HEALTHY FRIDAY // FOOD: Pimp your food!

Text & Fotos: Petra Müller, Freakfood

Ich werde öfters gefragt, was man denn ändern soll, um sich gesünder zu ernähren. Die Antwort ist: Durch Weglassen bestimmter Produkte und durch Hinzufügen von besonders nährstoffreichen Lebensmitteln.

Die halbe Miete in Richtung gesunde Ernährung erreicht man, wenn folgende Produkte reduziert oder vermieden werden:

Zucker
Zucker besteht aus Glukose und Fruktose. Die Fruktose wird über die Leber verstoffwechselt, die im Körper für die Entgiftung zuständig ist. Bei übermässigem Zuckerkonsum wird die Leber überlastet und es kann zu Krankheiten kommen. Vorsicht: Früchte enthalten ebenfalls Fruktose (Fruchtzucker). Zurückhaltung ist darum angesagt bei süssen Früchten (~1 pro Tag), besser sind Beeren. Entgegen der gängigen Meinung macht Zucker nicht satt. Fruktose ist nämlich nicht in der Lage, das Hormon Leptin zu aktivieren – Leptin signalisiert dem Körper, dass man satt ist. Regelmässiger Zuckerkonsum führt zu Bluthochdruck, und dieser erhöht das Risiko für Krankheiten wie Krebs, Alzheimer, Osteoporose und Arthrose.

Weizen & Roggen
Getreide enthalten Lektine, Phytinsäure und Gluten, die in unserem Körper Stress, Entzündungen und einen verschlechterten Stoffwechsel hervorrufen können. Weizen und Roggen enthalten besonders aggressive Lektine, die auch durch Erhitzen nicht abgebaut werden. Wenn diese Lektine ins Blut gelangen, können sie sich an rote Blutkörperchen binden. Der Körper wehrt sich, greift die Lektine und damit auch körpereigenes Gewebe an. Das Risiko für Krankheiten wie Arthrose, Rheuma, Alzheimer, Herzinfarkt, MS und Krebs steigt. Lektine binden sich zudem an das körpereigene Acetyl-Glucosamin, das wir zum Aufbau der Gelenkstrukturen brauchen. Das Acetyl-Glucosamin kann so nicht mehr genutzt werden, und es kann zu Gelenkproblemen kommen. Das im Getreide enthaltene Gluten belastet auch bei gesunden Menschen den Darm. Der hochgezüchtete Weizen enthält viel höhrere Glutenwerte als früher und wirkt dadurch aggressiver, als dies bei Weizen vor 50 Jahren der Fall war.

Milchprodukte
Bei der Homogenisierung wird die Milch starkem Druck ausgesetzt, sodass die Fettsäuretröpfchen auseinanderbrechen – die Milch kann nicht mehr aufrahmen. Problematisch dabei ist, dass die Fettpartikel der Milch danach so klein sind, dass sie problemlos durch die Darmschleimhaut dringen und Entzündungen hervorrufen können. Bei der Pasteurisierung wird die Milch auf knapp 70 Grad erhitzt, wodurch die schädlichen als auch wertvollen Bakterien abgetötet und die Enzyme deaktiviert werden. Beides wäre wichtig für unsere Verdauung und die Verträglichkeit der Milch. Fazit bei der Milch: Wenn, dann Rohmilchprodukte.

Grundsätzlich ist es zudem sinnvoll, Fertigprodukte, Frittiertes und stark prozessierte Produkte links liegen zu lassen.

Und so kann die tägliche Ernährung angereichert werden mit Lebensmitteln, die ihrem Namen gerecht werden:

Frühstück
– Geschroteter/gemahlener Leinsamen: wertvolle Omega 3-Fettquelle, entzündungssenkend
– Buchweizen*: enthält ca. 20% Protein, Kalium, B-Vitamine- Eisen, Kalzium, Mangan (Buchweizen gehört in die Familie der Rhabarbergewächse und ist kein Weizengetreide)
– Heidelbeeren: reich an Antioxidantien, entzündungssenkend

*Im Coop gibt es geschälten Buchweizen in Bioqualität. Davon weiche ich mir jeden Abend einen gehäuften Esslöffel in kaltem Wasser ein, und morgens kann ich den weichen Buchweizen nur noch mit Nussmilch, Samen, Zimt, Kardamom, Vanille und Beeren anreichern.

Zwischenmahlzeiten
– Mandeln, Walnüsse, Cashews, Brazilnüsse: wertvolle Omega 3-Fettquellen
– Datteln für süsse Gelüste (lassen den Blutzuckerspiegel nicht so stark ansteigen wie Zucker)
– Mandelmus mit Apfelstücken

Mittag- und Abendessen
– Quinoa, Linsen, Bohnen: reich an Ballaststoffen, Protein, Eisen, Kalzium und Mineralstoffen
– Blattgemüse: reich an Kalzium, Vitaminen und Mineralstoffen
– Kräuter und Gewürze: sehr nährstoffreich, entzündungssenkend
– Nüsse, Avocado: reich an Omega 3 Fettsäuren, Vitaminen und Mineralstoffen, entzündungssenkend (Avocado wegen des hohen Wasserverbrauchs zur Züchtung nur selten)
– Sprossen & Keimlinge: sehr nährstoffreich, das Einweichen aktiviert Vitamine und Mineralstoffe

Grundsätzlich ist es empfehlenswert, täglich einen Blattsalat zu essen und Kohlenhydrate und Gemüse im Verhältnis 1:2 auf den Teller zu schöpfen. Und sonst? Viel stilles Wasser (in der Schweiz kommt beste Qualität aus dem Hahnen) oder ungesüssten Tee trinken.

(Quellen: Was erfolgreiche Sportler anders machen/Forschungsgruppe Dr. Feil, Staying Healthy with Nutrition/Elson M. Haas)

Verwöhnt eure Körper & fühlt euch wohler,
versprochen!
Petra

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