kreiert für FOOBY

In den kälteren Monaten mag ich warmes Mittagessen. Die Betonung liegt auf «warm», denn ich habe eine empfindliche Zunge und bevorzuge lauwarmes Essen. Dann kommen alle Aromen so richtig zur Geltung. Dieser lauwarme Salat ist von November bis Februar eines meiner liebsten Gerichte, das ich mir oft in der Büroküche des Museums koche, in dem ich zwei Tage die Woche arbeite. Die Pasta aus Kichererbsen macht mich dank dem hohen Proteinanteil lange satt, und die Gemüse koche ich in einer Bratpfanne nacheinander kurz gar.

PS: Ich empfinde es als eine angenehme und meditative Beschäftigung, Granatapfelkerne sorgfältig aus der Schale der Frucht zu lösen. Die Kerne gibt sie jedoch auch in Schälchen zu kaufen.

Zutaten für 4 Personen
240 g Karma Chickpea Fusilli
400 g rohe Randen
400 g Federkohl
4 gehäufte EL Granatapfelkerne
Olivenöl
Aceto balsamico
Kräutersalz
Pfeffer
2 EL Sesam

Varianten:
Statt Federkohl passen auch Palmkohl, Krautstiel, Spinat oder Flower Sprouts, die Randen können durch Karotten oder Süsskartoffeln ersetzt werden. Anstelle von Aceto balsamico passt auch etwas frisch gepresster Orangensaft.

Zubereitung
– Federkohl waschen und die Blätter vom Stiel schneiden
– Stiele in kleine und die Blätter in grobe Stücke schneiden
– Randen unter fliessendem Wasser abbürsten, Enden knapp wegschneiden und in kleine Würfel schneiden
– Pasta in gesalzenem, kochendem Wasser 8 Minuten kochen, dann das Wasser abgiessen, etwas Olivenöl über die Pasta giessen und gut mischen (so klebt sie nicht zusammen)
– in einer grossen Pfanne etwas Olivenöl erhitzen und die Randenwürfel mit den klein geschnittenen Federkohl-Stielen zugedeckt ca. 5 Minuten andünsten (ab und zu umrühren)
– Federkohl zu den Randen geben, mit Kräutersalz und Pfeffer würzen und zugedeckt ca. 5 Minuten mitgaren, dabei ab und zu umrühren
– Sesam in einer ungefetteten Bratpfanne auf kleiner Hitze rösten, bis sie zu duften beginnen
– Gemüse und Pasta in eine Schüssel geben, umrühren und mit etwas Aceto balsamico, Olivenöl, Kräutersalz und frisch gemahlenem Pfeffer abschmecken.
– Pasta-Salat auf Teller verteilen und mit Granatapfelkernen und geröstetem Sesam bestreuen

Nährstoffwissen
Ich bin dankbar, dass es inzwischen überall Pasta aus Hülsenfrüchten zu kaufen gibt. Nudeln aus Kichererbsen oder Linsen haben einen hohen Anteil an Protein und bieten eine gesunde, sattmachende Abwechslung. Über Federkohl (englisch: Kale) muss ich wohl nicht viele Worte verlieren – er gehört mit allen dunklen Blattgemüsen zu den nährstoffreichsten Lebensmitteln. Dunkelrote Randen sind u.a. reich an Eisen, Kalium, Folsäure, Zink, Kalzium und Magnesium.

HEALTHY FRIDAY // FOOD: Halloumi-Reis-Bowl mit Tahini Dressing

Rezept & Foto: My Coach

Zutaten für 2 Personen
1 EL Rapsöl
1 mittlere Süsskartoffel, geschält und klein gewürfelt
250 g Krautstiel, weisse Stiele in feinen Scheiben, grün etwas grober geschnitten
1 kl. Broccoli, in Röschen, Strunk geschält & gewürfelt
Sojasauce
1 Tasse Vollreis, gekocht
125 g Halloumi, in 1⁄2 cm dünnen Scheiben
2 EL Tahini
1 Limette, Saft
1⁄2 Knoblauchzehe, gepresst
Salz & Pfeffer
1⁄2 Bund Koriander, gehackt

Zubereitung
1. In einer Bratpfanne das Rapsöl erhitzen, die Süsskartoffelwürfel darin einige Minuten rundum anbraten.

2. Krautstiel (vorerst nur die weissen Stiele) und Broccoli sowie wenig Wasser dazugeben, Hitze etwas reduzieren. Mit Sojasauce würzen, Deckel aufsetzen und Gemüse dünsten bis es gar aber noch knackig ist. Grüne Blätter vom Krautstiel beigeben, kurz weiterdünsten.

3. Parallel dazu in einem Pfännchen den Reis sanft erwärmen. Halloumischeiben in einer Bratpfanne ohne Öl beidseitig 2 – 3 Min. goldbraun anbraten.

4. Für das Dressing in einem Schüsselchen das Tahini mit Limettensaft, ca. 2 EL Wasser und Knoblauch zu einer Sauce verrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Falls nötig etwas Wasser nachgiessen.

5. Reis, Gemüse und Halloumi auf zwei Schüsselchen oder tiefe Teller verteilen, Sauce darüber träufeln und mit frischem Koriander bestreut servieren.

HEALTHY FRIDAY // Interview mit Stefanie von Wellcuisine

Interview: Petra Müller, Geschäftsleitung FOOD MOVEMENT
Foto: Thomas Leininger, Wellcuisine

Auf ihrem Foodblog Wellcuisine veröffentlicht Stefanie Reeb wöchentlich gesunde und leckere Rezepte und Wellnesstipps. Stefanie ist leidenschaftliche Köchin, Kochbuchautorin, ganzheitliche Ernährungsberaterin, Kundalini-Yoga-Lehrerin und Designerin und kommt aus einer Familie, in der sowohl Naturheilmedizin als auch kulinarischer Genuss zum normalen Alltag gehörten. Stefanie lebt mit ihrem Mann, dem Fotografen Thomas Leininger, und ihrer Terrier-Hündin Lilly in Karlsruhe und auf Mallorca.

Seit wann und weshalb achtest du auf deine Ernährung?
Bis in meine Teenagerzeit aß ich so ziemlich alles, und am allerliebsten Zucker. Mit 16 hatte ich dann plötzlich mit ernsthaften gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Ich litt unter Candida-
Infektionen im Darm, fühlte mich niedergeschlagen, war schnell überfordert und hatte ständig Bauchschmerzen. Damals empfahl mir mein Arzt, komplett auf Zucker, Milchprodukte und Weizen zu verzichten, und in meiner Verzweiflung griff ich nach der neuen Ernährungsweise wie eine Ertrinkende nach dem Ast.

Wie hast du dich davor ernährt?
Ich habe schon immer am allerliebsten Süßes gegessen – und davon meist viel zu viel. Meine geheime Komplizin war meine Großmutter, die genauso zuckersüchtig war wie ich und mich immer mit Süßigkeiten versorgte.

Welche körperlichen und/oder geistigen Veränderungen stellst du fest, seit du dich anders ernährst?
Seit ich meinen Zuckerkonsum reduziert habe und alles in allem „natürlicher“ esse, geht es mir so gut wie noch nie. Ich fühle mich energetisch, habe keine Energietiefs mehr während des Tages, keine Heißhungerattacken und bin nervlich stabil und belastbar.

Kannst du die Philosophie deiner heutigen Ernährung beschreiben?
Ich habe vor zwei Jahren zusammen mit meinem Mann die Ernährungs- und Lifestylemarke Wellcuisine gegründet. Und der Name Wellcuisine bringt meine Form der Ernährung ideal zum Ausdruck: Gesundheit und Genuss müssen in eine Balance kommen, oder anders gesagt: meine Sinne müssen vom Essen ebenso gesättigt werden wie meine Zellen. Mein Anspruch ist, dass meine Rezepte mit möglichst natürlichen und gesunden Zutaten so gut schmecken, dass man nichts vermisst und eigentlich nichts mehr anderes essen möchte.

Gibt es Lebensmittel, die du ganz meidest?
Es gibt mittlerweile nichts mehr, das ich komplett meiden muss, da mein Körper heute viel stabiler ist als früher. Das finde ich angenehm, denn so muss ich im Restaurant oder im Urlaub keine Angst haben, etwas „Falsches“ zu essen. Zuhause verzichte ich allerdings bereits seit über 20 Jahren auf weißen Zucker, Weizen, Milch und Tafelsalz (ich benutze stattdessen Himalaya- oder Meersalz).

Kannst du uns deine Ernährung für einen normalen Tag in etwa beschreiben?
Den Morgen starte ich immer mit einem warmen Wasser. Meistens weiche ich dann 2 Teelöffel geschrotete Leinsamen in Wasser ein und löffle sie 20 Minuten später aus – das ist gut für die Verdauung und für ein gesundes Darmmilieu. Zum Frühstück esse ich entweder Porridge mit Obst, Buchweizenwaffeln oder selbstgemachtes Granola mit Mandelmilch. Um ca. 12 Uhr trinke ich meine eine Tasse Kaffee pro Tag mit Mandelmilch und etwas Kokosblütenzucker. Ich achte darauf, dass ich den Kaffee nicht viel später trinke, da mein nächtlicher Schlaf sonst darunter leidet. Mittags kocht mein Mann meistens Gemüse in irgendeiner Form, zum Beispiel eine Minestrone oder gegrillten Brokkoli mit einem Stück Biofleisch. Abends essen wir meistens ein zweites Mal warm. Entweder Ofengemüse oder ein Curry. Als Snack zwischendurch mag ich gern Nüsse oder einen selbstgemachten Keks.

Was kochst du dir, wenn du fast keine Zeit hast?
Ofengemüse, das ist besonders schnell zubereitet, denn den Hauptteil der Arbeit erledigt der Ofen. Dazu bereite ich gerne eine blitzschnelle Tahini-Sauce zu.

Was sind deine bevorzugten Getränke?
Ich trinke viel Wasser und täglich mindestens eine Kanne meiner eigenen Teemischung bestehend aus Fenchel, Anis und Süßholzwurzel. Morgens liebe ich meine Tasse Earl Grey mit geschäumter Mandelmilch. Nachmittags trinke ich gern eine Tasse grünen Tee. Wenn ich Alkohol trinke, dann am liebsten Bier, denn das vertrage ich am besten.

Gibt es Lebensmittel, die du so gerne hast, dass du sie ausnahmsweise doch isst?
Na klar! Wenn ich an einer guten Eisdiele vorbeikomme, bestelle ich mir schon mal eine Kugel Schokoladen- oder Haselnusseis und genieße sie ganz ohne schlechtes Gewissen.

Wie gehst du mit privaten Einladungen zum Essen um?
Da mein Körper mittlerweile nicht mehr so empfindlich auf Essen reagiert wie früher, esse ich eigentlich alles, was auf den Tisch kommt, wenn ich eingeladen bin. Dazu muss ich allerdings sagen, dass meine Freunde ausnahmslos gut und bewusst essen und kochen, und schon alleine deshalb keine kritischen Situationen entstehen.

Wie organisierst du dich in Sachen Ernährung in den Ferien?
Ich recherchiere meist schon vorher, wo wir im Urlaubsort gut und gesund frühstücken können. Denn das Frühstück ist oft eine der größten Herausforderungen fürs gesunde Essen, schließlich spielen bei keiner anderen Mahlzeit Zucker, Milch und Weizen eine so große Rolle wie beim Frühstück. Beim Mittag- oder Abendessen im Restaurant achte ich darauf, möglichst einfache Gerichte mit viel Gemüse und möglichst ohne Saucen auszuwählen.

Welche KöchInnen, Kochbücher, Blogs oder Magazine inspirieren dich?
Ella Woodward vom Blog „Deliciously Ella“, weil sie gesunde Ernährung mit so viel Frische rüberbringt. Dann verfolge ich regelmäßig die Blogs von „Green Kitchen Stories“, „101 cookbooks“ und „Heavenlynnhealthy“. Eine Ikone der Kochbuchwelt ist für mich Donna Hay, die es immer wieder schafft, einfache und moderne Gerichte zu kreieren. Von den Food Magazinen lese ich am liebsten die „Slowly Veggie“ und das Jamie Oliver Magazin.

Was tust du in Sachen Bewegung und Entspannung?
Ich mache jeden Morgen 20 Minuten Yoga, das ist Bewegung und Entspannung zugleich. Nachmittags laufe ich mit dem Hund durch die Natur – für mich eine Art „Gehmeditation“. Wenn ich dann noch mehr Entspannung brauche, mache ich eine Meditation aus dem Kundalini-Yoga, das ich auch unterrichte.

Ganz lieben Dank für dieses Interview, liebe Stefanie ♥

Hier unten anschliessend findet ihr 2 Rezepte von Stefanie und ihr morgendliches Yoga-Programm sowie bereits veröffentlichte Interviews derselben Reihe mit Fiorina von mamalltag und Andrina von Wholelicious.

HEALTHY FRIDAY // FOOD: Tatar mit Meeresalgen

Foto & Rezept: Madlen Witzig, Ernährungsberaterin Integrative TCM-Ernährung und 5-Elemente-Ernährung von Cook & More und simply seagreens

Tatar mit Meeresalgen

Zutaten für 4 Personen
je 15 g Algen: Dillisk, Wakame, Nori
1 mittlere Zwiebel oder Schalotte
2 EL Kapern
2 mittlere Essiggurken
1 EL glatte Petersilie
1 Stück Knoblauchzehe
1 EL Apfelessig
nach Belieben Zitronenzeste
1 EL Zitronensaft
1 EL Tamari (Sojasauce)
2 – 3 EL Olivenöl
nach Belieben Pfeffer
1 TL weisser Sesam geröstet

Zubereitung
1. Algen in kleine Stücke schneiden und ca. 10 Minuten in kaltem Wasser einweichen. Gut abtropfen lassen, fein hacken und in eine Schüssel geben.
2. Zitronenzeste, Zwiebel, Kapern, Essiggurken, Petersilie und Knoblauch fein hacken und zu den Algen geben.
3. Mit Apfelessig, Zitronensaft, Pfeffer, Tamari und Olivenöl abschmecken und mischen.
4. Vor dem Servieren mit etwas weissem Sesam und frischer Petersilie garnieren.

Tipp
Das Tatar kann beliebig variert werden mit verschiedenen Kräutern, getrockneten Tomaten, gerösteten Kürbiskernen, Ingwer, Sesamöl, Limette oder Reisessig.

Das Tatar schmeckt auch als Brotaufstrich, zu Apéro-Crackern, zu Pasta oder mit Gemüsesticks.

HEALTHY FRIDAY // FOOD: Buddha Bowl

Text, Rezept & Foto: Kevin Nobs, skepping

Buddhas gewölbter Bauch zum Vorbild:
Man nehme eine gewölbte Schüssel und fülle sie mit frischen Lieblingsgemüsen, verfeinere das ganze mit Hülsenfrüchten und einer köstlich cremigen Sauce.

So einfach sind die sogenannten Buddha Bowls aufgebaut. Es gibt keine Regeln, man kann seiner Kreativität freien Lauf lassen. Und wenn man keine Idee hat, kann man ganz einfach einen Blick ins Gemüsefach werfen et voilà – schon liegen da die Zutaten bereit, denn man kann auf diese Weise wunderbar kleine Resten verwerten.

Ich persönlich mag so richtig bunte Buddha Bowls und versuche jeweils, möglichst viele Farben reinzupacken. Deshalb habe ich bei diesem Rezept grün, schwarz, orange, pink und braun kombiniert. Wenn man übrigens keine spezielle Sauce machen möchte, kann man auch einfach ein gutes Öl (ich mag Baumnuss oder Olive) als Topping verwenden.

Und nun das Rezept für eine meiner liebsten Buddha Bowls:

Zutaten für 4 Personen
400 g Brokkoli in Röschen, gedämft
400 g Süsskartoffeln (oder Kürbis) in Würfeln, gedämpft
150 g schwarze Linsen, nach Packungsanleitung waschen und kochen
150 g Quinoa tricolore, nach Packungsanleitung waschen und kochen

Alles bereitmachen (oder Resten aufwärmen) und in der Zwischenzeit den Hummus & die Sauce zubereiten:

Randenhummus
300 g gekochte Kichererbsen
50 g gekochte Randen
einige EL Wasser
1/2 TL Kreuzkümmel
Saft von 1/2 Zitrone
1 gehäufter TL Tahin und 1 EL Olivenöl

Alles pürieren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Mandelsauce
4 EL weisses Mandelmus
1 TL Sojasauce
1 TL Apfelessig
1/2 TL Tahin

Alles mit einigen EL Wasser im Mixer gut mischen. Die Wassermenge kann variiert werden, um eine sehr cremige oder eine flüssigere Sauce zu erhalten. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Zum Anrichten nehme man seine Lieblingsschüssel, verteile die farbigen Zutaten in die Schüssel und toppe das Ganze mit dem Hummus, der Sauce und einigen ganzen Kichererbsen.

E Guete!

/ / /

Kevin Nobs, geboren 1992, wuchs in Rüdtligen-Alchenflüh auf. Er besuchte das Gymnasium in Burgdorf mit dem Schwerpunktfach Biologie-Chemie. Mit seiner Maturaarbeit über die Heilpflanzen an der Emme gewann er den ersten Preis des Wettbewerbs «Emmentaler Facetten» im Frühjahr 2010. Im Herbst 2010 begann er das Pharmaziestudium an der Universität Basel. Nebst dem Studium schrieb er dann das Buch «Heilpflanzen an der Emme», das 2012 beim ott-Verlag erschien. Seit Januar 2011 arbeitet er regelmässig in der Apotheke Ryser in Burgdorf. Seit 2013 studiert er an der Universität Bern Biologie und Germanistik. Er arbeitet als Dozent für Botanik für das Kräuterseminar am Inforama des Kantons Bern und leitet mit verschiedenen Partnern botanische Reisen in diverse Länder. Im März 2017 gründete er die skepping GmbH.

HEALTHY FRIDAY // FOOD: 3 Ayurveda-Regeln & Risotto mit Kürbis und Salbei

Text, Rezept & Foto: Daniela Dörflinger Bruggemann von Ayurfood
Einführungstext: Petra Müller

Ohne die Unterstützung von etlichen Ernährungsberaterinnen, Coaches, Gesundheitsberaterinnen und versierten KöchInnen wäre es uns nicht möglich, euch jeden Freitag ein neues Rezept bzw. spannenden Beitrag zu Bewegung und Entspannung zu zeigen.

An dieser Stelle möchten wir uns ganz herzlich bei allen aus der HEALTHY FRIDAY-Community bedanken!

Heute dürfen wir euch jemand neues aus der Welt des Ayurveda vorstellen: Daniela hat einen sehr spannenden Lebenslauf. Sie stammt aus einer österreichischen Gastronomiefamilie und hat ihre Koch-Grundkenntnisse vor vielen Jahren in einer Hotelfachschule gelernt. Sie war in den Bereichen Event-Marketing und PR u.a. bei Cirque du Soleil in Amsterdam beschäftigt. Daniela hat schon an vielen Orten gelebt: in Vorarlberg, Innsbruck, Wien, Amsterdam, Frankfurt, London und Zürich. Seit mehr als 10 Jahren lebt sie mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern im Grossraum Zürich.

Durch ihre langjährige Yoga-Praxis ist Daniela mit Ayurveda in Kontakt gekommen. 2012 folgte die Ausbildung als Ganzheitliche Ayurveda Ernährungs- und Gesundheitsberaterin bei der Europäischen Akademie für Ayurveda, anschliessend Weiterbildungen im In- und Ausland sowie eine Studienreise zum Tilak Ayurved College in Pune/Indien. 2016 hat Daniela zudem die Kundalini-Yoga-Lehrer Ausbildung nach KRI abgeschlossen.

Es freut uns sehr, dass Daniela uns heute drei wichtige Prinzipien aus dem Ayurveda sowie ein leckeres Rezept für einen Risotto mit Kürbis und Salbei vorstellt.

/ / /

Das sogenannte „comfort-food“ passt sehr gut in die kalte Jahreszeit, kraftvolle Suppen, herzhafte Eintöpfe, ein liebevoll-süsser Milchreis, oder eben solch ein sämiger Risotto.

In der kalten Jahreszeit brennt unser inneres Verdauungsfeuer/Agni etwas stärker und die meisten von uns vertragen dann auch eine etwas deftigere und schwerere Kost sehr gut. Diese bodenständige Nahrung ist eine Art Schutz vor der äussere Kälte und Trockenheit die uns im Winter umgibt, sie verleiht Stabilität und auch Standhaftigkeit.

Im Gegensatz zur klassischen Risotto-Variante wird in diesem Ayurveda-Rezept der Parmesan durch geröstete Pinienkerne ersetzt. Geht gar nicht, denken sich nun die Italiener, aber Käse wird in der Ayurvedaküche einfach nicht gerne gesehen. Er ist sehr schwer verdaubar und verunreinigt bzw. verschleimt die Transportkanäle im Körper. Vor allem lange gereifter, fetter Hart- aber auch Schimmelkäse ist davon betroffen.

Der klassische Schuss Wein im Risotto behalten wir jedoch bei, denn es steht schon in den alten Ayurveda-Schriften, dass der Winter die beste Jahreszeit ist, um gelegentlich ein Glas Rotwein zu geniessen. Salbei verleiht dem Risotto eine herbe Note, zudem fördert er die Verdauung und ist gut für die Atemwege.

Wie bringe ich Ayurveda in meinen Alltag?
Bereits kleine Veränderungen können Grosses bewirken.

Die folgenden drei Tipps sind allgemeingültige Prinzipien aus dem Ayurveda, die sich auch ohne vorherige Konstitutions-Analyse in den Alltag einbauen lassen. Du kannst dadurch dein Wohlbefinden steigern und alle drei Tipps wirken ausgleichend auf die Verdauung und den Energiehaushalt. Probier’s doch einfach selbst mal aus!

Prinzip 1 – Iss möglichst oft warm!
Denn der Körper kann eine warme und gekochte Mahlzeit leichter aufnehmen und verstoffwechseln. Wärme heizt das Verdauungsfeuer an und der Körper braucht weniger Energie, um die Nahrung zu verdauen – es ist eine Art von Energiesparmodell. Rohkost oder kalte Speisen sollten wir besser nur in kleinen Mengen und zur Mittagszeit essen, dann brennt unser Verdauungsfeuer/Agni am stärksten. Auch der weise Einsatz von Kräutern und Gewürzen kann deine Verdauung stärken und dein Wohlbefinden steigern.

Prinzip 2 – Verwende frische, saisonale & regionale Zutaten
Die wunderbaren Kräfte der Natur versorgen uns zu jeder Jahreszeit mit genau den Wirkstoffen, die wir genau zu diesem Zeitpunkt am meisten benötigen. So können wir z. B. im windigen und trockenen Herbst befeuchtende Trauben oder erdende Zutaten wie z. B. Kürbis oder Kastanien ernten. Ebenso passen kühlende Melonen perfekt in die warme Sommerzeit und bittere und grüne Gemüsesorten (Spargel, Rhabarber, Brennnessel, Löwenzahn…) zur entgiftenden und reinigenden Frühlingsenergie.

Prinzip 3 – Sorge für Pausen zwischen den Mahlzeiten
Du sollst nur dann essen, wenn du auch wirklich ein Hungergefühl verspürst, diese Weisheit kennt jeder. Doch warum sind diese Pausen so wichtig? Nachdem du den letzten Bissen einer Mahlzeit eingenommen hast, ist vielleicht dein Teller leer und dein Magen gefüllt, aber wir vergessen, dass nun unser Verdauungssystem auf Hochtouren läuft. Wenn wir im Ayurveda vom Verdauungssystem sprechen, dann geht es weniger um die einzelnen Organe und deren Funktionen, vielmehr ist die Verdauung ein komplexes System von Transformationsprozessen, die auf unterschiedlichen Ebenen laufen. Durch die Feuerenergie von Agni werden Nährstoffe verarbeitet, in Körperzellen transportiert und Abfallprodukte werden ausgeschieden. Dieses ausgetüftelte und perfekte System von Gewebsumwandlung und -aufbau will nicht gestört werden. Wenn aber die Verdauung bereits geschwächt ist oder wenn wir ständig snacken und immer wieder neue Nahrung hinzufügen, dann können Nährstoffe nicht optimal verarbeitet und Abfallstoffe nicht vollständig entsorgt werden. Zurück im Körper bleibt sozusagen Halbverdautes oder Unreifes. Im Ayurveda nennen wir diese klebrigen Rückstoffe Ama. Auf längere Dauer kann Ama das körperliche Gleichgewicht beeinträchtigen und zu diversen Krankheiten oder Schwachstellen führen. Rheumatische Erkrankungen sind z. B. ein typisches Zeichen einer Ama-Belastung. Und jede Ayurveda-Therapie wird sich zuerst auf die Ausleitung von Ama konzentrieren.

Weitere ayurvedisch-inspirierte Rezepte und Gesundheitstipps findest du in meinem Blog: www.ayurfood.ch.

Risotto mit Kürbis und Salbei
Zutaten für ca. 2 Portionen:

Für den Kürbis
250 – 300 g Kürbis
3 – 4 EL Olivenöl
3 Gewürznelken
½ Anisstern
½ Zimtstange
1 EL Soja-Sauce
½ Zitrone, Saft
2 EL Ahornsirup
½ TL Ingwerpulver
Cayennepfeffer
2 – 3 Salbeiblätter (Alternative: Rosmarin)

Für den Risotto
200 g Risotto-Reis
1 EL Ghee
1 Zwiebel, fein hacken
1 Zehe Knoblauch, fein gehackt
100 – 200 ml trockener Weisswein
ca. 500 ml warme Gemüsebouillon
1 Prise Safran
1 EL Crème fraîche
1 Handvoll Pinienkerne, geröstet
2 – 3 Salbeiblätter

Zubereitung:

Den Ofen auf 170 Grad vorheizen.

Kürbis (wenn nötig schälen) in ca. 2 cm grosse Würfel schneiden, in eine Ofenschale geben. Aus den restlichen Zutaten eine Marinade anrühren und mit den Kürbisstücken vermengen. Für ca. 20 Minuten im Ofen garen, bis der Kürbis weich ist, gelegentlich umrühren.

Für den Risotto verwendet man am besten einen schweren Topf. Darin die Zwiebel und den Knoblauch auf mittlerer Hitze in Ghee andünsten, bis sie glasig sind. Den Reis hinzufügen und unter Rühren ebenfalls kurz andünsten.

Nun mit dem Weisswein aufgiessen und die Flüssigkeit unter regelmässigem Rühren einköcheln lassen. Die Hitze so drosseln, dass der Reis ständig leicht kocht. Portionsweise mit der Gemüsebouillon aufgiessen und regelmässig umrühren, damit der Reis nicht austrocknet und schön sämig wird. Während der Kochzeit mit Safran würzen.

Nach ca. 18 – 20 Minuten den Topf von der Herdplatte nehmen und einen Esslöffel Creme fraîche unterrühren. Die gegarten Kürbisstücke mitsamt der Marinade unter den Risotto heben und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Mit gerösteten Pinienkernen und gehackten Salbeiblättern anrichten.