Auf unserem Radar #2

Text: Petra Müller

Hier eine Veranstaltung und ein paar Links, die uns in den letzten Wochen aufgefallen sind:

— Am 10. Februar, am 8. und 24. März 2017 hält unser ideelle Unterstützer Dr. med. Simon Feldhaus einen öffentlichen Vortrag: „Gesund leben mit bewusster Ernährung“. Details und Anmeldung bei vituro, dem Gesundheitsportal der EGK-Gesundheitskasse.

— Inzwischen berichten auch schon Gratiszeitungen Spannendes über Gesundheit und Ernährung: 20 Minuten erklärt, weshalb gestresste Menschen so Lust auf Ungesundes haben.

— Es gibt gute Gründe, möglichst selten prozessierte Lebensmittel zu essen. Um zum Beispiel Saucen und Glacé cremig zu machen, werden in der Lebensmittelindustrie sogenannte Emulgatoren eingesetzt. Diese braucht es, um Wasser oder Proteine und Fett verbinden zu können. Diese Emulgatoren könnten jedoch Darmkrebs begünstigen, wie dies nun bei Mäusen bestätigt wurde. Ein Grund mehr, selber zu kochen.

— Das heisst jedoch nicht der Verzicht auf Süssigkeiten, die gibt es auch gesund. Bei diesen Kokos-Schokolade-Erdbeeren-Riegel läuft uns das Wasser im Mund zusammen!

— Hochgradig spannend (und darum etwas länger): Dieser Artikel in der NZZ bestätigt zwei Dinge:
Wenn wir bei Fieber keinen Appetit haben, ist das gut so. Denn der Körper braucht dann nicht viel Nahrung, heisse Getränke oder Suppen reichen.Bei Schnupfen hingegen scheint es gut zu sein, genügend zu essen (aber das richtige). Bei einem Test mit Mäusen wurde dies bestätigt: Als man die einen Mäuse mit Viren, andere mit Baktieren infizierte, verloren alle Mäuse den Appetit. Die Mäuse mit bakterieller Infektion nahmen allerdings deutlich weniger Nahrung auf. Aber jetzt kommt’s deftig: Als man allen Mäusen 8 Stunden später eine Zuckerlösung (Glukose) verabreichte, starben alle Mäuse mit der bakteriellen Infektion. Hoppla. Diese Ergebnisse könnten hoffentlich Einfluss haben auf die Spitalernährung, insbesondere bei intravenöser Ernährung, wo immer noch auf Kalorien statt Nährstoffe gesetzt und 60 % Zucker zugeführt wird. Dabei unterscheidet man bisher nicht zwischen Patienten mit bakterieller oder viraler Infektion. „Wenn also Menschen mit einer schweren bakteriellen Infektion ähnlich wie Mäuse auf Zucker reagieren – was man noch nicht weiss –, dann könnten die verwendeten Nährlösungen statt einer Hilfe sogar kontraproduktiv sein, vermuten die Yale-Forscher. Hinweise darauf, dass ein hoher Blutzuckerspiegel bei Patienten mit bakterieller Infektion schädlich ist, gibt es bereits.“

— Wer den Osteoporose-Patientenbericht der Ernährungsberaterin Laura Koch gelesen hat, kann sich vielleicht erinnern: Sie empfahl der Patientin, möglichst warme Speisen und Getränke zu sich zu nehmen. Dies scheint für alle eine gute Empfehlung zu sein, wie dieser Artikel bestätigt. (englisch)

 

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